Trinknahrung & flüssig essenEiner von 11 Artikeln zum Thema

Mangelernährung: Symptome, Ursachen und was hilft

Die Hose sitzt locker, der Teller bleibt halb voll, die Kraft fehlt? Mangelernährung trifft vor allem ältere und kranke Menschen und wird oft erst spät bemerkt. Woran du sie erkennst, ab wann es ernst wird und was wirklich hilft.

Tochter stellt ihrem Vater am Küchentisch einen kleinen angereicherten Teller hin
Kleine Portion, aber dicht: Mit Butter, Käse und Ei wird aus dem gewohnten Teller eine Mahlzeit, die zählt. Gemeinsam gegessen bleibt mehr davon nicht stehen.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Im Krankenhaus
1 von 3

Patient:innen in deutschen Kliniken waren beim nutritionDay 2018 nach den GLIM-Kriterien mangelernährt: rund 20 % schwer, 15 % mäßig. Die meisten kamen schon so an.

Davon erkannt
12%

So wenige stufte das Klinikpersonal am selben Stichtag als mangelernährt ein. Der Rest fiel durch, obwohl Gewicht und Essmenge auf dem Tisch lagen.

Alarmwert Gewicht
5%

Ungewollter Gewichtsverlust in drei Monaten gilt als Warnzeichen, über 10 % in sechs Monaten erst recht. Bei 70 kg sind das dreieinhalb Kilo.

Der Weg
Stufen

Erst Ursachen klären und das Essen anreichern, dann Zwischenmahlzeiten, erst danach Trinknahrung auf Rezept. Keine Stufe wird übersprungen, keine ersetzt die vorherige.

01 Verstehen

Was ist Mangelernährung?

Mangelernährung klingt nach Hungerregionen, passiert aber mitten in Deutschland: in Kliniken, in Pflegeheimen und in Küchen, in denen jemand seit Monaten nur noch halbe Portionen isst. Weil Ärzt:innen, Pflegekräfte und die WHO das Wort unterschiedlich benutzen, klärt dieses Kapitel zuerst die Begriffe. Danach weißt du im Gespräch mit der Hausarztpraxis, wovon die Rede ist.

Was ist Mangelernährung? Die Definition

Mangelernährung ist ein anhaltendes Defizit an Energie und Nährstoffen, das den Körper messbar verändert: weniger Muskel- und Fettmasse, weniger Kraft, schlechtere Krankheitsverläufe. So definieren es die europäische Fachgesellschaft ESPEN und der deutsche Expertenstandard für die Pflege. Für die Diagnose brauchen Fachleute seit 2019 zwei Dinge (GLIM-Kriterien): ein sichtbares Zeichen am Körper, also ungewollten Gewichtsverlust, niedrigen BMI oder verlorene Muskelmasse, und eine Ursache, also zu wenig Essen oder eine Krankheit mit Entzündung. Ein niedriges Gewicht allein ist keine Mangelernährung, und ein normales Gewicht schließt sie nicht aus.

Unterernährung und Mangelernährung: der Unterschied

Im Fachjargon sind beide Wörter meist dasselbe: Die ESPEN führt „Unterernährung“ als Synonym für Mangelernährung. Die deutsche Fachgesellschaft DGEM nutzt „Unterernährung“ enger für die Form, bei der schlicht zu wenig gegessen wird, ohne Entzündung im Körper, etwa bei Schluckstörung, Demenz oder Depression. Die WHO fasst „Malnutrition“ dagegen viel weiter und zählt sogar Übergewicht dazu. Im Alltag meint Unterernährung oft nur „zu dünn“. Sobald es um Behandlung und Rezept geht, zählt die klinische Definition: zu wenig Energie und Eiweiß mit Folgen für den Körper.

Welche Formen der Mangelernährung gibt es?

Fachgesellschaften teilen nach der Ursache ein: krankheitsbedingt mit oder ohne Entzündung, oder ohne Krankheit durch Hunger, Armut und seelische Not. Im Alltag hörst du oft „quantitative Mangelernährung“ (zu wenig Energie, das Gewicht sinkt) und „qualitative Mangelernährung“ (Energie reicht, Vitamine und Mineralstoffe fehlen, das Gewicht ist oft normal). Diese Unterscheidung nutzt die DGE in der Gemeinschaftsverpflegung; in Leitlinien und im Diagnoseschlüssel ICD-10 kommt sie nicht vor. Dort heißt Mangelernährung ausschließlich Energie- und Eiweißmangel, ein Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel ist eine eigene Diagnose. Die Tabelle ordnet die Formen, die dir in Arztbriefen begegnen.

Auf einen Blick

Formen der Mangelernährung

Einteilung nach Ursache, wie sie ESPEN, DGEM und der ICD-10 verwenden.

Was fehltTypisch beiWoran man es merkt
Krankheitsbedingt mit chronischer Entzündung (Kachexie)Energie und Muskeleiweiß, trotz EssenKrebs, COPD, Herzschwäche, Darm- und NierenerkrankungenGewicht und Kraft sinken, Appetit fehlt, CRP erhöht
Krankheitsbedingt, akutEnergie und Eiweiß in kurzer ZeitGroße OP, schwere Infektion, Verbrennung, IntensivstationAbbau in Tagen bis Wochen
Krankheitsbedingt ohne EntzündungEnergie und Nährstoffe, weil zu wenig ankommtSchluckstörung, Demenz, Depression, Magen-Darm-Erkrankung, AnorexieEssmenge sinkt über Wochen, Gewicht folgt
Unterernährung ohne KrankheitVor allem EnergieArmut, Einsamkeit, Trauer, HungerZu wenig auf dem Teller, oft lange unbemerkt
SarkopenieMuskelmasse und KraftHöheres Alter, Bewegungsmangel, oft zusammen mit MangelernährungAufstehen fällt schwer, Gewicht kann normal sein
MikronährstoffmangelEinzelne Vitamine oder MineralstoffeEinseitige Kost, Aufnahmestörung, MedikamenteMeist kein Gewichtsverlust, Symptome je Nährstoff
Marasmus und KwashiorkorEnergie (Marasmus) bzw. Eiweiß mit Ödemen (Kwashiorkor)Kinder in Hungerregionen, ICD-10 E40 bis E42Starke Abmagerung bzw. Wassereinlagerungen

Nach ESPEN-Terminologie 2017, DGEM-Terminologie 2013 und ICD-10-GM 2026. Sarkopenie und Mikronährstoffmangel sind eigene Zustände, die häufig gemeinsam mit Mangelernährung auftreten. Weltweit litten 2024 rund 150 Mio. Kinder unter fünf Jahren an Wachstumsverzögerung und 43 Mio. an Auszehrung (UNICEF/WHO).

Kachexie und Sarkopenie: verwandt, aber nicht dasselbe

Kachexie ist eine krankheitsbedingte Mangelernährung mit chronischer Entzündung, kein „Endstadium“ der Mangelernährung, wie oft behauptet. Bei Krebs, COPD, Herzschwäche oder chronischer Nierenerkrankung baut der Körper Muskeln und Fett ab, selbst wenn die Person normal isst, weil die Entzündung den Stoffwechsel umstellt. Sarkopenie ist dagegen eine Muskelerkrankung: Kraft und Muskelmasse schwinden, typisch im höheren Alter, auch bei normalem Gewicht. Beide treten oft gemeinsam mit Mangelernährung auf und brauchen dasselbe Fundament, genug Eiweiß und Bewegung, wie der Artikel über den Proteinbedarf im Alter zeigt.

Gürtel wird enger geschnallt: oft das erste sichtbare Zeichen eines ungewollten Gewichtsverlusts
Der Gürtel wandert ein Loch weiter, der Ring sitzt locker: Solche Alltagszeichen fallen meist früher auf als die Zahl auf der Waage.
02 Erkennen

Mangelernährung erkennen: Symptome und Anzeichen

Die meisten Fälle beginnen leise. Ein Kilo weniger im Monat fällt niemandem auf, nach einem halben Jahr sind es sechs, und der Körper hat sich an das neue Gewicht gewöhnt. Deshalb zählen hier nicht Gefühle, sondern drei messbare Dinge: das Gewicht im Verlauf, der BMI und die Essmenge.

Erste Anzeichen: woran du Mangelernährung erkennst

Das wichtigste Zeichen ist ungewollter Gewichtsverlust, sichtbar als locker sitzende Kleidung, Gürtel, Ring oder Uhr. Die britische Leitlinie NICE nennt dazu: dünne, verletzliche Haut, schlecht heilende Wunden, Antriebslosigkeit, schwindende Muskeln, wenig Appetit, veränderter Geschmack, Schluckprobleme, veränderte Verdauung und Infekte, die nicht ausheilen. Bei Älteren kommen eingefallene Wangen, hervortretende Schulterknochen und schlaffe Hautfalten an Armen und Bauch dazu. Kein einzelnes Zeichen beweist etwas. Zwei oder drei davon zusammen mit sinkendem Gewicht sind Grund genug, nachzumessen: erst mit dem Gewichts-Check, dann in der Hausarztpraxis.

Interaktiv

Ist der Gewichtsverlust schon ein Warnzeichen?

Trag das Gewicht von früher und heute ein. Der Check vergleicht den Verlust und den BMI mit den Schwellen der Fachgesellschaften DGEM und GLIM.

Gewicht
Zeitraum
Körper
3,4 %Gewichtsverlust
2,0 kgWeniger auf der Waage
21,3BMI heute
Alarmschwelle Verlust
über 5 % in 3 Monaten
BMI-Grenze
unter 20, beobachten unter 22
Einordnung
Beobachten

Verlust von 2,0 kg (3,4 %) in drei Monaten bei einem BMI von 21,3: noch unter der Alarmschwelle, aber nicht nichts. In vier Wochen erneut wiegen, Essmenge und Appetit notieren. Geht es weiter nach unten, in der Hausarztpraxis ansprechen.

Ab welchem BMI spricht man von Mangelernährung?

Unter 18,5 gilt bei Erwachsenen als Untergewicht und als Kriterium für Mangelernährung; ab 65 Jahren setzt die DGEM die Grenze schon bei 20, die GLIM-Kriterien ab 70 bei 22. Der BMI allein reicht aber nicht: Ein Mensch mit BMI 27, der in drei Monaten sechs Kilo verloren hat, kann mangelernährt sein, und der Pflege-Expertenstandard warnt ausdrücklich, dass das bei Übergewicht oft übersehen wird. Deshalb fragt der Gewichts-Check nach dem Verlauf, nicht nur nach der Zahl. Für Trinknahrung auf Rezept gibt es übrigens keine feste BMI-Grenze.

Screening: MNA, NRS 2002 und MUST

Screening-Fragebögen sortieren in wenigen Minuten, wer ein Risiko hat. Das MNA (Mini Nutritional Assessment) ist für Ältere gedacht: sechs Fragen zu Essmenge, Gewichtsverlust, Beweglichkeit, akuter Krankheit, Gedächtnis und BMI, 14 Punkte, unter 12 heißt Risiko. Eine Selbsttest-Fassung für Angehörige gibt es kostenlos bei mna-elderly.com. NRS 2002 wird im Krankenhaus genutzt und rechnet die Krankheitsschwere mit ein, ab 3 Punkten besteht Risiko. MUST kombiniert BMI, Gewichtsverlust und akute Krankheit; die britische BAPEN bietet ein Online-Selbstscreening. Laut ESPEN sollen alle Älteren mindestens einmal im Jahr gescreent werden, auch Übergewichtige.

Sofort ärztlich abklären

Wenn innerhalb von Stunden oder Tagen Schwäche, Kreislaufprobleme oder Verwirrtheit auftreten, besonders bei älteren Menschen, die wenig trinken. Auch bei mehr als 10 % Gewichtsverlust, Husten beim Essen oder Schmerzen beim Schlucken gehört der Termin in diese Woche, nicht in den nächsten Monat.

Mangelernährung Blutwerte: was Albumin zeigt und was nicht

Es gibt keinen Bluttest, der Mangelernährung nachweist. Albumin und Präalbumin werden oft genannt, sinken aber vor allem bei Entzündung und schwerer Krankheit; die amerikanische Fachgesellschaft ASPEN rät ausdrücklich davon ab, sie als Ernährungsmarker zu lesen, und die GLIM-Kriterien führen sie nur als Entzündungshinweis neben dem CRP. Was Blutwerte leisten: Ursachen und Begleitmängel finden. Dazu gehören CRP, Blutbild, Eisen, Vitamin B12, Folat und Vitamin D, bei Verdacht Schilddrüse und Nierenwerte. Die Diagnose selbst stellt die Ärztin über Gewicht, Verlauf, Essmenge und Muskelkraft.

03 Folgen

Folgen: Was Mangelernährung im Körper auslöst

Drei Stationen, an denen zu wenig Energie und Eiweiß ankommen. Sie erklären, warum ein paar Kilo weniger im Alter mehr bedeuten als mit dreißig und warum die Kraft vor dem Gewicht leidet.

1

Reserven schwinden

Bekommt der Körper über Wochen weniger Energie, als er verbraucht, leert er zuerst die Glykogenspeicher, dann das Fettgewebe. Das Gewicht sinkt, die Kleidung wird weiter. Bei reinem Hungern geht vor allem Fett verloren, bei Krankheit mit Entzündung von Anfang an auch Muskel.

2

Muskeln werden abgebaut

Fehlt Eiweiß, baut der Körper Muskeleiweiß ab, um Energie und Bausteine zu gewinnen. Kraft und Gleichgewicht lassen nach: Mangelernährte Ältere stürzen um rund 45 % häufiger. Bei akut Kranken geht fettfreie Masse schon nach wenigen Tagen verloren.

3

Abwehr und Heilung leiden

Immunzellen, Haut und Wundheilung brauchen Eiweiß und Mikronährstoffe. Infekte häufen sich, Wunden und Druckstellen heilen schlechter, Klinikaufenthalte dauern im Mittel ein bis drei Tage länger. Im Pflegeheim lag die Sechs-Monats-Sterblichkeit bei Mangelernährten bei 27 % statt 14 %.

04 Ursachen

Ursachen: Warum zu wenig ankommt

Mangelernährung entsteht, wenn weniger ankommt, als der Körper braucht. Die GLIM-Kriterien nennen zwei Wege: Die Aufnahme sinkt, weil jemand nicht essen kann, will oder verwertet, oder der Bedarf steigt durch Krankheit und Entzündung. Meist greifen mehrere Ursachen ineinander, und die wenigsten haben mit „zu wenig Geld für Essen“ zu tun.

Krankheit, Krebs und Operationen

Krankheitsbedingte Mangelernährung ist in wohlhabenden Ländern die häufigste Form. Krebs, COPD, Herzschwäche, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Nierenerkrankungen halten eine Entzündung am Laufen, die Muskeln abbaut und den Appetit dämpft. Bei Krebs kommen Übelkeit, Geschmacksveränderung und entzündete Schleimhäute durch die Therapie dazu; die ESPEN schätzt, dass 10 bis 20 % der Krebspatient:innen eher an den Folgen der Mangelernährung sterben als am Tumor. Nach großen Operationen gehört der Ernährungszustand deshalb vor und nach dem Eingriff zur Routine. Mehr dazu im Kapitel Trinknahrung bei Krebs.

Psyche, Medikamente und Lebensumstände

Depression ist im Alter eine der häufigsten Ursachen für Appetitverlust, Demenz lässt Mahlzeiten vergessen, Trauer und Einsamkeit nehmen dem Essen den Sinn: Wer allein isst, isst weniger, das ist gut belegt. Medikamente wirken mit, oft mehrere gleichzeitig; Appetitverlust, Mundtrockenheit, Geschmacksstörung, Übelkeit und Müdigkeit stehen bei vielen Wirkstoffen im Beipackzettel. Dazu kommen schmerzende Zähne, schlecht sitzende Prothesen, Schluckstörungen und selbst gewählte Diäten; wer mit über 75 noch streng salz- oder cholesterinarm isst, hat ein höheres Risiko. Essstörungen und Alkoholabhängigkeit sind weitere Ursachen, bei denen der Wiederaufbau ärztlich begleitet gehört.

Nach einer Operation zu Hause: Appetit und Kraft kommen oft langsamer zurück als die Wunde heilt
Nach Krankheit oder OP ist der Bedarf höher und der Appetit kleiner. Genau in dieser Lücke entsteht Mangelernährung.
05 Im Alter

Mangelernährung im Alter: warum sie so oft übersehen wird

Mit dem Alter sinkt der Energiebedarf, der Bedarf an Eiweiß und Nährstoffen bleibt. Gleichzeitig lassen Appetit, Geruch, Geschmack und Durstgefühl nach, Fachleute nennen das die „Anorexie des Alters“. Ein paar Kilo weniger wirken da normal, sind es aber oft nicht, und genau deshalb wird die Mangelernährung im Alter so häufig übersehen.

Gewichtsverlust im Alter: ab wann es ernst ist

Ab 5 % in drei Monaten oder 10 % in sechs Monaten gilt ungewollter Gewichtsverlust als Alarmwert, bei 65 kg sind das gut drei Kilo in einem Quartal. Die DGEM nennt für Menschen ab 65 zusätzlich einen BMI unter 20 als Kriterium. Wichtig ist das Wort „ungewollt“: Wer bewusst abnimmt, ist nicht gemeint. Das Problem im Alter ist die Gewöhnung. Das neue Gewicht wird schnell zum Normalzustand, die Waage steht im Keller, und die Ärztin sieht die Person nur alle paar Monate. Rechne es mit dem Gewichts-Check nach und notiere das Gewicht einmal im Monat.

Interaktiv

Warnzeichen, die Angehörige sehen

Tippe an, was du in den letzten Wochen beobachtet hast. Die Liste stammt aus den Hinweisen von DGE, Verbraucherzentrale und Pflege-Ratgebern.

Appetitlosigkeit im Alter: Was hilft

Rund 29 % der Älteren haben kaum Appetit, zu Hause jede vierte Person, im Pflegeheim fast jede zweite, und Appetitverlust hängt eng mit Mangelernährung zusammen. Was hilft, ist Expertenkonsens mit dünner Studienlage, aber im Alltag erprobt: fünf bis sechs kleine Mahlzeiten statt drei große, Fingerfood zum Nebenbei-Essen, kräftig würzen mit Kräutern statt Salz, bunte Teller mit Kontrast zum Tisch. Gesellschaft ist der stärkste Hebel: Wer mit anderen isst, isst mehr, ob am Familientisch, beim Mittagstisch der Gemeinde oder mit der Nachbarin.

Bei älteren Menschen ist das Gewicht der ehrlichste Laborwert, den es gibt. Wer einmal im Monat wiegt und aufschreibt, sieht den Mangel ein halbes Jahr früher als jede Blutabnahme.

Joerg Hauke, Ernährungsexperte, fachliche Prüfung dieses Artikels

Dazu gehört, Ursachen abzuräumen: die Zahnprothese prüfen lassen, Medikamente in der Praxis auf Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und Übelkeit durchgehen, bei Niedergeschlagenheit die Depression behandeln. Bewegung vor dem Essen regt den Appetit an, dafür gibt es Einzelstudien, nicht mehr. Bittertropfen sind als traditionelles Mittel zugelassen, Studien an Älteren fehlen. Verschreibungspflichtige Appetitanreger wie Megestrol haben ernste Nebenwirkungen und bleiben ärztliche Einzelentscheidungen.

Kauen, Schlucken, Demenz: wenn Essen schwer wird

Wenn Kauen schmerzt oder Schlucken unsicher ist, sinkt die Essmenge, lange bevor jemand es sagt. Zeichen sind Husten beim Trinken, lange Kauzeiten, Essen, das im Mund bleibt, und die neue Vorliebe für Brei. Dann hilft texturangepasste, angereicherte Kost, nicht einfach mehr vom Gleichen; nach einem Schlaganfall klärt die Logopädie die Schluckstörung ab. Bei Demenz vergessen Menschen Mahlzeiten oder erkennen Essen nicht mehr: feste Zeiten, Fingerfood, Hilfe beim Essen und Geduld bringen hier mehr als jede Trinknahrung. Wie du bei Schluckbeschwerden isst und trinkst, erklärt der eigene Artikel.

Regelmäßig wiegen: In der Hausarztpraxis zählt das Gewicht im Verlauf, nicht der Einzelwert
Einmal im Monat auf die Waage, aufschreiben, mitbringen: Der Gewichtsverlauf ist für die Praxis mehr wert als jeder Einzelwert.
06 Behandlung

Was tun bei Mangelernährung? Behandlung in Stufen

Die Behandlung folgt einem Stufenplan, den ESPEN und DGEM vorgeben und der so auch in der Arzneimittel-Richtlinie steht: Keine Stufe wird übersprungen, und Trinknahrung auf Rezept kommt erst, wenn das Essen selbst nicht mehr reicht. Zu Hause ist das weniger Medizin als Küche.

Wie kann man Mangelernährung beheben?

Zuerst die Ursache: Zähne, Medikamente, Depression, Schluckstörung und Grunderkrankung behandeln und unnötige Diäten streichen, etwa strenge Vorgaben bei Diabetes oder Cholesterin im hohen Alter. Dann Beratung durch eine Ernährungsfachkraft, laut ESPEN die „erste Linie“ der Therapie; viele Kassen bezuschussen sie auf Antrag vor Beginn, einen Anspruch gibt es nicht. Danach das Essen selbst: anreichern, Zwischenmahlzeiten, bei Bedarf Protein- oder Kohlenhydratpulver. Erst wenn das nicht reicht, Trinknahrung, dann Sonde, zuletzt Infusion. Bewegung gehört in jede Stufe, weil auch alte Muskeln auf Training reagieren. Aus den Stufen wird im nächsten Kapitel ein Plan für den Alltag.

Der Stufenplan bei Mangelernährung

  1. 1 Ursachen klären, Essen anpassenHausarztpraxis

    Zähne, Medikamente, Stimmung, Schlucken prüfen; Diätvorschriften streichen, die das Essen bremsen; Beratung durch eine Ernährungsfachkraft.

  2. 2 Anreichern und ZwischenmahlzeitenZuhause

    Öl, Butter, Sahne, Nussmus, Käse und Ei in vertraute Gerichte, dazu zwei Zwischenmahlzeiten. Steigert belegt die Energiezufuhr.

  3. 3 TrinknahrungÄrztliches Rezept

    Bilanzierte Diät mit mindestens 400 kcal und 30 g Eiweiß am Tag, mindestens einen Monat, nur wenn Stufe 1 und 2 nicht reichen.

  4. 4 Sonde oder InfusionKlinik, Ernährungsteam

    Wenn über Tage nicht geschluckt werden kann oder über eine Woche weniger als die Hälfte des Bedarfs ankommt; mit Vorsicht vor dem Refeeding-Syndrom.

Reihenfolge nach der ESPEN-Leitlinie Geriatrie 2022 und § 21 der Arzneimittel-Richtlinie. Jede Stufe ergänzt die vorherige, sie ersetzt sie nicht.

Essen anreichern: mehr Energie und Eiweiß ohne größere Portion

Anreichern heißt, vertraute Gerichte energie- und eiweißdichter zu machen, ohne den Teller voller zu machen: ein Esslöffel Rapsöl über das Gemüse, Sahne und Butter ins Püree, geriebener Käse über die Suppe, Nussmus in den Porridge, Vollmilch statt Wasser, ein klein geschnittenes Ei in die Suppe. Die DGE empfiehlt genau das, nennt aber keine Mengen; die Werte unten sind Rechnungen mit dem Bundeslebensmittelschlüssel je Haushaltsmaß. Ein Beispiel: Butter, Sahne, Käse und ein Ei im Kartoffelpüree bringen 322 kcal und 14 g Eiweiß zusätzlich. „Hochkalorische Ernährung“ beginnt also am eigenen Herd. Belegt ist, dass so die Energiezufuhr steigt; ob Gewicht und Kraft folgen, ist weniger gut untersucht.

So viel bringt eine Zugabe

  1. Gouda gerieben, 30 g: 114
  2. Haferflocken, 3 EL: 104
  3. Erdnussmus, 1 EL: 93
  4. Mandelmus, 1 EL: 84
  5. Rapsöl, 10 ml: 83
  6. Mandeln gemahlen, 2 EL: 82
  7. Doppelrahm-Frischkäse, 1 EL: 76
  8. Butter, 1 EL: 75
  9. Ei gekocht, 1 Stück: 72
  10. Avocado, ein Viertel: 66

Kilokalorien je Zugabe nach Bundeslebensmittelschlüssel BLS 4.0 (Max Rubner-Institut), Haushaltsmaße als Näherung: 1 EL Butter 10 g, Nussmus 15 g, Öl 10 ml. Öl, Butter und Sahne bringen Energie ohne Eiweiß; Sahne (2 EL) 62 kcal, Vollmilch statt Wasser (100 ml) 64 kcal.

Trinknahrung bei Mangelernährung

Medizinische Trinknahrung ist eine bilanzierte Diät aus der Apotheke, die Ärzt:innen verordnen dürfen, wenn die Fähigkeit zur normalen Ernährung eingeschränkt ist und Anreichern, Zwischenmahlzeiten und andere Maßnahmen nachweislich nicht reichen (Arzneimittel-Richtlinie § 21 Abs. 1). Eine feste BMI-Grenze gibt es nicht; Erwachsene zahlen 10 % zu, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je Packung. Die ESPEN empfiehlt dann mindestens 400 kcal und 30 g Eiweiß am Tag über mindestens einen Monat, zwischen den Mahlzeiten, nicht statt ihnen. Die Wirkung ist moderat: in Studien rund ein bis zwei Kilo mehr Gewicht, etwas weniger Komplikationen, bei gebrechlichen Älteren wenig gesicherte Evidenz. Welche Produkte es gibt und wann die Kasse zahlt, steht im Artikel über hochkalorische Trinknahrung.

Wie lange dauert es, eine Mangelernährung zu beheben?

Wochen bis Monate, selten schneller. Ältere Menschen nehmen langsamer zu als junge; in Klinikstudien brachte Trinknahrung nach rund 30 Tagen etwa ein Kilo, die ESPEN rät deshalb zu mindestens einem Monat mit monatlicher Kontrolle. Kraft kehrt oft vor dem Gewicht zurück, wenn Bewegung dazukommt. Bei einzelnen Nährstoffen ist es messbar: Eine Eisenmangelanämie bessert sich nach vier Wochen im Blutbild, die Speicher brauchen Monate; wie lange ein Vitaminmangel braucht, hängt vom Vitamin ab. Nach einer langen Hungerphase gilt: langsam aufbauen, nicht schnell.

Refeeding-Syndrom

Wer über Wochen kaum gegessen hat, darf nicht plötzlich viel essen oder hochdosiert Trinknahrung bekommen. Beim Wiederanfüttern fallen Phosphat, Kalium und Magnesium im Blut ab, das kann Herz und Atmung treffen. Leitlinien beginnen bei hohem Risiko mit höchstens 10 kcal je Kilo und steigern über vier bis sieben Tage, mit Vitamin B1 und Blutkontrollen. Mehr dazu beim Phosphatmangel.

07 Alltag

Mangelernährung vorbeugen: So sieht ein guter Tag aus

Vorbeugen ist einfacher als aufholen. Die ESPEN-Leitlinie gibt für ältere Menschen einen Richtwert von 30 kcal und mindestens 1 g Eiweiß je Kilo Körpergewicht am Tag. Hier siehst du, wie ein knapper Tag aussieht und wie derselbe Tag diese Werte erreicht, ohne dass die Portionen größer werden.

Was essen bei Mangelernährung?

Das, was schmeckt, nur dichter: Eiweiß in jede Hauptmahlzeit (Ei, Quark, Käse, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Tofu), fettreiche Milchprodukte statt Magerstufe, Öl und Nüsse als Zugabe, dazu zwei Zwischenmahlzeiten und eine Spätmahlzeit, etwa warme Milch mit Honig oder ein Joghurt. Je 120-g-Portion liefern Hähnchenbrust 37 g, Rinderhack 32 g und Lachs 28 g Eiweiß; pflanzlich sind gebratener Tofu mit 27 g und Sojabohnen mit 19 g je 125 g die Spitze. Was nicht hilft: Diätprodukte, Light-Varianten und Regeln wie „abends nichts mehr“. Der Zeitplan zeigt einen Tag für eine 75-jährige Frau mit 58 kg, gerechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel.

Ein angereicherter Tag: von 889 auf 1.758 kcal

  1. 7:30 Uhr Frühstück: 249 kcal, 6 g Eiweiß

    Eine Scheibe Toast mit Butter und Konfitüre bleibt. Neu: etwas mehr Butter und ein Milchkaffee mit 100 ml Vollmilch statt einem Schuss. Vorher 169 kcal.

  2. 10 Uhr Zwischenmahlzeit: 203 kcal, 17 g Eiweiß

    Neu: 100 g Speisequark (20 % Fett) mit einem Esslöffel Erdnussmus. Die eiweißreichste Mahlzeit des Tages, in fünf Minuten angerührt.

  3. 12:30 Uhr Mittag: 518 kcal, 27 g Eiweiß

    Kleine Portion Püree, 70 g Hähnchenbrust und Karotten bleiben. Neu: Butter und Sahne ins Püree, ein Esslöffel Rapsöl über die Karotten. Vorher 268 kcal.

  4. 15 bis 21 Uhr Nachmittag, Abend, spät: 788 kcal, 30 g Eiweiß

    Joghurt mit gemahlenen Mandeln, abends Brot mit mehr Käse und Crème fraîche als Dip, um 21 Uhr warme Vollmilch mit Honig. Tagessumme 1.758 kcal und 80 g Eiweiß.

Wie viel Energie und Eiweiß am Tag?

Als Richtwert nennt die ESPEN für ältere Menschen 30 kcal je Kilo Körpergewicht und mindestens 1,0 g Eiweiß je Kilo, bei Krankheit 1,2 bis 1,5 g; die DGE setzt ab 65 ebenfalls 1,0 g als Schätzwert an. Für 58 kg sind das rund 1.740 kcal und 58 bis 87 g Eiweiß, verteilt auf mehrere Mahlzeiten mit je 20 bis 30 g. Der Beispieltag ist ein konstruierter Rechenfall mit BLS-Werten, keine Verordnung; er landet bei 80 g Eiweiß, bei einer Nierenerkrankung gehört die Menge ärztlich abgestimmt. Deinen eigenen Bedarf rechnest du mit dem Kalorienrechner und dem Protein-Rechner. Wer im Alter wieder zunehmen will, findet im Artikel Zunehmen im Alter den Plan dazu.

Ältere Frau am Küchentisch mit einem Glas, davor die Saturo Trinkmahlzeit Natural
Eine Flasche am Nachmittag zwischen den Mahlzeiten, kalt aus dem Kühlschrank: eine Mahlzeit mehr am Tag, ohne zu kochen.

Wer am Nachmittag keine vierte Mahlzeit zubereiten mag, kann sie auch trinken. Eine Trinkmahlzeit wie die von Saturo ist ein normales Lebensmittel, kein Arzneimittel und keine ärztlich verordnete Trinknahrung: Bei festgestellter Mangelernährung entscheidet die Ärztin, ob eine bilanzierte Diät auf Rezept nötig ist. Als Baustein eines gut gefüllten Tages zählen die Nährwerte, und die stehen auf dem Etikett.

Trinkmahlzeit 6 x 400 ml
Aus dem Saturo-Sortiment

Trinkmahlzeit: 400 kcal und 36 g Eiweiß aus der Flasche

Eine Flasche (400 ml) enthält laut Nährwerttabelle 400 kcal, 36 g pflanzliches Eiweiß aus Ackerbohne und Soja, 26 Vitamine und Mineralstoffe und 7 bis 8 g Ballaststoffe, vegan und laktosefrei. Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Ein Lebensmittel für den Alltag, keine medizinische Trinknahrung; wichtig bleiben eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

36 gProtein
400kcal
26Vitamine & Mineralstoffe
36 gEiweiß pro Flasche9,0 g pro 100 ml
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$5.17pro Mahlzeit
Trinkmahlzeit · Cocoa$5.17 pro Mahlzeit ·
08 Nachschlagen

Häufige Fragen zu Mangelernährung

Welche Vitamine fehlen bei Mangelernährung?

Kein festes Muster. Mikronährstoffmangel ist eine eigene Diagnose, die oft mitläuft: Bei Älteren am häufigsten Vitamin B12 (10 bis 26 % in westlichen Ländern), dazu Folat, Vitamin B1 und Vitamin D. Bei schwerer Mangelernährung fehlen meist mehrere gleichzeitig. Welches Zeichen zu welchem Vitamin passt, zeigt der Überblick zum Vitaminmangel.

Was passiert mit dem Körper, wenn man auf Dauer zu wenig isst?

Er lebt von Reserven: erst Glykogen und Fett, dann Muskeleiweiß. Kraft, Konzentration und Abwehr lassen nach, die Haut wird dünn, Wunden heilen schlechter. Bei schwerer Unterernährung sinken Puls, Blutdruck und Körpertemperatur, Wasser lagert sich ein. Mit dem Aufbau bilden sich die Folgen meist zurück, bei Älteren langsamer.

Kann Mangelernährung Schwindel verursachen?

Nur indirekt. In keiner Leitlinie ist Schwindel ein Kriterium. Er entsteht eher durch zu wenig Trinken, niedrigen Blutdruck bei schwerer Unterernährung oder eine Eisenmangelanämie, die oft mitkommt. Schwindel bei älteren Menschen gehört immer ärztlich abgeklärt, besonders zusammen mit Schwäche oder Verwirrtheit.

Was ist Malnutritionsprophylaxe?

Vorbeugen in der Pflege: regelmäßiges Screening mit einem anerkannten Fragebogen, Gewicht erfassen, Ursachen wie Zähne, Medikamente oder Depression angehen, Hilfe beim Essen, Zwischenmahlzeiten und angereicherte Kost. In Deutschland regelt das der Expertenstandard Ernährungsmanagement des DNQP, der in Heimen und Kliniken gilt.

Was ist der MNA-Test?

Das Mini Nutritional Assessment, ein Screening für Menschen ab 65: In der Kurzform sechs Fragen zu Essmenge, Gewichtsverlust, Beweglichkeit, akuter Krankheit, Gedächtnis und BMI, maximal 14 Punkte; 12 bis 14 ist normal, 8 bis 11 Risiko, unter 8 Mangelernährung. Eine Selbsttest-Fassung gibt es kostenlos beim Anbieter.

Welche Symptome zeigen Frauen bei Mangelernährung?

Keine anderen als Männer: Gewichtsverlust, Schwäche, Müdigkeit, Infekte, lockere Kleidung. Frauen sind aber häufiger betroffen, weil sie älter werden, öfter allein leben und Appetitverlust bei ihnen häufiger ist. Dazu kommen oft ein Eisenmangel und geringere Muskelreserven, sodass Kraftverlust früher auffällt.

Kann man trotz Übergewicht mangelernährt sein?

Ja. Wer bei BMI 28 in drei Monaten sechs Kilo verliert, erfüllt das Kriterium Gewichtsverlust, auch wenn die Zahl „normal“ wirkt. Der Pflege-Expertenstandard warnt, dass Mangelernährung bei Übergewicht oft übersehen wird, und die ESPEN verlangt das Screening ausdrücklich auch bei Adipositas. Entscheidend sind Verlauf, Essmenge und Muskelkraft.

Zahlt die Krankenkasse Trinknahrung bei Mangelernährung?

Nur als bilanzierte Diät auf Rezept, wenn die Fähigkeit zur normalen Ernährung eingeschränkt ist und Anreichern und andere Maßnahmen nicht reichen. Eine feste BMI-Grenze oder Diagnoseliste gibt es nicht. Erwachsene zahlen 10 % zu, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je Packung. Mehr im Artikel über hochkalorische Trinknahrung.

Quellen · 43 Quellen anzeigen
  1. Cederholm T. et al.: ESPEN guidelines on definitions and terminology of clinical nutrition. Clinical Nutrition 2017; 36(1): 49–64.
  2. Valentini L. et al.: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM): DGEM-Terminologie in der Klinischen Ernährung. Aktuelle Ernährungsmedizin 2013; 38: 97–111.
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM): Mangelernährung. Themenseite, abgerufen am 19.10.2026.
  4. Cederholm T., Jensen G. L., Correia M. I. T. D. et al.: GLIM criteria for the diagnosis of malnutrition. A consensus report from the global clinical nutrition community. Clinical Nutrition 2019; 38(1): 1–9.
  5. Cederholm T. et al.: The GLIM consensus approach to diagnosis of malnutrition: A 5-year update. Clinical Nutrition 2025; 49: 11–20.
  6. Cruz-Jentoft A. J. et al.: Sarcopenia: revised European consensus on definition and diagnosis. Age and Ageing 2019; 48(1): 16–31.
  7. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): ICD-10-GM Version 2026, Kapitel IV, E40–E46 Mangelernährung.
  8. World Health Organization (WHO): Malnutrition. Fact sheet, 1. März 2024.
  9. UNICEF, WHO, World Bank: Levels and trends in child malnutrition. Joint Child Malnutrition Estimates, Ausgabe 2025 (Daten 2024).
  10. Volkert D., Weber J., Kiesswetter E., Sulz I., Hiesmayr M.: Ernährungssituation in Krankenhäusern und Pflegeheimen – Auswertung der nutritionDay-Daten für Deutschland. 14. DGE-Ernährungsbericht, Vorveröffentlichung Kapitel 2. Bonn 2019.
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Gregor Aßlaber
Gregor AßlaberAutor · Redakteur Saturo

Schreibt seit 2019 für Saturo über Ernährung, Nährstoffe und die Frage, wie gute Versorgung im Alltag praktisch funktioniert.

Joerg Hauke
Joerg HaukeFachliche Prüfung · Ernährungsexperte

Hat diesen Artikel am 20. Oktober 2026 auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.