Vitamin-A-Mangel: Symptome, Ursachen und Behandlung
Schlechter sehen in der Dämmerung, trockene Augen? Das Auge merkt einen Vitamin-A-Mangel als Erstes, bei Gesunden ist er selten. Welche Symptome dazugehören, wie viel du brauchst, ab wann es zu viel wird und wo es drinsteckt.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Frauen 700, Männer 850 Mikrogramm Retinol-Äquivalent am Tag laut DGE. Eine gekochte Karotte oder 100 g Süßkartoffel decken das schon, 100 g Kalbsleber das Dreißigfache.
Aus zwölf Mikrogramm Beta-Carotin macht der Körper ein Mikrogramm Vitamin A. Karotte, Kürbis und Spinat liefern trotzdem reichlich, aber nur, wenn etwas Fett auf dem Teller liegt.
So lange reichen gut gefüllte Leberspeicher, selbst wenn kaum Vitamin A ankommt. Deshalb fällt der Blutwert erst spät, und deshalb ist der Mangel bei Gesunden so selten.
Schlechtes Sehen in der Dämmerung ist das früheste und bestbelegte Symptom, dann folgen trockene Augen und Infekte. Haarausfall und Muskelschmerzen gehören nicht dazu: Sie sind Zeichen von zu viel.
Vitamin-A-Mangel Symptome: Woran du ihn erkennst
Vitamin A ist Baustein des Sehpurpurs in der Netzhaut, hält Haut und Schleimhäute in Form und steuert die Reifung von Abwehrzellen. Fehlt es, meldet sich zuerst das Auge: erst schlechtes Sehen in der Dämmerung, dann trockene Augen, dann Haut und Infekte. In Deutschland ist ein echter Mangel selten; wer ihn bekommt, hat fast immer einen Grund, bei dem Fett im Darm nicht ankommt (Kapitel 2).
Erstes Anzeichen: Nachtblindheit
Nachtblindheit ist das früheste Zeichen des Mangels: Die Stäbchen der Netzhaut brauchen für ihren Sehpurpur mit jedem Lichtreiz frisches Vitamin A. Fehlt Nachschub, dauert die Anpassung an Dunkelheit Minuten statt Sekunden: Man tritt aus dem hellen Supermarkt auf den dunklen Parkplatz und sieht fast nichts. Laut WHO ist das Zeichen empfindlich und spezifisch für niedriges Retinol, meist unter 0,7 µmol/l, und es verschwindet unter Vitamin A innerhalb von ein bis zwei Tagen. In Deutschland stecken meist andere Ursachen dahinter: Retinitis pigmentosa, Grauer Star, Kurzsichtigkeit. Deshalb zuerst zur Augenärztin.
Vitamin-A-Mangel Symptome Augen: von trockenen Augen bis Xerophthalmie
Bleibt der Mangel, verhornt die Bindehaut, der Tränenfilm reißt, das Augenweiß wird stumpf und faltig. Die Medizin nennt das Xerophthalmie, und die WHO teilt sie in Stufen (Kapitel 4): Auf die trockene Bindehaut folgen Bitot-Flecken, weißliche schaumige Beläge neben der Hornhaut, dann wird die Hornhaut trüb und kann in Tagen einschmelzen. Bis zur trockenen Hornhaut ist alles umkehrbar. Die wichtigste Abgrenzung: Das sandige Gefühl nach acht Stunden Bildschirm ist ein Trockenes-Auge-Syndrom mit instabilem Tränenfilm und hat mit Vitamin A nichts zu tun.
Vitamin-A-Mangel Symptome Haut, Schleimhäute und Infekte
Die Haut wird trocken, rau und schuppig, an Oberarmen und Oberschenkeln können verhornte Knötchen um die Haarfollikel entstehen (Reibeisenhaut). Ehrlich eingeordnet: Reibeisenhaut ist kein spezifisches Vitamin-A-Zeichen; eine dermatologische Übersichtsarbeit fand mehrere Ursachen und die stärkste Verbindung zu allgemeiner Mangelernährung, und die harmlose Keratosis pilaris ist um ein Vielfaches häufiger. Unsichtbar passiert dieselbe Verhornung in Atemwegen und Darm: weniger Schleim, weniger Abwehrzellen, häufigere Infekte und Durchfälle. Bei Kindern mit schwerem Mangel kommen verzögertes Wachstum und eine Blutarmut dazu, die keine Eisenmangelanämie ist, sondern eine Verteilungsstörung des Eisens.
Vitamin-A-Mangel Symptome bei Frauen
Es gibt keine Symptome, die nur Frauen bekommen; frauenspezifisch ist der Bedarf. In der Schwangerschaft steigt der Referenzwert ab dem vierten Monat auf 800 µg, in der Stillzeit auf 1.300 µg, weil das Kind sein Vitamin A über die Muttermilch bekommt. In Deutschland ist eher zu viel Retinol in der Frühschwangerschaft das Thema, und nach den Wechseljahren gilt wegen der Knochen eine niedrigere Obergrenze (Kapitel 7). Zyklusstörungen, Wechseljahresbeschwerden und Haarausfall sind keine belegten Mangelzeichen.
Was wirklich zu Vitamin-A-Mangel passt
Die meistgesuchten Beschwerden und die Studienlage: belegt (WHO, DGE, Referenzwerk), möglich (Beobachtungsstudien ohne bewiesene Ursache), unbelegt (keine Primärquelle) und, nur bei Vitamin A, Zeichen von zu viel.
| Was die Studien sagen | Einstufung | |
|---|---|---|
| Nachtblindheit | Frühestes Zeichen, empfindlich und spezifisch für niedriges Retinol (WHO) | Belegt |
| Trockene Augen, Bitot-Flecken | Xerophthalmie in WHO-Stufen, bei schwerem Mangel Hornhautschaden | Belegt |
| Häufige Infekte | Verhornte Schleimhäute, weniger Abwehrzellen; Masern verlaufen schwerer | Belegt |
| Wachstum bei Kindern | Wachstumsverzögerung in DGE-FAQ und Referenzwerken genannt | Belegt |
| Blutarmut | Verteilungsstörung des Eisens, keine Eisenmangelanämie; vor allem bei schwerem Mangel | Belegt |
| Trockene, raue Haut | Verhornung plausibel, Reibeisenhaut aber unspezifisch (Maronn 2005) | Möglich |
| Psyche, Depression | Eine Querschnittsstudie zur Zufuhr, keine zum Mangel, keine Ursache-Wirkung | Möglich |
| Gewichtszunahme | Nur Korrelation: mehr Bauchfett geht mit niedrigerem Retinol einher, Richtung unklar | Möglich |
| Müdigkeit | In keiner Primärquelle als Mangelzeichen geführt | Unbelegt |
| Akne | Retinoide behandeln Akne, ein Mangel löst sie nicht aus | Unbelegt |
| Schilddrüse | Keine Primärquelle gefunden, Portale nennen es ohne Beleg | Unbelegt |
| Haarausfall | DGE-FAQ nennt es als Symptom der Vitamin-A-Überdosierung | Zeichen von zu viel |
| Muskelschmerzen | DGE-FAQ nennt sie als Symptom der Überdosierung, beim Mangel nur unspezifische Schwäche | Zeichen von zu viel |
Einstufung nach den Quellen in Kapitel 8 (WHO-VMNIS, DGE-FAQ 2020, Merck Manual, Maronn 2005, Frontiers in Nutrition 2025). Stand 24. September 2026.
Vitamin-A-Mangel und Psyche, Gewichtszunahme, Haare: Was stimmt?
Psyche: Eine Querschnittsstudie von 2025 fand mehr depressive Symptome bei niedriger Vitamin-A-Zufuhr, eine Momentaufnahme ohne Mangelnachweis und ohne Ursache-Wirkung. Wer niedergeschlagen ist, denkt eher an Vitamin D, B12 und Folsäure. Gewichtszunahme: Bei 200 Frauen ging mehr Bauchfett mit niedrigerem Retinol einher; wahrscheinlicher verteilt sich Vitamin A bei mehr Körperfett anders, als dass der Mangel dick macht. Haare: Haarausfall steht in der DGE-FAQ bei den Zeichen einer Vitamin-A-Vergiftung. Wer Haare verliert und Präparate oder Lebertran nimmt, setzt sie ab und lässt Eisen, Zink und Schilddrüse prüfen.
Schlechteres Sehen in der Dämmerung, das über Wochen zunimmt, gehört zur Augenärztin, unabhängig vom Vitamin. Sofort in die Augenklinik bei plötzlicher Sehverschlechterung, Schmerzen oder einem trüben Fleck auf der Hornhaut. Bei Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankung zusätzlich der Vitamin-A-Wert.
Vitamin-A-Mangel Ursachen: Wer wirklich gefährdet ist
Vitamin A ist fettlöslich: Es braucht Fett in der Mahlzeit, Gallensäuren und Enzyme der Bauchspeicheldrüse, wandert dann in die Leber und wird von dort an ein Transporteiweiß gebunden ins Blut abgegeben. Ein Mangel entsteht auf vier Wegen, und der erste ist bei uns der seltenste: zu wenig Zufuhr. Laut Verzehrsstudie nehmen Männer im Mittel 1,8 mg und Frauen 1,5 mg Retinol-Äquivalente auf, deutlich mehr als empfohlen. Häufiger sind gestörte Aufnahme, ein leerer Speicher und ein blockierter Transport.
Darm, Galle, Bauchspeicheldrüse: wenn Fett nicht ankommt
Die häufigste Ursache in Deutschland ist eine Fettmalabsorption: Die DGE nennt chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Lebererkrankungen und Störungen der Bauchspeicheldrüse; dazu kommen Zöliakie, Mukoviszidose, Gallenstau und ein verkürzter Dünndarm. Zwei Medikamente wirken an derselben Stelle: Orlistat blockiert die Fettverdauung, laut Fachinformation kann die Aufnahme der Vitamine A, D, E, K und von Beta-Carotin leiden; Gallensäurebinder wie Colestyramin fangen die Gallensäuren ab. Wo Fett nicht ankommt, fehlen alle vier fettlöslichen Vitamine gemeinsam: Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K werden deshalb mit kontrolliert.
Vitamin-A-Mangel nach Magen-OP
Nach Magenbypass und Schlauchmagen wird Vitamin A kritisch: kleine Portionen, Fett wird schlechter vertragen, beim Bypass ist der Darmabschnitt ausgeschaltet, in dem Galle und Fett zusammentreffen. In einer US-Auswertung hatten 35 % der Operierten sechs Wochen nach dem Bypass einen Mangel, nach einem Jahr noch 18 %; eine Zwei-Jahres-Studie fand den Höhepunkt nach sechs Monaten bei 33 %. Anders als Eisen, B12 und Vitamin D wird Vitamin A in der Nachsorge nicht überall gemessen; wer nach der OP im Dunkeln schlechter sieht, fordert es beim nächsten Labortermin ein.
Leber, Alkohol, Zink: wenn der Speicher nicht liefert
Die Leber hält je nach Quelle 40 bis 90 % des Vitamin-A-Bestands. Alkohol schaltet dort Enzyme an (vor allem CYP2E1), die Vitamin A beschleunigt abbauen; bei chronischem Konsum sinken die Speicher lange vor einer Zirrhose. Für das retinolbindende Protein braucht die Leber Zink: Fehlt es, bleibt Vitamin A im Speicher stecken und der Blutwert fällt trotz voller Leber (siehe Zinkmangel). Nicht auf die Liste gehört die Niere: Bei chronischer Niereninsuffizienz sind die Retinolwerte eher erhöht, weil die Niere den Transportkomplex nicht mehr abbaut.
Zu wenig im Essen: fettarm, einseitig, vegan
Drei Muster führen aus dem Essen heraus in den Mangel. Fettarme Kost über Monate: Ohne Fett rutscht das Beta-Carotin ungenutzt durch den Darm (Kapitel 6). Einseitige Ernährung ohne Gemüse, Eier und Milchprodukte. Und vegane Ernährung, die nur Beta-Carotin liefert (Umwandlung 12:1); das reicht bei buntem Gemüse, aber Studien deuten darauf hin, dass ein großer Teil der Bevölkerung Enzymvarianten trägt, die die Ausbeute um bis zu zwei Drittel senken. In der BfR-Studie hatten Veganer:innen niedrigere Vitamin-A-Blutwerte als Mischköstler:innen, ohne Mangel.
So arbeitet Vitamin A im Körper
Drei Stationen vom Teller bis zur Netzhaut. Wer sie kennt, versteht, warum Karotten Fett brauchen, warum der Blutwert erst spät fällt und warum Leber die beste und gefährlichste Quelle zugleich ist.
Aufnahme: Retinol und Beta-Carotin
Tierische Lebensmittel liefern fertiges Retinol (Leber, Eigelb, Butter, Käse, fetter Fisch), Pflanzen liefern Beta-Carotin, das die Darmwand in Retinol spaltet. Beide sind fettlöslich: Im Dünndarm werden sie mit Gallensäuren und Fett zu Tröpfchen verpackt und über die Lymphe ins Blut gebracht. Retinol wird zu einem großen Teil aufgenommen, Beta-Carotin nur zu einem Bruchteil und abhängig vom Fett. Deshalb rechnet die DGE mit 12 : 1, und deshalb bringt ein Salat ohne Dressing fast nichts.
Speicher: die Leber als Vorratskammer
Die Leber lagert Vitamin A in ihren Sternzellen, je nach Quelle 40 bis 90 % des Körperbestands. Bei guter Versorgung reicht der Vorrat mehrere Monate; die Referenzwerte sind so angelegt, dass die Speicher auch nach vier Monaten fast ohne Zufuhr noch ausreichen. Bei Bedarf gibt die Leber Retinol an das retinolbindende Protein gebunden ins Blut ab, das dafür Zink braucht. Solange der Speicher liefert, bleibt der Blutwert normal. Alkohol leert ihn beschleunigt, eine Portion Leber füllt ihn für Wochen.
Wirkung: Sehen, Schleimhaut, Abwehr
In der Netzhaut verbindet sich Vitamin A mit einem Eiweiß zum Sehpurpur der Stäbchen; jeder Lichtreiz verbraucht ein Molekül. Überall sonst wirkt es als Retinsäure im Zellkern und steuert die Ablesung von mehr als 500 Genen: wie sich Haut- und Schleimhautzellen erneuern, wie Abwehrzellen reifen, wie Eisen aus den Speichern freigegeben wird. Genau diese Steuerung macht hohe Dosen gefährlich: Zu viel Retinsäure verändert die Entwicklung des Embryos.
Vitamin-A-Mangel feststellen: Blutwerte und Test
Der Standardwert ist das Retinol im Blutserum. Die WHO setzt die Grenze bei 0,70 µmol/l (20 µg/dl): darunter unzureichend versorgt, unter 0,35 µmol/l schwerer Mangel. Vorsicht beim Laborzettel: Viele Labore drucken einen Normbereich von etwa 0,35 bis 3,5 µmol/l, eine Spanne gesunder Erwachsener und keine Mangelgrenze. Wer bei 0,5 liegt, ist „im Normbereich“ und nach WHO trotzdem unterversorgt.
Warum der Blutwert erst spät fällt
Der Körper regelt Vitamin A im Blut wie einen Thermostat: Die Leber gibt so viel Retinol ab, dass der Spiegel konstant bleibt. Erst wenn der Speicher fast leer ist, fällt der Wert; ein normales Serum-Retinol schließt einen beginnenden Mangel also nicht aus. Die zweite Falle ist die Entzündung: Bei Infekt, Operation oder Schub drosselt die Leber das Transportprotein, Retinol sinkt ohne Mangel. Das BRINDA-Projekt fand bei Kindern 12 bis 18 Prozentpunkte weniger „Mangel“, sobald man die Entzündung herausrechnet; grenzwertige Werte bei erhöhtem CRP werden nach vier Wochen wiederholt.
Vitamin-A-Mangel Test: Praxis oder Heimtest?
In der Praxis wird Serum-Retinol bestimmt, am besten mit CRP, Vitamin D, E, K, Zink und Leberwerten, weil ein Vitamin-A-Mangel fast nie allein kommt. Versandtests messen aus wenigen Tropfen Trockenblut dasselbe trans-Retinol, aber ohne Entzündungswert und ohne die Frage nach der Ursache. Wer einen Grund hat (Darm, Leber, Magen-OP, Alkohol, Nachtblindheit), testet in der Praxis; wer keinen hat, braucht den Test nicht. Ob die Kasse zahlt, hängt vom Verdacht ab; eine allgemeine Regel haben wir nicht gefunden.
Nicht in der Erkältungswoche testen. Präparate, Lebertran und Multivitamine der letzten Tage nennen, sie verfälschen nach oben. Und die Frage „Sehe ich in der Dämmerung schlechter als vor einem Jahr?“ ist für die Ärztin so wichtig wie der Wert.
Beim Augenarzt: Die Stufen der Xerophthalmie
Die Augenärztin sieht einen fortgeschrittenen Mangel an der Spaltlampe, ohne Bluttest. Die WHO hat die Zeichen 1982 in eine Reihenfolge gebracht, die zeigt, was noch umkehrbar ist; die Kürzel stehen in Befunden: XN Nachtblindheit, X1A und X1B trockene Bindehaut und Bitot-Flecken, X2 trockene Hornhaut, X3 Hornhautgeschwür, XS Narbe. In Deutschland sieht eine Augenärztin diese Bilder fast nur bei schwerer Darmerkrankung, nach Magen-OP oder bei Alkoholkrankheit.
Von Nachtblindheit bis Hornhautschaden: die WHO-Stufen
-
1
Stufe XNNachtblindheit
Die Stäbchen bekommen keinen Nachschub für den Sehpurpur. Bessert sich unter Vitamin A in ein bis zwei Tagen. Vollständig umkehrbar.
-
2
Stufe X1Trockene Bindehaut, Bitot-Flecken
Die Bindehaut verhornt, wird stumpf und faltig, schaumige Flecken erscheinen neben der Hornhaut. Bildet sich unter Behandlung über Wochen zurück.
-
3
Stufe X2Trockene Hornhaut
Die Hornhaut verliert Glanz, wird rau und trüb. Laut WHO ist das Sehen bis hierhin bei rechtzeitiger Behandlung vollständig zu retten.
-
4
Stufe X3 und XSGeschwür, Narbe
Die Hornhaut schmilzt ein, in Tagen droht die Erblindung. Was heilt, hinterlässt eine Narbe. Nicht mehr umkehrbar.
WHO-Klassifikation der Xerophthalmie (WHO/UNICEF/IVACG 1982, WHO/NMH/NHD/EPG/14.4); X3A und X3B unterscheiden sich nur in der Größe des Geschwürs.
Bei Sehstörungen zählt deshalb der Augenarzttermin in derselben Woche, nicht der Blutwert in vier Wochen: Was die Hornhaut an Geschwüren hatte, heilt mit Narbe.
Vitamin-A-Mangel beheben: Behandlung und Dauer
Ein nachgewiesener Mangel ist gut behandelbar, und das Auge zeigt den Erfolg schneller als jedes Labor. Die Behandlung hat zwei Ebenen: Vitamin A nachfüllen mit einer ärztlich festgelegten Dosis, weit über dem, was ein Nahrungsergänzungsmittel enthalten darf, und die Ursache abstellen, sonst ist der Mangel nach dem Auffüllen wieder da. Wer keinen Mangel hat, sondern trockene Augen oder raue Haut, braucht nichts davon: Die Obergrenze liegt nur beim Vierfachen des Bedarfs.
Ärztliche Therapie: Dosis, Dauer, wie schnell es besser wird
Die WHO gibt bei Xerophthalmie ein festes Schema: 200.000 Internationale Einheiten (rund 60.000 µg) an Tag 1, 2 und 14 für alle ab einem Jahr, Säuglinge die Hälfte oder ein Viertel. Das Merck Manual nennt für Erwachsene ohne Augenschäden 60.000 IE täglich über zwei Tage, danach 4.500 IE als Erhaltung; bei gestörter Aufnahme wird gespritzt. Die Nachtblindheit verschwindet in ein bis zwei Tagen, Bitot-Flecken heilen über Wochen, die Speicher füllen sich über Monate, Hornhautnarben bleiben. Die Dosis wird gesenkt, sobald die Speicher voll sind; in der Schwangerschaft sind Hochdosen tabu.
Bei Vitamin A gilt die Reihenfolge strenger als bei jedem anderen Vitamin: erst der Blutwert und die Frage, warum er niedrig ist, dann die Dosis, dann die Kontrolle. Wer ohne Befund hoch dosiert, weil die Augen trocken sind, füllt einen vollen Speicher weiter auf. Und für die meisten, die hier landen, ist die richtige Antwort eine Karotte mit einem Löffel Öl, nicht eine Kapsel.
Joerg Hauke, Ernährungsexperte, fachliche Prüfung dieses Artikels
Die Ursache behandeln: Darm, Leber, Magen-OP
Bei Zöliakie heilt die Darmschleimhaut unter glutenfreier Kost, bei Morbus Crohn wird nach dem Schub neu gemessen, weil die Entzündung den Wert drückt. Bei Mukoviszidose und Bauchspeicheldrüsenentzündung werden Pankreasenzyme gegeben und die fettlöslichen Vitamine dauerhaft ersetzt, nach Magenbypass gehört Vitamin A in die lebenslange Nachsorge mit jährlicher Kontrolle. Bei Alkoholkrankheit wird nur vorsichtig ersetzt, weil Alkohol und hoch dosiertes Vitamin A die Leber gemeinsam stärker schädigen. Wer Zink- oder Eiweißmangel hat, bekommt beides mit, sonst bringt die Leber das Vitamin nicht ins Blut.
Von Bedarf bis zu viel: Vitamin A in Zahlen
-
1
Referenzwert700–850 µg
Tagesbedarf laut DGE, Frauen 700, Männer 850 Mikrogramm Retinol-Äquivalent. Eine gekochte Karotte deckt das, eine Flasche Trinkmahlzeit liefert rund 240 µg.
-
2
Höchstmenge im Präparat200 µg
Empfehlung des BfR für die Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels, weil die Zufuhr aus dem Essen schon hoch ist. Für Beta-Carotin gelten 3,5 mg.
-
3
Obergrenze3.000 µg
Tolerable Upper Intake Level der EFSA, 2024 bestätigt, abgeleitet aus dem Fehlbildungsrisiko. Für Frauen nach den Wechseljahren nennt das BfR 1.500 µg.
-
4
Eine Portion Leber21.000 µg
100 g gebratene Kalbsleber laut USDA: das Dreißigfache des Tagesbedarfs einer Frau und das Siebenfache der Obergrenze. Deshalb selten, in der Schwangerschaft gar nicht.
DGE 2020; BfR-Höchstmengenvorschläge Vitamin A und Beta-Carotin (2024); EFSA 2024 (UL 3.000 µg RE/Tag); USDA SR Legacy.
Zu viel Vitamin A: Symptome einer Überdosierung
Über Lebensmittel passiert eine Überdosierung praktisch nur mit Leber und Lebertran, über Präparate, wenn mehrere kombiniert werden. Die Zeichen sind laut DGE unspezifisch: Kopfschmerzen, Übelkeit, schuppende Haut, Haarausfall, brüchige Nägel, Muskel- und Knochenschmerzen, erhöhte Leberwerte. Über Jahre steigt das Risiko für Hüftbrüche, in der Frühschwangerschaft das für Fehlbildungen (Kapitel 7). Abbauen lässt sich ein Überschuss nicht beschleunigen: Präparat absetzen, Leber weglassen, der Speicher leert sich über Monate. Auch Retinol-Cremes zählen zur Gesamtzufuhr; das BfR empfiehlt seit 2014, die Aufnahme über Kosmetik zu begrenzen.
Vitamin A Lebensmittel: Wo am meisten drinsteckt
Vitamin A steckt in zwei Farben. Orange und Dunkelgrün steht für Beta-Carotin: Süßkartoffel, Karotte, Kürbis, Spinat, Aprikose. Tierisch steht für fertiges Retinol: Eigelb, Butter, Käse, fetter Fisch und mit riesigem Abstand Leber. Die Balken zeigen die Top 10 beider Gruppen pro 100 g, so wie gegessen, in Mikrogramm Retinol-Äquivalent (12 µg Beta-Carotin zählen als 1 µg), Werte aus der USDA-Datenbank. Leber und Lebertran fehlen im Balken: Mit 21.000 µg wäre Kalbsleber zwanzigmal länger als der längste Balken.
Vitamin A pro 100 g: Top 10 pflanzlich und tierisch (ohne Leber)
µg Retinol-Äquivalent pro 100 g, USDA SR Legacy 2018. In Portionen: 150 g Süßkartoffel 1.442 µg, eine rohe Karotte 668 µg, 150 g Spinat 786 µg, 6 getrocknete Aprikosen 54 µg. Feldsalat laut Bundeslebensmittelschlüssel 267 µg. Alle Werte gelten nur mit etwas Fett in der Mahlzeit.
Leber und Leberwurst: wie oft ist gut?
Leber ist die einzige Quelle, mit der man sich über Lebensmittel überdosiert. Das BfR zitiert aus dem Lebensmittel-Monitoring 17 bis 29 mg pro 100 g Schlachttierleber, das Zwanzig- bis Vierzigfache des Tagesbedarfs, und warnt bei den rund 40 % der Bevölkerung, die Leber essen, vor „erheblichen Überschreitungen“ der Obergrenze. Die EFSA rechnet vor, dass die Zufuhr darunter bleibt, wenn Leber einmal im Monat oder seltener auf den Tisch kommt; Schwangere verzichten im ersten Drittel ganz. Deutsche Leberwurst liegt laut Bundeslebensmittelschlüssel bei rund 4.050 µg pro 100 g, zwei Scheiben bei etwa 1.200 µg.
Karotten roh oder gekocht? Mit Fett zählt
Roh oder gekocht ist fast egal (835 gegen 852 µg), Kochen und Pürieren verbessern die Verwertung um 18 % bis zum Sechsfachen. Entscheidend ist das Fett: In einer Studie der Ohio State University aßen Probanden Salat mit fettfreiem Dressing, mit 6 g oder 28 g Rapsöl; mit null Fett war im Blut praktisch kein Beta-Carotin nachweisbar. Eine zweite Studie legte 150 g Avocado oder 24 g Avocadoöl auf den Salat und maß bis zu 15-fach höhere Beta-Carotin-Werte; Pflanzensterin-Margarinen halbieren die Aufnahme. Ein Löffel Öl, ein halbes Ei, ein Stück Käse reichen.
Vitamin-A-Mangel: was essen? Mischkost, vegan, Trinkmahlzeit
Mischkost: eine rohe Karotte (668 µg), ein Ei (75 µg), 30 g Cheddar (79 µg) und eine Portion Honigmelone (254 µg) ergeben rund 1.080 µg, das 1,5-Fache des Bedarfs einer Frau. Vegan: 100 g gekochter Kürbis (558 µg), 80 g Grünkohl (193 µg) und eine Karotte (668 µg) ergeben rund 1.420 µg, mit einem Löffel Öl kommt es auch an. An Tagen ohne Gemüse, Ei und Käse ist eine Trinkmahlzeit ein planbarer Beitrag: Eine Flasche Saturo liefert 239 bis 245 µg Vitamin A, 30 bis 31 % der Referenzmenge; das ersetzt keine Behandlung bei nachgewiesenem Mangel.
Zugelassene Aussagen laut EU: Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft, zur Erhaltung normaler Haut und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Die Menge pro Flasche liegt weit unter der Obergrenze; wer in der Schwangerschaft zusätzlich Präparate nimmt, klärt die Summe ärztlich.

Trinkmahlzeit: eine vollwertige Mahlzeit aus der Flasche
26 Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin A, Vitamin D und Zink. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft und normaler Haut sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Referenzmenge für Vitamin A: 800 µg pro Tag. In der Schwangerschaft die Summe aus allen Vitamin-A-Quellen ärztlich abstimmen.
Schwangerschaft, Rauchen, Kinder: Wer bei Vitamin A genauer hinsehen muss
Bei gesunden Erwachsenen ist Vitamin A unauffällig. Vier Gruppen sind die Ausnahme, und bei dreien geht es um zu viel: Schwangere, Raucher:innen und Frauen nach den Wechseljahren; nur bei Kindern in armen Ländern rettet Vitamin A Leben.
Vitamin A in Schwangerschaft und Stillzeit: wie viel ist gut, was ist zu viel?
Der Bedarf steigt ab dem vierten Monat auf 800 µg, in der Stillzeit auf 1.300 µg, weil das Kind seinen Speicher über die Muttermilch füllt. Aus Gemüse, Eiern und Milchprodukten ist das ohne Risiko gedeckt. Die Gefahr ist fertiges Retinol in hoher Dosis im ersten Drittel: Retinsäure steuert die Entwicklung des Embryos, zu viel erhöht das Risiko für Fehlbildungen an Kopf, Herz und Nervensystem. Drei Regeln: Leber im ersten Trimester weglassen, Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache, Retinoid-Cremes pausieren.
Im ersten Drittel keine Leber und keine Leberwurst, danach höchstens selten. Keine Präparate mit Retinol, Retinylacetat oder Retinylpalmitat und kein Lebertran ohne ärztliche Rücksprache; Beta-Carotin aus Gemüse ist in Ordnung. Isotretinoin gegen Akne muss vorher abgesetzt sein.
Vitamin A und Rauchen: Warum Beta-Carotin-Präparate tabu sind
Vitamin A und Beta-Carotin aus Lebensmitteln sind für Raucher:innen so unbedenklich wie für alle anderen. Beta-Carotin aus der Kapsel nicht: Die finnische ATBC-Studie mit 29.000 Rauchern und die amerikanische CARET-Studie mit 18.000 Raucher:innen und Asbestarbeitern fanden unter täglich 20 bis 30 mg über Jahre mehr Lungenkrebs und mehr Todesfälle als unter Placebo, CARET wurde vorzeitig abgebrochen. Das BfR stuft 20 mg als niedrigste schädliche Dosis ein und empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 3,5 mg. Wer raucht, nimmt keine Beta-Carotin-Präparate und keine Bräunungskapseln; Karotte und Kürbis bleiben auf dem Teller.
Kinder weltweit: Masern, Blindheit und die 12 Prozent
Weltweit ist Vitamin-A-Mangel ein großes Gesundheitsproblem: Eine Übersichtsarbeit von 2023 schätzt 14,7 % der Kinder in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen als betroffen, rund 334 Millionen. Zwei Cochrane-Reviews zeigen die Wirkung: Die regelmäßige Gabe an Kinder von sechs Monaten bis fünf Jahren senkt die Gesamtsterblichkeit um 12 %, und bei Masern senken zwei Hochdosen die Sterblichkeit hospitalisierter Kinder unter zwei Jahren. In Deutschland sieht die DGE rechnerisch nur Mädchen zwischen 7 und 12 Jahren unter dem Referenzwert; Kinder hier brauchen Gemüse und Eier, keine Tropfen.
Ältere, Knochen und die Wechseljahre
Im Alter bleibt der Referenzwert bei 700 und 850 µg; das Risiko liegt oben. Eine schwedische Studie fand 1998, dass das Hüftfrakturrisiko bei Frauen mit jedem zusätzlichen Milligramm Retinol am Tag um 68 % stieg. Das BfR nennt die Lage widersprüchlich, hält aber für Frauen nach den Wechseljahren an einer Obergrenze von 1.500 µg fest. Laut Verzehrsstudie liegen die 5 % mit der höchsten Zufuhr schon aus dem Essen bei 1,7 bis 2,0 mg, meist durch Leber. Für sie gilt: Leber selten, keine Präparate ohne Grund, die Knochen lieber mit Calcium und Vitamin D versorgen.
Häufige Fragen zu Vitamin-A-Mangel
Wie zeigt sich ein Vitamin-A-Mangel?
Zuerst am Auge: schlechteres Sehen in der Dämmerung, dann trockene Augen, bei längerem Mangel Bitot-Flecken und eine trübe Hornhaut, dazu raue Haut und Infekte. In Deutschland ist er selten und trifft fast nur Menschen mit Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankung, nach Magen-OP oder bei viel Alkohol.
Welches Vitamin fehlt bei Nachtblindheit?
Wenn ein Vitamin die Ursache ist, dann Vitamin A, der Baustein des Sehpurpurs in den Stäbchen. Nachtblindheit ist das früheste Mangelzeichen und bessert sich unter Vitamin A in ein bis zwei Tagen. Meist stecken aber Netzhauterkrankung, Grauer Star oder Kurzsichtigkeit dahinter, deshalb zuerst zur Augenärztin.
Welche Auswirkungen hat Vitamin A auf die Psyche?
Keine belegten. Eine Querschnittsstudie von 2025 fand mehr depressive Symptome bei niedriger Vitamin-A-Zufuhr, eine Momentaufnahme ohne Ursache-Wirkung. Eine Studie, in der Vitamin A die Stimmung bessert, gibt es nicht. Wer niedergeschlagen ist, denkt eher an Schlaf, Vitamin D, B12 und Folsäure.
Ist Vitamin A für Raucher geeignet?
Aus Lebensmitteln ja, aus Präparaten nicht ohne Einschränkung. Beta-Carotin in hoher Dosis aus der Kapsel (20 bis 30 mg am Tag über Jahre) hat in den ATBC- und CARET-Studien das Lungenkrebsrisiko bei Raucher:innen erhöht. Wer raucht, verzichtet auf Beta-Carotin-Präparate und Bräunungskapseln; das BfR empfiehlt höchstens 3,5 mg.
Wie viel Vitamin A ist maximal am Tag erlaubt?
Die europäische Obergrenze für Retinol liegt bei 3.000 µg am Tag, auch für Schwangere; für Frauen nach den Wechseljahren nennt das BfR 1.500 µg. Nahrungsergänzungsmittel sollten höchstens 200 µg enthalten; 100 g Kalbsleber liefern rund 21.000 µg. Für Beta-Carotin aus Gemüse gibt es keine Obergrenze.
Wie merkt man zu viel Vitamin A?
An unspezifischen Zeichen, die oft mit einem Mangel verwechselt werden: Kopfschmerzen, Übelkeit, schuppende Haut, Haarausfall, brüchige Nägel, Muskel- und Knochenschmerzen, erhöhte Leberwerte. Ursache sind fast immer Präparate, Lebertran oder häufig Leber. Gelbe Handflächen nach vielen Karotten sind harmloses Beta-Carotin in der Haut.
Warum kein Vitamin A in der Schwangerschaft?
Gemeint ist Retinol in hoher Dosis; der Bedarf steigt ab dem vierten Monat sogar auf 800 µg. Zu viel Retinsäure im ersten Drittel erhöht das Risiko für Fehlbildungen an Kopf, Herz und Nervensystem. Deshalb keine Leber im ersten Trimester, Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache; Beta-Carotin aus Gemüse ist unbedenklich.
Sind Karotten roh oder gekocht gesünder, und warum mit Öl?
Beim Vitamin A fast egal: roh 835, gekocht 852 µg pro 100 g; Kochen und Pürieren verbessern die Verwertung um 18 % bis zum Sechsfachen. Entscheidend ist das Fett: Ohne Fett ist Beta-Carotin im Blut praktisch nicht nachweisbar, mit Avocado oder Öl stieg die Aufnahme bis zum 15-Fachen. Ein Löffel Öl im Dressing reicht.
Quellen · 50 Quellen anzeigen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin A. D-A-CH-Referenzwerte, Neubewertung 2020.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Neue D-A-CH-Referenzwerte für die Vitamin-A-Zufuhr. Pressemeldung 2020.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin A. November 2020.
- EFSA NDA Panel: Scientific opinion on the tolerable upper intake level for preformed vitamin A and β-carotene. EFSA Journal 2024; 22(6): e8814.
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung), Anhang XIII: Referenzmengen für die tägliche Zufuhr (Vitamin A 800 µg).
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012, Anhang: Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Vitamin A: Sehkraft, Haut, Schleimhäute, Immunsystem, Eisenstoffwechsel, Zellspezialisierung).
- Bechthold A., Albrecht V., Leschik-Bonnet E., Heseker H. (DGE): Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland, Teil 1: Daten zur Vitaminzufuhr. Ernährungs Umschau 2012; 59(6): 324–336.
- Max Rubner-Institut: Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 2 (Vitamin A, Beta-Carotin). 2008.
- World Health Organization: Vitamin A deficiency. Nutrition Landscape Information System (NLIS).
- World Health Organization: Xerophthalmia and night blindness for the assessment of clinical vitamin A deficiency in individuals and populations. WHO/NMH/NHD/EPG/14.4, 2014.
- World Health Organization: Measles. Fact sheet.
- Song P., Adeloye D. et al.: The prevalence of vitamin A deficiency and its public health significance in children in low- and middle-income countries: A systematic review and modelling analysis. Journal of Global Health 2023; 13: 04084.
- Merck Manual, Professional Version: Vitamin A Deficiency.
- Merck Manual, Professional Version: Vitamin A Toxicity.
- Maronn M., Allen D. M., Esterly N. B.: Phrynoderma: A Manifestation of Vitamin A Deficiency? … The Rest of the Story. Pediatric Dermatology 2005; 22(1): 60–63.
- Mejia L. A. et al.: Impact of Vitamin A Deficiency on Iron Metabolism and Anemia: A Historical Perspective and Research Advances. Nutrition Reviews 2025; 83(3): 577–585.
- Dietary magnesium intake affects the association between dietary vitamin A and depression: a cross-sectional study. Frontiers in Nutrition 2025.
- Vitamin A Deficiency and Its Association with Visceral Adiposity in Women. 2023 (Querschnittsstudie, 200 Frauen).
- Jalilvand A. et al.: Vitamin A Deficiency in Patients Undergoing Sleeve Gastrectomy and Gastric Bypass: A 2-Year, Single-Center Review. Journal of Laparoendoscopic & Advanced Surgical Techniques 2020.
- Zalesin K. C. et al.: Vitamin A deficiency after gastric bypass surgery: an underreported postoperative complication. Journal of Obesity 2011.
- AWMF: S3-Leitlinie Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen. Register 088-001, Stand 02/2018, abgelaufen, in Überarbeitung.
- Smith J. C. Jr.: The vitamin A-zinc connection: a review. Annals of the New York Academy of Sciences 1980; 355: 62–75.
- Liposoluble vitamins A and E in kidney disease. World Journal of Nephrology 2022.
- Alcohol induced hepatic retinoid depletion is associated with the induction of multiple retinoid catabolizing cytochrome P450 enzymes. 2022.
- Clugston R. D., Blaner W. S.: The Adverse Effects of Alcohol on Vitamin A Metabolism. Nutrients 2012; 4(5): 356–371.
- Zumaraga M. P. P. et al.: Genotype Effects on β-Carotene Conversion to Vitamin A: Implications on Reducing Vitamin A Deficiency in the Philippines. Food and Nutrition Bulletin 2022.
- Weikert C. et al.: Vitamin and Mineral Status in a Vegan Diet. Deutsches Ärzteblatt International 2020; 117(35–36): 575–582.
- ratiopharm GmbH: Fachinformation Orlistat-ratiopharm 60 mg Hartkapseln.
- Larson L. M. et al.: Adjusting retinol-binding protein concentrations for inflammation: Biomarkers Reflecting Inflammation and Nutritional Determinants of Anemia (BRINDA) project. American Journal of Clinical Nutrition 2017; 106(Suppl 1): 390S–401S.
- Gesundheitsportal Österreich (gesundheit.gv.at): Laborwerte, Vitamin A (Retinol), Referenzbereich.
- Gilbert C.: How to manage children with the eye signs of vitamin A deficiency. Community Eye Health 2013; 26(84): 68 (WHO-Dosierschema).
- Imdad A. et al.: Vitamin A supplementation for preventing morbidity and mortality in children from six months to five years of age. Cochrane Database of Systematic Reviews 2022; CD008524.
- Yang H. M., Mao M., Wan C.: Vitamin A for treating measles in children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2005; CD001479.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenvorschläge für Vitamin A in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Stellungnahme 006/2024.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenvorschläge für Beta-Carotin in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Stellungnahme 006/2024.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Stellungnahme 006/2024.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Vitamin A: Aufnahme über kosmetische Mittel sollte begrenzt werden. Stellungnahme 005/2014.
- Netzwerk Gesund ins Leben (BZfE): Ernährungsweise und Getränke in der Schwangerschaft. Handlungsempfehlungen für Fachkreise, Stand 06.07.2026.
- Melhus H., Michaëlsson K. et al.: Excessive Dietary Intake of Vitamin A Is Associated with Reduced Bone Mineral Density and Increased Risk for Hip Fracture. Annals of Internal Medicine 1998; 129(10): 770–778.
- Isotretinoin, Vitamin A Supplements, and Unintended Pregnancies in Post Roe v. Wade America. 2022.
- Overview of Nutrients in Human Milk. Advances in Nutrition 2018 (Vitamin A in Kolostrum und reifer Milch).
- Linus Pauling Institute, Oregon State University: Micronutrient Information Center, Vitamin A.
- Green M. H., Green J. B., Ford J. L.: Vitamin A Absorption Efficiency Determined by Compartmental Analysis of Postprandial Plasma Retinyl Ester Kinetics in Theoretical Humans. Journal of Nutrition 2020; 150(8): 2223–2229.
- Institute of Medicine: Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. National Academies Press 2001 (Retinolaktivitätsäquivalente).
- Brown M. J. et al.: Carotenoid bioavailability is higher from salads ingested with full-fat than with fat-reduced salad dressings as measured with electrochemical detection. American Journal of Clinical Nutrition 2004; 80(2): 396–403.
- Unlu N. Z., Bohn T., Clinton S. K., Schwartz S. J.: Carotenoid absorption from salad and salsa by humans is enhanced by the addition of avocado or avocado oil. Journal of Nutrition 2005; 135(3): 431–436.
- van het Hof K. H., West C. E., Weststrate J. A., Hautvast J. G.: Dietary factors that affect the bioavailability of carotenoids. Journal of Nutrition 2000; 130(3): 503–506.
- Richelle M. et al.: Both free and esterified plant sterols reduce cholesterol absorption and the bioavailability of beta-carotene and alpha-tocopherol in normocholesterolemic humans. American Journal of Clinical Nutrition 2004; 80(1): 171–177.
- Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0, Version 2025 (Feldsalat, Grünkohl, Leberwurst, Sanddorn, Hagebutte).
- U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service: FoodData Central, SR Legacy Release (2018). Vitamin A (RAE), Retinol, Beta-Carotin pro 100 g.
Schreibt seit 2019 für Saturo über Ernährung, Nährstoffe und die Frage, wie gute Versorgung im Alltag praktisch funktioniert.
Hat diesen Artikel am 24. September 2026 auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.


