Grundlagen & NährstoffeEiner von 12 Artikeln zum Thema

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren: der Unterschied

Butter oder Öl, Käse, Eier, Kokosöl: Welche Fette sind gesund? Entscheidend ist nicht Verzicht, sondern der Tausch. Was der Unterschied ist, welche Lebensmittel und Öle gut abschneiden und wie viel Fett am Tag passt.

Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, Walnüsse, Avocado, Lachs und Butter auf einer hellen Steinplatte: gesättigte und ungesättigte Fettsäuren im Vergleich
Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, Walnüsse, Avocado und Lachs liefern ungesättigte Fettsäuren. Die Butter daneben zeigt, worum es beim Tausch geht.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Gesättigte Fettsäuren
10%

der Energie höchstens, sagen DGE und WHO. Bei 2.000 kcal sind das rund 22 g am Tag. In Deutschland liegt die Zufuhr bei 14 bis 17 %.

Fett am Tag
60–80g

empfiehlt die DGE bei wenig Bewegung, das sind 30 % der Energie. Nicht die Menge entscheidet, sondern welche Fettsäuren drinstecken.

Weniger Herzereignisse
17%

weniger Herz-Kreislauf-Ereignisse, wenn gesättigte Fettsäuren reduziert werden (Cochrane 2020). Je größer der Tausch, desto größer der Effekt.

Die Regel
Tauschen

statt weglassen: Butter, Wurst und Kokosfett öfter durch Raps-, Oliven- oder Walnussöl, Nüsse und Fisch ersetzen. Weißmehl und Zucker als Ersatz bringen nichts.

01 Grundlagen

Was sind Fettsäuren?

Fett besteht aus Fettsäuren: Ketten aus Kohlenstoffatomen, die an ein Glycerin-Molekül gebunden sind. Ob eine Fettsäure gesättigt oder ungesättigt heißt, hängt davon ab, ob die Kette Doppelbindungen enthält. Diese kleine Bauweise entscheidet, ob ein Fett fest oder flüssig ist, wie es sich beim Braten verhält und wie es auf deine Blutfette wirkt.

Welche Fettsäuren gibt es?

Drei Gruppen, nach den Doppelbindungen sortiert: gesättigte Fettsäuren ohne Doppelbindung (Butter, Kokosfett), einfach ungesättigte mit einer (Olivenöl, Rapsöl) und mehrfach ungesättigte mit zwei oder mehr (Leinöl, Walnüsse, fetter Fisch). Transfettsäuren sind ungesättigt, aber anders gebaut und ein Sonderfall (Kapitel 8). Dazu kommt die Kettenlänge: Kurzkettige Fettsäuren entstehen vor allem im Darm aus Ballaststoffen, mittelkettige stecken in Kokos- und MCT-Öl, die meisten Nahrungsfette sind langkettig.

Essentielle Fettsäuren

Zwei Fettsäuren kann dein Körper nicht selbst herstellen: Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3). Beide sind mehrfach ungesättigt und müssen mit dem Essen kommen; die DGE rechnet mit 2,5 % und 0,5 % der Energie. Sie bilden Zellmembranen und sind Ausgangsstoff für Botenstoffe, die Entzündungen steuern. Fett ist außerdem der Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K: Ohne Fett auf dem Teller nimmt der Darm sie schlechter auf.

Frau gießt Rapsöl über einen Salat: Fett bringt die fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse in den Körper
Ein Esslöffel Öl zum Salat ist kein Luxus: Ohne Fett nimmt der Darm die Vitamine A, D, E und K aus dem Gemüse kaum auf.
02 Verstehen

Gerade Kette, ein Knick, viele Knicke

Drei Bauweisen, ein Prinzip: Jede Doppelbindung macht einen Knick in die Kette. Der Knick entscheidet, ob ein Fett fest oder flüssig ist, wie empfindlich es gegen Hitze ist und wie es auf dein LDL-Cholesterin wirkt.

1

Gerade Kette: gesättigt

Keine Doppelbindung, die Ketten liegen dicht gepackt: Butter, Schmalz, Kokos- und Palmfett sind bei Raumtemperatur fest. Der Körper kann gesättigte Fettsäuren selbst bilden und braucht sie nicht aus dem Essen. Im Übermaß heben sie das LDL-Cholesterin.

2

Ein Knick: einfach ungesättigt

Eine Doppelbindung, ein Knick, die Ketten packen lockerer: Olivenöl, Rapsöl, Avocado und Mandeln sind flüssig oder weich. Hauptvertreterin ist die Ölsäure. Hitzestabil und günstig für die Blutfette, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzt.

3

Viele Knicke: mehrfach ungesättigt

Zwei oder mehr Doppelbindungen: Leinöl, Walnüsse, Sonnenblumenöl, fetter Fisch. Hier sitzen die essenziellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure sowie EPA und DHA. Empfindlich gegen Hitze und Licht, als Ersatz für gesättigte Fettsäuren am stärksten belegt.

03 Unterschied

Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Der Unterschied liegt in der Chemie und zeigt sich in der Küche: Gesättigte Fettsäuren haben keine Doppelbindung und machen Fette fest, ungesättigte haben mindestens eine und machen sie flüssig. Für deine Gesundheit zählt vor allem, wie die vier Gruppen auf das LDL-Cholesterin wirken.

Was sind gesättigte Fettsäuren?

Gesättigte Fettsäuren sind Fettsäuren ohne Doppelbindung, so definiert sie das EU-Lebensmittelrecht. Sie stecken vor allem in Butter, Sahne, Käse, Wurst und fettem Fleisch, pflanzlich in Kokosfett, Palmöl und Kakaobutter. Der Körper stellt sie selbst her. Über 10 % der Energie erhöhen sie das LDL-Cholesterin, das ist laut DGE mit überzeugender Evidenz belegt. In Deutschland liegt die Zufuhr bei 14 bis 17 %.

Was sind ungesättigte Fettsäuren?

Ungesättigte Fettsäuren tragen mindestens eine Doppelbindung in der Kette. Sie sind der Hauptbestandteil von Pflanzenölen, Nüssen, Samen, Avocado und fettem Seefisch und bei Raumtemperatur flüssig. Nach den skandinavischen Empfehlungen sollten sie mindestens zwei Drittel aller Fettsäuren im Essen ausmachen. Je nach Zahl der Doppelbindungen unterscheidet man einfach und mehrfach ungesättigte.

Auf einen Blick

Gesättigt, einfach, mehrfach ungesättigt und trans im Vergleich

Vier Gruppen, fünf Fragen. Auf dem Handy lassen sich die Spalten scrollen.

GesättigtEinfach ungesättigtMehrfach ungesättigtTrans
Doppelbindungenkeineeinezwei oder mehrmindestens eine in trans-Form
Bei Raumtemperaturfestflüssig, im Kühlschrank trübflüssig, licht- und hitzeempfindlichhalbfest bis fest
Typische QuellenButter, Käse, Wurst, Kokos- und PalmfettOlivenöl, Rapsöl, Avocado, Mandeln, HaselnüsseLeinöl, Walnüsse, Sonnenblumenöl, Lachs, HeringFrittiertes, Blätterteig, teilgehärtete Fette; wenig in Milchfett
Wirkung auf LDLerhöhtsenkt, wenn sie gesättigte ersetzensenken am stärksten, wenn sie gesättigte ersetzenerhöhen LDL, senken HDL
Empfehlung7 bis 10 % der Energie (DGE), WHO: höchstens 10 %der Rest, in der Praxis 10 bis 15 %7 bis 10 % der Energie, davon Omega-3 mindestens 0,5 %unter 1 % der Energie

Definitionen nach Verordnung (EU) 1169/2011. LDL-Wirkung nach Mensink/WHO 2016 und DGE-Leitlinie Fett 2015. Richtwerte DGE-Leitlinie 2015 und WHO 2023.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren haben genau eine Doppelbindung, Hauptvertreterin ist die Ölsäure (Omega-9). Olivenöl besteht zu rund drei Vierteln daraus, Rapsöl zu knapp zwei Dritteln, dazu Avocado, Mandeln, Haselnüsse und Macadamia. Der Körper kann sie selbst bilden, trotzdem sind sie der beste Alltagsersatz für gesättigte Fettsäuren: Je 1 % der Energie, die du tauschst, sinkt das LDL-Cholesterin im Mittel um 0,042 mmol/l. Die DGE überlässt ihnen den Rest der Fettzufuhr, nach Abzug von gesättigten und mehrfach ungesättigten meist 10 bis 15 %.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben zwei oder mehr Doppelbindungen. Dazu gehören die beiden essenziellen Fettsäuren Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) sowie die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA aus Fisch. Sie stecken in Leinöl, Walnussöl, Sonnenblumenöl, Walnüssen, Leinsamen, Lachs und Hering. Als Ersatz für gesättigte Fettsäuren senken sie das LDL am stärksten (0,055 mmol/l je 1 % Energie) und das Risiko für koronare Herzkrankheit mit wahrscheinlicher Evidenz. Richtwert der DGE: 7 bis 10 % der Energie. Weil sie leicht oxidieren, brauchen sie Vitamin E als Schutz, das in denselben Ölen und Nüssen steckt.

04 Bewerten

Sind gesättigte Fettsäuren ungesund?

Die ehrliche Antwort: Gesättigte Fettsäuren sind kein Gift, aber in der Menge, in der sie hierzulande gegessen werden, ein belegter Risikofaktor. Was der Streit der letzten Jahre wirklich sagt, hängt an einer Frage: Wodurch werden sie ersetzt?

Gesättigte Fettsäuren und Cholesterin

Dass gesättigte Fettsäuren das LDL-Cholesterin erhöhen, ist in Dutzenden kontrollierten Studien gemessen. Ersetzt du 1 % deiner Energie aus gesättigten Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte, sinkt das LDL um 0,055 mmol/l, durch einfach ungesättigte um 0,042, durch Kohlenhydrate nur um 0,033 mmol/l, bei Weißmehl und Zucker steigen dafür die Triglyceride. Bei 5 % der Energie, rund 11 g bei 2.000 kcal, macht der Tausch gegen Pflanzenöl etwa 10 mg/dl LDL aus. Beobachtungsstudien, die gesättigtes Fett freisprechen, vergleichen meist mit Zucker und Weißmehl als Ersatz, und der nützt nichts.

Dazu kommt die Lebensmittel-Matrix: Käse hob das LDL in einer dänischen Studie weniger als Butter mit gleichem Fettgehalt, vermutlich wegen Calcium und Eiweiß, und Milchprodukte insgesamt sind in Kohortenstudien neutral. Eine Gruppe um den Ernährungsforscher Arne Astrup fordert deshalb, Vollmilchprodukte nicht mehr zu begrenzen. WHO, DGE und die amerikanische Herzgesellschaft bleiben bei der Obergrenze von 10 %, und beide Seiten sind sich in einem Punkt einig: Der Tauschpartner entscheidet.

Niemand muss Butter verbannen. Wer sie im Alltag öfter durch Rapsöl, Nüsse oder Fisch ersetzt, hat mehr erreicht als mit jedem Verzicht.

Joerg Hauke, Ernährungsexperte, fachliche Prüfung dieses Artikels

Haben Eier gesättigte Fettsäuren?

Ja, aber wenig: Ein Ei liefert rund 1,3 g gesättigte Fettsäuren, dazu 3,7 g einfach und 1,5 g mehrfach ungesättigte. Die DGE nennt seit 2024 einen Orientierungswert von einem Ei pro Woche, ausdrücklich nicht aus Cholesterin-Gründen, sondern weil das Rechenmodell für die Empfehlungen diese Menge ergibt. Das Cholesterin im Ei beeinflusst den Blutwert bei den meisten Menschen wenig; wer erhöhte Werte hat, spart mehr bei Wurst, Käse und Gebäck als beim Ei.

Kokosöl und Palmöl: wie gesund?

Kokosöl besteht zu rund 90 % aus gesättigten Fettsäuren, mehr als Butter. In 16 kontrollierten Studien erhöhte es das LDL-Cholesterin um durchschnittlich 10 mg/dl gegenüber anderen Pflanzenölen; Effekte auf Entzündung, Blutzucker oder Körperfett fanden sich nicht. Palmöl liegt bei etwa 50 % gesättigt. Die DGE stuft Kokos-, Palm- und Palmkernfett wie tierische Schmalze als nicht empfehlenswert ein.

Kokosöl ist kein MCT-Öl

Die Hauptfettsäure von Kokosöl ist Laurinsäure mit zwölf Kohlenstoffatomen. MCT-Öl aus der Sporternährung enthält kürzere Ketten (C8, C10) und ist ein anderes Produkt; selbst dort bringt es laut Meta-Analyse im Mittel nur ein halbes Kilo Gewichtsverlust.

05 Lebensmittel

Ungesättigte Fettsäuren: Lebensmittel mit gesunden Fetten

Die besten Quellen für ungesättigte Fettsäuren sind pflanzlich: Öle, Nüsse, Samen, Avocado und Oliven. Die zweite Gruppe ist fetter Seefisch, das einzige Alltagslebensmittel mit nennenswert EPA und DHA. Werte pro 100 g, Portionen in der Note:

Ungesättigte Fettsäuren pro 100 g: Nüsse, Samen und fetter Fisch

  1. Pekannüsse: 62.4 g
  2. Macadamianüsse: 60.8 g
  3. Walnüsse: 56.1 g
  4. Haselnüsse: 53.6 g
  5. Pinienkerne: 52.8 g
  6. Paranüsse: 48.3 g
  7. Mandeln: 43.9 g
  8. Hanfsamen (geschält): 43.5 g
  9. Sonnenblumenkerne: 41.7 g
  10. Sesam: 40.5 g

Einfach plus mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 g, roh oder trocken geröstet, USDA FoodData Central SR Legacy. Eine Handvoll (30 g) Walnüsse liefert 16,8 g ungesättigte Fettsäuren, davon 2,7 g Alpha-Linolensäure; 30 g Mandeln 13,2 g. Paranüsse haben mit 16 g pro 100 g den höchsten gesättigten Anteil. Zum Vergleich: Avocado 11,6 g, grüne Oliven 12,6 g pro 100 g.

Welche Nüsse haben die meisten ungesättigten Fettsäuren?

Pekannüsse, Macadamia und Walnüsse führen mit über 56 g ungesättigten Fettsäuren pro 100 g. Für den Alltag sind Walnüsse die beste Wahl: Sie sind die einzige Nuss mit viel Alpha-Linolensäure (9 g pro 100 g), eine Handvoll deckt damit den Schätzwert der DGE für Omega-3 fast allein. Haselnüsse und Mandeln liefern vor allem Ölsäure. Die DGE empfiehlt täglich eine kleine Handvoll Nüsse, ungesalzen.

Walnüsse, Mandeln, Leinsamen, Avocado, Lachs und Oliven: Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren
Walnüsse, Leinsamen und Lachs bringen Omega-3, Avocado, Mandeln und Oliven vor allem Ölsäure. Zusammen decken sie alles, was dein Körper an Fettsäuren braucht.

Welcher Käse hat am wenigsten gesättigte Fettsäuren?

Je magerer, desto weniger: Magerquark hat praktisch keine (0,03 g je 30 g), körniger Frischkäse mit 20 % Fett i. Tr. 0,7 g, Mozzarella light 1,7 g, Edamer 30 % Fett i. Tr. 3,0 g. Eine Scheibe Gouda 48 % bringt dagegen 6,8 g gesättigte Fettsäuren, mehr als 10 g Butter. Käse muss deshalb nicht vom Teller, aber die Fettstufe lohnt den Blick. Dieselbe Logik gilt für fertige Mahlzeiten: Wer mittags keine Küche hat, findet in einer Trinkmahlzeit mit Rapsöl als einziger Fettquelle ein Beispiel, bei dem der Tausch schon erledigt ist.

Trinkmahlzeit 6 x 400 ml
Aus dem Saturo-Sortiment

Trinkmahlzeit: 400 kcal mit Rapsöl als einzigem Fett

Die einzige Fettzutat ist Rapsöl, das Öl mit dem geringsten Anteil gesättigter Fettsäuren. Je Flasche 18 g Fett, davon 1,2 bis 2,9 g gesättigt. Der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

36 gProtein
400kcal
26Vitamine & Mineralstoffe
1,2 gDavon gesättigt pro Flaschevon 18 g Fett, 93 % ungesättigt
Sorte wählen
58,17 krpro Mahlzeit
Trinkmahlzeit · Cappuccino58,17 kr pro Mahlzeit ·
06 Öle

Welches Öl ist gesund?

Kein Öl ist für alles das beste, aber eines kommt dem nahe. Das Fettsäure-Profil zeigt, warum: Entscheidend sind wenig gesättigte Fettsäuren, viel einfach ungesättigte für die Hitze und genug Alpha-Linolensäure für die Omega-3-Versorgung. Tippe eine Zeile an, um zu sehen, wofür sich das Öl eignet.

Auf einen Blick

Fettsäure-Profil: 12 Öle und Fette im Vergleich

Anteile an den Fettsäuren in Prozent, sortiert nach dem Anteil gesättigter Fettsäuren. Rechts das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3.

  • gesättigt
  • einfach ungesättigt
  • mehrfach ungesättigt
  • Rechts je Zeile: Omega-6 zu Omega-3
  1. 2 : 1
    gesättigt 7,5 %, einfach ungesättigt 64,1 %, mehrfach ungesättigt 28,5 %

    Alltagsöl Nr. 1 der DGE: die wenigsten gesättigten Fettsäuren, viel Ölsäure, 9 g Alpha-Linolensäure je 100 g. Raffiniert zum Braten, kaltgepresst für Salat.

  2. 0,3 : 1
    gesättigt 9,4 %, einfach ungesättigt 19,4 %, mehrfach ungesättigt 71,2 %

    Omega-3-Spitze mit 53 g Alpha-Linolensäure je 100 g. Nur kalt verwenden, kühl und dunkel lagern, innerhalb weniger Wochen aufbrauchen.

  3. 5 : 1
    gesättigt 9,6 %, einfach ungesättigt 23,9 %, mehrfach ungesättigt 66,5 %

    Viel Linolsäure und 10 g Alpha-Linolensäure je 100 g. Für Salate und Dips, nicht erhitzen.

  4. kaum Omega-3
    gesättigt 10,8 %, einfach ungesättigt 20,4 %, mehrfach ungesättigt 68,8 %

    Linolsäurereich, praktisch ohne Alpha-Linolensäure. High-oleic-Sorten bestehen zu über 80 % aus Ölsäure und sind die Bratöl-Variante.

  5. 46 : 1
    gesättigt 13,6 %, einfach ungesättigt 29,0 %, mehrfach ungesättigt 57,4 %

    Viel Linolsäure, kaum Omega-3. Geschmacksneutral, steckt in vielen Fertigprodukten.

  6. 13 : 1
    gesättigt 14,2 %, einfach ungesättigt 75,0 %, mehrfach ungesättigt 10,8 %

    Drei Viertel Ölsäure, nativ extra mit Polyphenolen. Zum Dünsten und Braten bei mittlerer Hitze geeignet, liefert kaum Omega-3.

  7. 2 : 1
    gesättigt 14,9 %, einfach ungesättigt 57,8 %, mehrfach ungesättigt 27,3 %

    Moderne Rapsöl-Margarine: deutlich weniger gesättigte Fettsäuren als Butter. Industrielle Transfette sind seit 2021 auf 2 g je 100 g Fett begrenzt.

  8. 7,5 : 1
    gesättigt 16,3 %, einfach ungesättigt 23,7 %, mehrfach ungesättigt 60,0 %

    Linolsäurereich mit 7 g Alpha-Linolensäure je 100 g. Häufig in Margarine und Fertigprodukten.

  9. 10 : 1
    gesättigt 41,0 %, einfach ungesättigt 47,2 %, mehrfach ungesättigt 11,7 %

    Gut zwei Fünftel gesättigt, dafür viel Ölsäure. Hitzestabil, laut DGE aber nicht empfehlenswert.

  10. kaum Omega-3
    gesättigt 51,6 %, einfach ungesättigt 38,7 %, mehrfach ungesättigt 9,7 %

    Rund die Hälfte gesättigt (Palmitinsäure). Steckt in Aufstrichen, Gebäck und Fertigprodukten; die DGE rät ab.

  11. 6 : 1
    gesättigt 65,6 %, einfach ungesättigt 30,5 %, mehrfach ungesättigt 3,9 %

    Zwei Drittel der Fettsäuren gesättigt, 10 g liefern 5 g davon. Für den Geschmack in Ordnung, als Alltagsfett durch Öl ersetzen.

  12. kaum Omega-3
    gesättigt 91,1 %, einfach ungesättigt 7,0 %, mehrfach ungesättigt 1,9 %

    Über 90 % gesättigt, mehr als Butter. Erhöht das LDL in Studien gegenüber Pflanzenölen um rund 10 mg/dl.

Anteile an den erfassten Fettsäuren, USDA FoodData Central SR Legacy (Rapsöl = Canola, Sonnenblumenöl linolsäurereich, Margarine mit Rapsöl-Rezeptur und 80 % Fett). Der Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 weicht bei Sonnenblumenöl (mehr Ölsäure) und Butter (73 % gesättigt) ab. Omega-6 zu Omega-3 = Linolsäure zu Alpha-Linolensäure.

Rapsöl: warum in der Kritik?

Rapsöl steht in sozialen Medien als Samenöl in der Kritik; die geprüften Quellen tragen das nicht. Es hat den niedrigsten Anteil gesättigter Fettsäuren aller gängigen Öle, viel Ölsäure und mit 2 : 1 das beste Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis; die DGE nennt es als erstes Öl. Auch die Sorge vor Omega-6 hält nicht: In 19 Studien mit mehr Omega-6-Fettsäuren gab es keinen Hinweis auf Schaden, eher weniger Herzinfarkte. Zum Braten eignet sich raffiniertes Rapsöl mit einem Rauchpunkt über 200 °C; kaltgepresstes gehört in die kalte Küche.

Olivenöl: jeden Tag gesund?

Ja, in der Größenordnung eines Esslöffels. In zwei US-Kohorten über 28 Jahre hatten Menschen mit mehr als 7 g Olivenöl am Tag ein 19 % niedrigeres Sterberisiko als Menschen, die keines nutzten; gegenüber anderen Pflanzenölen gab es keinen Unterschied. Die PREDIMED-Studie zeigte mit mediterraner Kost plus nativem Olivenöl 31 % weniger schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse, allerdings als Ernährungsmuster, nicht als Öl allein. Olivenöl bringt viel Ölsäure und Polyphenole, aber kaum Omega-3: Leinöl oder Rapsöl dazu ergänzen das Profil.

Welches Öl zum Braten?

Raffiniertes Rapsöl, high-oleic Sonnenblumenöl oder Olivenöl bei mittlerer Hitze. Die Verbraucherzentrale nennt 130 bis 140 °C zum Braten und 160 bis 170 °C zum Frittieren als optimal; über 200 °C zersetzt sich jedes Öl, rauchendes Öl weggießen. Leinöl, Walnussöl und kaltgepresste Öle nie erhitzen.

Butter oder Margarine?

Nach Fettsäuren gewinnt Margarine aus Rapsöl: 15 bis 22 % gesättigte Fettsäuren statt 66 bis 73 % bei Butter, dazu Alpha-Linolensäure und kein Cholesterin. Die alte Sorge vor Transfetten ist seit der EU-Grenze von 2021 überholt; Margarine liefert laut DGE deutlich weniger als 10 % der Transfett-Zufuhr. In drei US-Kohorten war der Tausch von 10 g Butter am Tag gegen Pflanzenöl mit 17 % niedrigerer Sterblichkeit verbunden, eine Beobachtung, kein Beweis. Bei einem Esslöffel Streichfett am Tag darf laut DGE der Geschmack entscheiden; wer mehr verwendet, fährt mit Rapsöl-Margarine besser.

Rapsöl in der Pfanne: raffiniertes Rapsöl ist zum Braten bei mittlerer Hitze geeignet
Raffiniertes Rapsöl verträgt die Pfanne, kaltgepresstes nicht. Zwischen 130 und 140 °C bleiben Fettsäuren und Geschmack intakt.
07 Omega

Omega-3 und Omega-6: das richtige Verhältnis

Omega-3 und Omega-6 sind die beiden Familien der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, benannt nach der Position der ersten Doppelbindung. Beide sind nötig, beide nutzen im Körper dieselben Enzyme. Daraus entstand die Idee eines idealen Verhältnisses.

Die DGE-Schätzwerte von 2,5 % der Energie für Linolsäure und 0,5 % für Alpha-Linolensäure ergeben rechnerisch 5 : 1. In Deutschland liegt das Verhältnis bei etwa 7 : 1 bis 9 : 1. Nur: Die DGE-Leitlinie selbst hält das Wissen über das Verhältnis für zu gering, die skandinavischen Empfehlungen von 2023 sehen keine ausreichende Evidenz für eine Zielquote, die EFSA hat keine abgeleitet. Wichtiger als die Quote sind die absoluten Mengen: genug Alpha-Linolensäure aus Raps-, Lein- und Walnussöl und 250 mg EPA und DHA am Tag, die die DGE über ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfiehlt. Ohne Fisch lässt sich das nur begrenzt über Pflanzen ausgleichen, weil der Körper nur einen kleinen Teil der Alpha-Linolensäure (grob unter 1 bis 5 %) in EPA umwandelt und noch weniger in DHA.

Linolsäure: ungesund?

Nein. Linolsäure ist die wichtigste Omega-6-Fettsäure und essenziell; die EFSA setzt 4 % der Energie an, die DGE 2,5 %. Die These, Omega-6 fördere Entzündungen, hat die Cochrane-Auswertung von 19 Studien nicht bestätigt: Mehr Omega-6 änderte an Sterblichkeit und Herz-Kreislauf-Ereignissen nichts, Herzinfarkte waren tendenziell seltener, das Cholesterin sank. Sonnenblumen- oder Maiskeimöl liefern allerdings fast nur Linolsäure; wer sie als Hauptöl nutzt, bekommt zu wenig Omega-3. Darum ist Rapsöl die bessere Basis, nicht weil Linolsäure schadet.

Ölsäure und Omega-9

Ölsäure ist die wichtigste einfach ungesättigte Fettsäure und heißt Omega-9, weil die Doppelbindung am neunten Kohlenstoffatom sitzt. Sie ist nicht essenziell, der Körper bildet sie selbst, deshalb braucht niemand Omega-9-Kapseln. Olivenöl, Rapsöl, Avocado und Haselnüsse liefern reichlich davon. Ihr Wert liegt im Tausch: Ersetzt Ölsäure gesättigte Fettsäuren, sinkt das LDL; die EU erlaubt genau diese Aussage als Health Claim.

08 Meiden

Transfette: warum sie schaden

Transfettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, bei denen die Doppelbindung in trans-Form vorliegt; die Kette bleibt dadurch gerade wie bei gesättigten. Sie entstehen industriell beim Teilhärten von Pflanzenölen und beim starken, wiederholten Erhitzen, in kleinen Mengen natürlich im Pansen von Rindern und Schafen. Für sie ist keine nützliche Funktion im Körper bekannt: Sie erhöhen das LDL, senken das HDL und fördern Entzündungen. Je 2 % der Energie aus Transfetten steigt das Risiko für Herzinfarkt und Herztod in Beobachtungsstudien um 20 bis 32 %. DGE und WHO setzen die Grenze bei unter 1 % der Energie, bei 2.000 kcal rund 2 g.

In welchen Lebensmitteln stecken Transfette?

Früher vor allem in Margarine, Blätterteig, Frittierfett, Croissants, Donuts, Keksen und Fast Food. Seit der EU-Grenze sind die Gehalte stark gesunken; schon 2013 lag die mittlere Zufuhr in Deutschland bei 0,66 % der Energie, bei einem Zehntel der Bevölkerung noch bei 1 bis 2 %. Restquellen sind mehrfach erhitztes Frittierfett, importierte Backwaren und Snacks außerhalb der EU-Regeln sowie Milchfett und Rindfleisch mit natürlichen Transfetten in kleinen Mengen.

Transfette erkennen

Auf der Nährwerttabelle stehen sie nicht, die EU verlangt keine Angabe. Zwei Hinweise helfen: gehärtet oder teilweise gehärtet in der Zutatenliste und ein Fettanteil, der im Verhältnis zu davon gesättigt nicht aufgeht. Praktisch wichtiger ist die Küche: Frittieröl nicht mehrfach erhitzen, kein rauchendes Fett, und Blätterteig, Chips und Fast Food als Ausnahme statt als Regel.

09 Menge

Wie viel Fett am Tag?

Die DGE empfiehlt 30 % der Energie aus Fett, bei körperlich schwerer Arbeit oder viel Sport bis 35 %. Bei wenig Bewegung sind das 60 bis 80 g am Tag; die EFSA lässt 20 bis 35 % zu. Wähle deinen Energiebedarf (berechnen kannst du ihn im Kalorienrechner), dann zeigt der Rechner die Gramm-Grenzen für Fett gesamt, gesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Interaktiv

Wie viel Fett am Tag passt zu deinem Energiebedarf?

67g Fett pro Tag

Erwachsene, 2.000 kcal: 30 % der Energie. Davon höchstens 22 g gesättigte und 16 bis 22 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Transfette unter 2,2 g.

Wie viel gesättigte Fettsäuren am Tag?

Höchstens 10 % der Energie, bei 2.000 kcal rund 22 g; die DGE-Leitlinie nennt 7 bis 10 %, die WHO empfiehlt, eher darunter zu bleiben. Zum Einordnen: 30 g Gouda und 10 g Butter zum Frühstück sind schon 12 g, eine Bratwurst 10 g. Auf der Packung steht als Referenzmenge 20 g, das ist ein Kennzeichnungswert für 2.000 kcal, kein Freibrief. Bei erhöhtem LDL-Cholesterin lohnt die Untergrenze von 7 %, also rund 15 g, abgesprochen mit der Ärztin oder dem Arzt.

Gesättigte Fette ersetzen: so geht's

Nicht weglassen, sondern tauschen, das ist die Empfehlung von WHO und DGE: gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte (stark empfohlen), durch pflanzliche einfach ungesättigte oder durch ballaststoffreiche Kohlenhydrate wie Vollkorn und Hülsenfrüchte. Die Tabelle zeigt, was ein einzelner Tausch je Portion bringt.

Tausch-Tabelle

Statt ... lieber: gesättigte Fettsäuren je Portion

Links die Gewohnheit, rechts der Tausch und was er je Portion an gesättigten Fettsäuren spart.

LieberGesättigte Fettsäuren vorher → nachher
Butter aufs Brot (10 g)Rapsöl-Margarine (10 g) oder eine halbe Avocado5,1 g → 1,2 bis 1,6 g
Schlagsahne in der Sauce (30 g)Joghurt 3,5 % (30 g), zum Schluss eingerührt6,9 g → 0,7 g
Gouda 48 % (30 g)Hüttenkäse (30 g) oder Mozzarella light6,8 g → 0,7 bis 1,7 g
Croissant (60 g)Haferflocken mit 30 g Walnüssen7,0 g → 1,8 g
Kokosöl zum Braten (10 g)Rapsöl (10 g)8,3 g → 0,7 g
Bratwurst (100 g)Lachsfilet (150 g), dazu 3,2 g EPA und DHA10,0 g → 3,6 g
Vollmilchschokolade (25 g)Eine Handvoll Mandeln (30 g)4,6 g → 1,1 g

Gesättigte Fettsäuren je Portion nach USDA FoodData Central SR Legacy und Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 (Butter, Käse, Joghurt). Halbe Avocado (75 g): 1,6 g. Margarine: USDA 1,2 g, BLS 1,6 g je 10 g.

Zwei Tausche am Tag, etwa Butter gegen Margarine und Gouda gegen Hüttenkäse, sparen rund 10 g gesättigte Fettsäuren, fast die Hälfte der Tagesgrenze. Wer mittags keine Küche hat, kann eine Mahlzeit durch eine Trinkmahlzeit mit Rapsöl als Fettquelle ersetzen und kommt ohne Rechnen auf dasselbe Ergebnis. Was der Tausch gegen Kohlenhydrate bringt und was nicht, steht im Artikel Kohlenhydrate.

Frau trinkt in der Mittagspause eine Saturo Trinkmahlzeit Natural am Schreibtisch
Mittagspause ohne Küche: Eine Trinkmahlzeit mit Rapsöl als einziger Fettquelle liefert 19 g Fett, davon nur 1,3 g gesättigt.
10 Nachschlagen

Häufige Fragen zu gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Was ist gesünder, gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren?

Ungesättigte. Sie senken das LDL-Cholesterin, wenn sie gesättigte Fettsäuren ersetzen, und sind mit weniger Herz-Kreislauf-Ereignissen verbunden. Gesättigte Fettsäuren sind in kleinen Mengen unproblematisch; die Grenze liegt bei 10 % der Energie, rund 22 g bei 2.000 kcal. Entscheidend ist, wodurch du sie ersetzt.

Was machen Fettsäuren im Körper?

Sie liefern Energie (9 kcal je Gramm), bauen die Hüllen aller Zellen, transportieren die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und sind Ausgangsstoff für Botenstoffe, die Entzündung, Blutdruck und Gerinnung mitsteuern. Linolsäure und Alpha-Linolensäure muss der Körper dafür aus dem Essen bekommen.

Was passiert, wenn man kein Fett isst?

Der Darm nimmt die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K kaum noch auf, und die essenziellen Fettsäuren fehlen für Zellmembranen und Botenstoffe. Ein echter Mangel ist selten und entsteht nur bei lange fettfreier Kost oder schweren Darmerkrankungen. Unter 20 % der Energie aus Fett rät die EFSA ab.

Hat Butter ungesättigte Fettsäuren?

Ja, aber wenig: Etwa ein Drittel der Fettsäuren in Butter ist ungesättigt, fast nur Ölsäure, der Rest ist gesättigt. 10 g Butter liefern rund 5 g gesättigte Fettsäuren. Rapsöl-Margarine oder Öl drehen das Verhältnis um.

Sind 30 g Fett am Tag zu wenig?

Für Erwachsene ja, auf Dauer. 30 g sind bei 1.800 kcal nur 15 % der Energie; die EFSA nennt 20 % als Untergrenze, die DGE 30 % als Richtwert. Darunter fehlen Energie, fettlösliche Vitamine und essenzielle Fettsäuren. Auch beim Abnehmen gilt: lieber die Fettqualität verbessern als das Fett streichen.

Welches Öl ist das gesündeste zum Braten?

Raffiniertes Rapsöl: wenig gesättigte Fettsäuren, viel Ölsäure, Rauchpunkt über 200 °C, von DGE und Verbraucherzentrale empfohlen. Alternativen sind high-oleic Sonnenblumenöl und Olivenöl bei mittlerer Hitze. Leinöl, Walnussöl und kaltgepresste Öle gehören in die kalte Küche, Kokosöl ist wegen der gesättigten Fettsäuren keine gute Wahl.

Was ist gesünder, Omega-3 oder Omega-6?

Beides ist nötig, keins ist gesünder. Omega-6 (Linolsäure) senkt das Cholesterin und schadet laut Cochrane nicht; Omega-3 (Alpha-Linolensäure, EPA, DHA) fehlt in der deutschen Ernährung eher. Praktisch: Rapsöl statt Sonnenblumenöl als Hauptöl, Walnüsse oder Leinöl dazu, ein- bis zweimal fetter Fisch pro Woche.

Haben Chips Transfette?

In der EU kaum noch: Seit 2021 gilt ein Höchstgehalt von 2 g industriellen Transfetten je 100 g Fett, und Chips werden meist in Sonnenblumen-, Raps- oder Palmöl frittiert. Ihr Problem sind eher die Fettmenge und bei Palmöl der hohe Anteil gesättigter Fettsäuren.

Quellen · 42 Quellen anzeigen
  1. Europäisches Parlament und Rat: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang I (Definitionen der Fettsäuren), XIII (Referenzmengen) und XIV (Umrechnungsfaktoren). Amtsblatt L 304 vom 22.11.2011.
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Gesundheitliche Bewertung von Fettsäuren. Themenseite, Berlin.
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), ÖGE, SGE: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Fett und essenzielle Fettsäuren (Stand der Ableitung 2000), 3. Auflage 2025.
  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Evidenzbasierte Leitlinie Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten, 2. Version 2015, Kapitel 13: Umsetzung der Leitlinie (Richtwerte gesättigte, mehrfach ungesättigte und trans-Fettsäuren).
  5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Leitlinie Fettzufuhr 2015, Kapitel 12: Zusammenfassung der Ergebnisse (Evidenzbewertung LDL, KHK, Transfettsäuren).
  6. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Leitlinie Fettzufuhr 2015, Kapitel 9: Fettzufuhr und Prävention der koronaren Herzkrankheit (Verhältnis n-6 zu n-3).
  7. Dinter J., Bechthold A.: Fettzufuhr in Deutschland. In: DGE-Leitlinie Fettzufuhr 2015, Kapitel 2 (Nationale Verzehrsstudie II, Verhältnis n-6 zu n-3, Transfettsäuren).
  8. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Fett in der Ernährung: Fakten rund um die Bedeutung von Fett für den Körper. DGE-Blog 2023.
  9. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Öle und Fette. DGE-Ernährungskreis.
  10. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Gut essen und trinken: die DGE-Empfehlungen (lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen, März 2024).
  11. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Häufig gestellte Fragen und Antworten zu den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Eier, Milchprodukte).
  12. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): trans-Fettsäuren und die Gesundheit. Fachinformation, Stand Juli 2016.
  13. World Health Organization (WHO): Saturated fatty acid and trans-fatty acid intake for adults and children: WHO guideline. Genf 2023.
  14. Mensink R. P.: Effects of saturated fatty acids on serum lipids and lipoproteins: a systematic review and regression analysis. World Health Organization, Genf 2016.
  15. European Food Safety Authority (EFSA): Dietary Reference Values for nutrients. Summary report (Tabelle Fette: Gesamtfett 20 bis 35 %, Linolsäure 4 %, Alpha-Linolensäure 0,5 %, EPA und DHA 250 mg). Version 4, 2017.
  16. Nordic Council of Ministers: Nordic Nutrition Recommendations 2023, Kapitel Fat and fatty acids. Kopenhagen 2023.
  17. FAO/WHO: Fats and fatty acids in human nutrition. Report of an expert consultation. FAO Food and Nutrition Paper 91, Rom 2010.
  18. Hooper L., Martin N., Jimoh O. F., Kirk C., Foster E., Abdelhamid A. S.: Reduction in saturated fat intake for cardiovascular disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2020; (8): CD011737 (pub3).
  19. Hooper L., Al-Khudairy L., Abdelhamid A. S. et al.: Omega-6 fats for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2018; (11): CD011094.
  20. Abdelhamid A. S., Brown T. J., Brainard J. S. et al.: Omega-3 fatty acids for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2020; (3): CD003177.
  21. Sacks F. M., Lichtenstein A. H., Wu J. H. Y. et al.: Dietary Fats and Cardiovascular Disease: A Presidential Advisory From the American Heart Association. Circulation 2017; 136(3): e1–e23.
  22. Astrup A., Magkos F., Bier D. M. et al.: Saturated Fats and Health: A Reassessment and Proposal for Food-Based Recommendations. Journal of the American College of Cardiology 2020; 76(7): 844–857.
  23. Hjerpsted J., Leedo E., Tholstrup T.: Cheese intake in large amounts lowers LDL-cholesterol concentrations compared with butter intake of equal fat content. American Journal of Clinical Nutrition 2011; 94(6): 1479–1484.
  24. Guo J., Astrup A., Lovegrove J. A. et al.: Milk and dairy consumption and risk of cardiovascular diseases and all-cause mortality: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies. European Journal of Epidemiology 2017; 32(4): 269–287.
  25. Neelakantan N., Seah J. Y. H., van Dam R. M.: The Effect of Coconut Oil Consumption on Cardiovascular Risk Factors: A Systematic Review and Meta-Analysis of Clinical Trials. Circulation 2020; 141(10): 803–814.
  26. Mumme K., Stonehouse W.: Effects of medium-chain triglycerides on weight loss and body composition: a meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics 2015; 115(2): 249–263.
  27. Koh A., De Vadder F., Kovatcheva-Datchary P., Bäckhed F.: From Dietary Fiber to Host Physiology: Short-Chain Fatty Acids as Key Bacterial Metabolites. Cell 2016; 165(6): 1332–1345.
  28. Zhang Y., Chadaideh K. S., Li Y. et al.: Butter and Plant-Based Oils Intake and Mortality. JAMA Internal Medicine 2025; 185(5): 549–560.
  29. Guasch-Ferré M., Li Y., Willett W. C. et al.: Consumption of Olive Oil and Risk of Total and Cause-Specific Mortality Among U.S. Adults. Journal of the American College of Cardiology 2022; 79(2): 101–112.
  30. Estruch R., Ros E., Salas-Salvadó J. et al.: Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet Supplemented with Extra-Virgin Olive Oil or Nuts (PREDIMED, Neuveröffentlichung). New England Journal of Medicine 2018; 378(25): e34.
  31. Mozaffarian D., Aro A., Willett W. C.: Health effects of trans-fatty acids: experimental and observational evidence. European Journal of Clinical Nutrition 2009; 63 Suppl 2: S5–S21.
  32. Europäische Kommission: Verordnung (EU) 2019/649 zur Änderung des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1925/2006 betreffend andere Trans-Fettsäuren als solche, die auf natürliche Weise in Fett tierischen Ursprungs vorkommen. Amtsblatt L 110 vom 25.4.2019.
  33. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höhe der derzeitigen trans-Fettsäureaufnahme in Deutschland ist gesundheitlich unbedenklich. Stellungnahme Nr. 028/2013 vom 6. Juni 2013.
  34. Plourde M., Cunnane S. C.: Extremely limited synthesis of long chain polyunsaturates in adults: implications for their dietary essentiality and use as supplements. Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism 2007; 32(4): 619–634.
  35. Burdge G. C., Calder P. C.: Conversion of alpha-linolenic acid to longer-chain polyunsaturated fatty acids in human adults. Reproduction Nutrition Development 2005; 45(5): 581–597.
  36. Verbraucherzentrale: Speiseöle: Welche eignen sich für was? (Rauchpunkte, Brat- und Frittiertemperaturen).
  37. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Rapsöl: Vom Einkauf in die Küche.
  38. Verbraucherzentrale: Wie viel Fett am Tag gehört zu einer gesunden Ernährung? Stand 8. November 2025.
  39. Europäische Kommission: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel (einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Ölsäure). Amtsblatt L 136 vom 25.5.2012.
  40. Europäisches Parlament und Rat: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, Anhang (Bedingungen für die Angaben zu gesättigten und ungesättigten Fettsäuren).
  41. U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service: FoodData Central, SR Legacy Release (April 2018). Fettsäuren pro 100 g.
  42. Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0, Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe 2025.
Gregor Aßlaber
Gregor AßlaberAutor · Redakteur Saturo

Schreibt seit 2019 für Saturo über Ernährung, Nährstoffe und die Frage, wie gute Versorgung im Alltag praktisch funktioniert.

Joerg Hauke
Joerg HaukeFachliche Prüfung · Ernährungsexperte

Hat diesen Artikel am 15. Oktober 2026 auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.