NährstoffmangelEiner von 30 Artikeln zum Thema

Manganmangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Müde, Haare dünner, Stimmung im Keller, und Mangan soll schuld sein? Ein Manganmangel ist beim gesunden Menschen nicht beschrieben, zu viel Mangan ist das häufigere Problem. Was wirklich belegt ist, welcher Blutwert zählt und wo Mangan drinsteckt.

Manganquellen auf hellem Stein: Haferflocken, Haselnüsse, Pekannüsse, Kichererbsen, Vollkornbrot, schwarze Teeblätter, Ananas, Himbeeren, Spinat und Kürbiskerne
25MnMangan
Manganquellen im Überblick: Haselnüsse, Pekannüsse, Haferflocken, Kichererbsen, Vollkornbrot und schwarzer Tee liegen vorn; Ananas, Himbeeren, Spinat und Kürbiskerne liefern solide Beiträge.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Schätzwert DGE
2 bis 5mg

So viel Mangan am Tag gilt für Jugendliche und Erwachsene, Schwangere und Stillende eingeschlossen. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 2,8 mg; Vollkorn, Nüsse und Tee entscheiden.

Kommt im Blut an
1 bis 5 %

Mehr lässt der Darm nicht durch, und er regelt nach: Bei knapper Zufuhr steigt die Quote, bei reichlicher sinkt sie. Deshalb fällt weder ein Vollkorn- noch ein Weißmehl-Tag im Blut auf.

Mangel durch Essen
0Fälle

Bei gesunden Menschen hat noch keine Studie einen Manganmangel durch die Ernährung dokumentiert. Belegt sind ein Experiment mit sieben Männern und ein Gendefekt mit 16 Patient:innen weltweit.

Der Tagesbedarf steckt in
1 Teller

200 g Vollkornnudeln liefern 2,6 mg Mangan, 50 g Haferflocken 1,8 mg, eine Handvoll Haselnüsse 1,9 mg. Zwei Scheiben Weißbrot bringen 0,5 mg, 150 g Hähnchenbrust 0,03 mg.

01 Erkennen

Manganmangel Symptome: Was beim Menschen belegt ist

Mangan (Mn) ist ein Spurenelement, nicht zu verwechseln mit Magnesium. Der Körper enthält nur 10 bis 20 mg davon und braucht täglich wenige Milligramm, die Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte und Tee liefern. Ein Manganmangel durch die Ernährung ist beim gesunden Menschen bis heute nicht beschrieben. Die Symptomlisten im Netz stammen aus Tierversuchen und Händlerseiten. Hier steht, was Studien wirklich zeigen, und wann eher zu viel Mangan das Thema ist.

Manganmangel Symptome beim Menschen

Belegt sind nur Zeichen aus zwei Experimenten und einer Erbkrankheit. In der einzigen Depletionsstudie bekamen sieben junge Männer 39 Tage lang 0,11 mg Mangan am Tag, ein Zwanzigstel der normalen Zufuhr: Fünf entwickelten einen flüchtigen Hautausschlag, das Cholesterin sank von 170 auf 142 mg/dl, beides verschwand mit normaler Kost. Ein Einzelfall aus den 1970ern zeigte schuppende Haut und Pigmentverlust der Haare, bei gleichzeitigem Vitamin-K-Mangel. Und beim seltenen Gendefekt SLC39A8, weltweit 16 bekannte Patient:innen, fehlt der Mangan-Transporter: Krampfanfälle, Kleinwuchs, Hörverlust. Mehr Mangelzeichen gibt die Forschung nicht her.

Frühstück mit Haferflocken, Haselnüssen und schwarzem Tee: Eine Schale davon deckt den Mangan-Schätzwert fast allein
Haferflocken, eine Handvoll Nüsse, eine Tasse Tee: Mehr braucht es nicht, um beim Mangan im Schätzbereich zu landen. Wer so frühstückt, muss sich um einen Mangel keine Gedanken machen.

Manganmangel Symptome bei Frauen

Frauen sind eher weniger gefährdet als Männer. Sie nehmen aus derselben Mahlzeit fast dreimal so viel Mangan auf (3,6 gegen 1,4 %), weil ihre Eisenspeicher im Schnitt kleiner sind und Eisen und Mangan denselben Transporter im Darm nutzen. Wer einen Eisenmangel hat, nimmt noch mehr auf. Ein Mehrbedarf ist nicht belegt, DGE und EFSA nennen für Schwangere und Stillende dieselben Werte. Die einzige Frauenstudie (zehn Teilnehmerinnen) fand bei 1 statt 5,6 mg am Tag etwas mehr prämenstruelle Stimmungs- und Schmerzsymptome, nie wiederholt. Menstruationsbeschwerden, Haarausfall oder Müdigkeit durch Manganmangel: nicht belegt.

Manganmangel und Psyche

Eine Depression durch Manganmangel ist nicht belegt: In einer Meta-Analyse von 75 Studien war das Blutmangan depressiver Menschen unverändert, in der US-Bevölkerungsstudie mit 16.572 Personen gab es keinen Zusammenhang. Belegt ist das Gegenteil. Zu viel Mangan verändert die Psyche: Manganismus beginnt oft mit Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Gedächtnisproblemen, historisch als „manganese madness“ beschrieben, bevor die Bewegungsstörungen kommen (Kapitel 5). Wer bei Stimmungstiefs an Nährstoffe denkt, ist bei Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D und Eisen besser aufgehoben. „Mangan macht glücklich“ hat die EU-Prüfung nie bestanden.

Haut und Haare: Was Mangan damit zu tun hat

Die Haut ist das einzige Organ, das in den Experimenten reagierte: ein feiner, schuppender Ausschlag nach Wochen fast ohne Mangan, der mit normaler Kost verschwand. Das sagt nichts über trockene Haut im Alltag. Bei den Haaren gibt es genau einen Fall mit Pigmentverlust, bei gleichzeitigem Vitamin-K-Mangel; eine rötliche Haarfarbe oder Ergrauen durch Manganmangel steht in keiner Quelle. Haarausfall ist nicht belegt, keine Studie hat Mangan dafür geprüft, und die Kosmetikseiten, die Mangan „für die Haarfollikel“ anpreisen, nennen keine. Haarausfall gehört zu Eisenmangel, Zinkmangel, Schilddrüse und Genetik.

Wann zum Arzt

Bei Haarausfall, Müdigkeit oder Stimmungstiefs lohnt ein Blutbild mit Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D und Schilddrüsenwerten, nicht mit Mangan. Ein Manganwert ist sinnvoll bei Zittern, Gangunsicherheit oder Reizbarkeit nach Präparaten, bei Lebererkrankung, Brunnenwasser oder Schweißarbeit, dann wegen zu viel.

Nervensystem, Muskeln, Augen: Was nicht belegt ist

Muskelschmerzen tauchen in keiner Mangelstudie auf, dafür als frühes Zeichen einer Manganüberladung. Augen: Es gibt keine einzige Humanstudie zu Manganmangel und Sehen; Schielen tritt nur beim Gendefekt auf. Nervensystem: Niedrige Blutwerte wurden bei Menschen mit Epilepsie beobachtet, ob Ursache oder Folge, ist seit 2006 ungeklärt, und Mangan-Gabe senkt Anfälle nicht nachweislich. Schwindel, Gewichtsverlust, Gelenkschmerzen, Fruchtbarkeit: alles Tierversuch oder Händlerliste. Die Tabelle sortiert die 15 häufigsten Suchbegriffe nach Beleglage.

Symptom-Check

Was wirklich zu Manganmangel passt

Fünfzehn Beschwerden, nach denen am häufigsten gesucht wird, und was die Quellen dazu sagen: belegt (Depletionsstudie, Fallbericht oder Gendefekt beim Menschen), möglich (Beobachtung oder sehr kleine Studie), unbelegt (keine Humandaten).

Was die Studien sagenEinstufung
Hautausschlag, schuppende HautBei 5 von 7 Männern nach 39 Tagen mit 0,11 mg am Tag, verschwand mit normaler KostBelegt (nur Experiment)
Niedriges CholesterinSank in der Depletionsstudie von 170 auf 142 mg/dl, als Symptom nicht spürbarBelegt (nur Experiment)
Krampfanfälle, Kleinwuchs, HörverlustNur beim Gendefekt SLC39A8, 16 Patient:innen weltweit, Blutmangan nicht messbarBelegt (nur genetisch)
Stimmung vor der PeriodeEine Studie mit zehn Frauen bei 1 mg am Tag, nie wiederholtMöglich
KnochendichteBeobachtungen widersprechen sich, Studie nur mit KombipräparatMöglich
BlutzuckerTierversuch; beim Menschen in der Meta-Analyse kein UnterschiedMöglich
EpilepsieNiedrige Blutwerte beobachtet, Ursache oder Folge ungeklärtMöglich
Müdigkeit, ErschöpfungIn keiner Mangelquelle; EU-Aussage zu Müdigkeit abgelehntUnbelegt
Haarausfall, HaarwachstumKeine Humanstudie; nur ein Einzelfall mit Pigmentverlust bei Vitamin-K-MangelUnbelegt
DepressionBlutmangan bei 75 Studien unverändert, keine Beziehung bei 16.572 US-ErwachsenenUnbelegt
Arthrose, GelenkschmerzenSkelettschäden nur bei Tieren; Gelenkstudie testete ein DreierpräparatUnbelegt
MuskelschmerzenIn keiner Mangelstudie, dafür frühes Zeichen der ÜberladungUnbelegt
SchwindelIn keiner Mangelquelle; Gangunsicherheit ist ein ÜberladungszeichenUnbelegt
Augen, SehenKeine Humanstudie; Schielen nur beim GendefektUnbelegt
FruchtbarkeitNur Tierversuch; Mangan im Sperma bei Unfruchtbarkeit nicht verändertUnbelegt

Einstufung nach den Quellen in Kapitel 8 (Friedman 1987, IOM 2001, Gospe 2025, Penland 1993, Strause 1994, Sanjeevi 2018, Gonzalez-Reyes 2007, Jiang 2023, Meng 2024, Leffler 1999, Chen 2025, EU-Register). Stand 1. Oktober 2026.

02 Ursachen

Manganmangel Ursachen: Wer überhaupt betroffen sein kann

Die ehrliche Antwort: fast niemand. Weder DGE, EFSA, die US-Akademie noch die Ernährungsmediziner:innen der ESPEN nennen eine Risikogruppe für Manganmangel durch Essen. Was es gibt, sind Dinge, die die Aufnahme bremsen, und wenige medizinische Situationen. Und eine Frage, die wichtiger ist: Wie viel landet bei dir überhaupt auf dem Teller?

Was hemmt die Aufnahme von Mangan?

Der Darm lässt ohnehin nur 1 bis 5 % des Nahrungsmangans durch, und was durchkommt, regelt der Körper nach: Bei knapper Zufuhr steigt die Aufnahme, bei reichlicher sinkt sie. Gezielt gebremst haben in Testmahlzeiten vor allem Calcium (Milch oder Calciumtabletten zur Mahlzeit) und Phytat, das in Kleie, rohen Hülsenfrüchten und Sojanahrung steckt; ohne Phytat verdoppelte sich die Aufnahme aus Sojamilch. Gerbstoffe im Tee hemmen laut WHO-Übersicht ebenfalls. Für den Alltag heißt das wenig: Vollkorn und Hülsenfrüchte bringen trotz Phytat das meiste Mangan, und ein Mangel durch Hemmstoffe ist nirgends beschrieben.

Erhöht die Aufnahme
  • Leere Eisenspeicher: bei Ferritin unter 15 µg/l doppelt so viel wie bei vollen Speichern
  • Knappe Zufuhr: bei 0,7 mg am Tag holt der Darm prozentual mehr als bei 9,5 mg
  • Frauen: 3,6 % statt 1,4 % bei Männern, vermutlich über den Eisenstatus
  • Phytatfreie Kost: ohne Phytat kam 2,3-mal so viel aus Sojanahrung an
  • Zink zur Mahlzeit: in der nordischen Übersicht als Verstärker geführt
Bremst die Aufnahme
  • Calcium: 800 mg als Tablette oder Milch blockierten den Anstieg im Blut fast ganz
  • Phytat: Kleie, rohe Hülsenfrüchte, Sojaformula
  • Volle Eisenspeicher und Eisenpräparate: schwacher, aber messbarer Effekt
  • Gerbstoffe aus Tee: in der WHO-Übersicht als Hemmstoff geführt
  • Reichliche Zufuhr: der Körper drosselt Aufnahme und Verweildauer

Einzelmahlzeit-Versuche mit markiertem Mangan (Davidsson 1991 und 1995, Finley 1994 und 1999, Freeland-Graves 1991, EFSA 2013). Bei vollwertiger Kost spielen die Hemmstoffe laut EFSA kaum eine Rolle.

Eisen: der Gegenspieler von Mangan

Auf die Frage nach dem Gegenspieler gibt es eine klare Antwort: Eisen. Beide Metalle nutzen im Darm denselben Transporter (DMT1) und konkurrieren um den Platz. Volle Eisenspeicher drosseln die Manganaufnahme, leere Speicher öffnen sie: Frauen mit Ferritin unter 15 µg/l nahmen in einer Studie doppelt so viel Mangan auf wie Frauen mit über 50 µg/l. Umgekehrt bremst Mangan die Eisenaufnahme. Eisenpräparate senken den Manganspiegel höchstens leicht, ein Mangel entsteht daraus nicht. Und bei Eisenmangel ist eher mehr Mangan im Körper als zu wenig, deshalb zuerst das Eisen klären.

Ernährung über die Vene, Darm und Gendefekt

Die wenigen echten Fälle liegen in der Medizin. Bei Ernährung über die Vene ist Mangan laut ESPEN-Leitlinie eher ein Überlast- als ein Mangelproblem, weil die Lösungen selbst Mangan enthalten; empfohlen sind nur 55 µg am Tag. Nach Magenbypass lag das Blutmangan nach einem Jahr sogar 14 % höher, bei Zöliakie und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gibt es keine Mangelstudie. Bleibt der Gendefekt SLC39A8: Der Transporter fehlt, Mangan kommt nicht in die Zellen, die Kinder fallen schon im ersten Lebensjahr auf. Das ist Kinderneurologie, keine Ernährungsfrage.

Mangan Tagesbedarf: Wie viel du brauchst

Die DGE nennt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 2 bis 5 mg am Tag, Schwangere und Stillende eingeschlossen; die EFSA setzt 3 mg, die USA 2,3 mg für Männer und 1,8 mg für Frauen. Es sind Schätzwerte aus der üblichen Zufuhr, keine Bedarfswerte, weil niemand die Grenze kennt, ab der etwas fehlt: Gesunde Frauen zeigten bei 0,8 mg über acht Wochen keine Mangelzeichen. Kinder brauchen 1 bis 3 mg je nach Alter. Der Rechner zeigt, wo dein Tag landet: Vollkorn, Nüsse und Tee entscheiden, Fleisch und Milch bringen fast nichts.

Interaktiv

Wie viel Mangan isst du an einem Tag?

Tippe an, was an einem typischen Tag auf dem Teller und in der Tasse landet. Zwei Tage sind voreingestellt: der Weißmehl-Tag und der Vollkorn-Tag. Der Balken endet bei 5 mg, dem oberen Schätzwert.

5 mg
0 mg von 5 mg

Noch nichts ausgewählt. Tipp deine Mahlzeiten an oder lade einen Beispieltag.

03 Verstehen

Mangan Wirkung: Was Mangan im Körper macht

Drei Stationen vom Vollkornbrot bis zur Galle. Wer sie kennt, versteht, warum ein Mangel beim Essen praktisch nicht vorkommt, warum die Leber über zu viel entscheidet, und was Mangan überhaupt bewirkt. Und zur Sicherheit: Mangan ist nicht Magnesium, das sind zwei verschiedene Mineralstoffe mit ähnlichem Namen.

1

Aufnahme: Der Darm lässt nur wenige Prozent durch

Von den 2 bis 5 mg im Essen kommen nur 1 bis 5 % ins Blut, der Rest geht ungenutzt durch. Mangan nutzt dabei den Eisentransporter DMT1 in der Darmwand: Sind die Eisenspeicher leer, lässt der Darm mehr Mangan durch; sind sie voll, weniger. Dazu regelt der Körper nach Angebot: Bei knapper Zufuhr steigt die Aufnahmequote, bei reichlicher sinkt sie, und das aufgenommene Mangan wird schneller wieder ausgeschieden. Darum fällt weder ein Vollkorn-Tag mit 8 mg noch ein Weißmehl-Tag mit 2 mg im Blut auf.

2

Wirkung: Werkzeug in vier Enzymfamilien

Im Körper stecken nur 10 bis 20 mg, ein Viertel bis zwei Fünftel davon im Knochen. Mangan ist Baustein oder Aktivator von Enzymen: Die Mangan-Superoxiddismutase schützt in den Mitochondrien vor oxidativem Stress, die Arginase baut im Harnstoffzyklus Stickstoff ab, die Pyruvatcarboxylase hilft bei der Zuckerneubildung, die Glutaminsynthetase arbeitet im Gehirn, und Glykosyltransferasen bauen Knorpel und Bindegewebe. Daraus leitet die EU vier zugelassene Aussagen ab: Energiestoffwechsel, Knochen, Bindegewebe, Zellschutz. Nicht zugelassen: Müdigkeit und Gehirnfunktion.

3

Ausscheidung: Die Leber entscheidet über zu viel

Mehr als 90 % des aufgenommenen Mangans schickt die Leber mit der Galle zurück in den Darm, die Niere spielt kaum eine Rolle; die Halbwertszeit im Körper liegt bei zwei bis sechs Wochen. Das System hat eine Schwachstelle: Wer eine Leberzirrhose hat, scheidet schlechter aus, und wer Mangan einatmet oder über die Vene bekommt, umgeht die Bremse im Darm. Dann sammelt es sich im Gehirn, vor allem im Globus pallidus, sichtbar im MRT. So entsteht Manganismus, und so erklärt sich, warum zu viel das echte Risiko ist.

04 Diagnose

Manganmangel feststellen: Was der Bluttest kann

Mangan lässt sich im Blut messen, aber der Wert beantwortet die Mangelfrage kaum. Es gibt keinen anerkannten Biomarker für zu wenig Mangan; die Labore selbst nennen als Grund für den Test die berufliche Belastung, nicht den Mangel. Nach oben dagegen ist der Wert eindeutig.

Mangan im Blut: Werte, Grenzen und was zu hoch bedeutet

Gemessen wird im Vollblut (Normbereich etwa 4 bis 15 µg/l, je nach Labor bis 22 µg/l), seltener im Serum (0,3 bis 1,1 µg/l), weil der Großteil des Mangans in den roten Blutkörperchen sitzt. Die Werte schwanken mit Eisenstatus und Methode, korrelieren schlecht mit der Zufuhr, und schon das Röhrchen kann die Probe verunreinigen. Eine Haaranalyse ist für Mangan nicht validiert, die Verbraucherzentrale rät ab. Ernst zu nehmen ist der Wert nach oben: Ein erhöhtes Blutmangan bei Schweißarbeit, Lebererkrankung, Präparaten oder Brunnenwasser ist eine Diagnose, dazu passt im MRT ein helles Signal im Globus pallidus.

Blutröhrchen im Probenständer: Mangan wird im Vollblut gemessen, der Wert zeigt eher zu viel als zu wenig
Ein Spurenelement-Röhrchen, damit das Röhrchen selbst den Wert nicht verfälscht. Gemessen wird im Vollblut, weil der Großteil des Mangans in den roten Blutkörperchen sitzt.

Wer den Wert trotzdem wissen will, bekommt ihn in jeder Praxis als Selbstzahlerleistung. Teuer ist das nicht, aussagekräftig für die Mangelfrage aber auch nicht.

05 Behandlung

Manganmangel beheben und zu viel Mangan vermeiden

Für Gesunde gibt es keine Mangan-Therapie, weil es kein Mangelbild gibt, das man behandeln müsste. Die eigentliche Frage lautet umgekehrt: Wann wird Mangan zu viel, und wer ist davon wirklich betroffen? Hier stehen beide Antworten, mit Zahlen.

Manganmangel beheben: Essen statt Tabletten

Wenn der Tagesrechner unter 2 mg zeigt, ist die Lösung ein Lebensmittel, kein Präparat: Vollkornbrot statt Toast bringt pro zwei Scheiben rund 1,6 mg mehr, Haferflocken 1,8 mg je 50 g, eine Handvoll Haselnüsse 1,9 mg, ein Teller Vollkornnudeln 2,6 mg. Damit liegt der Tag im Schätzbereich, mehr braucht es nicht. Gezielte Mangangaben gibt es nur in zwei Situationen und nur ärztlich: bei Ernährung über die Vene (55 µg am Tag) und beim Gendefekt SLC39A8, wo zwei Kinder hochdosiertes Mangan unter engmaschiger Blutkontrolle bekamen. Für alle anderen gilt der nächste Abschnitt.

Mangan als Nahrungsergänzung: Wann es sinnvoll ist

Fast nie. Die Verbraucherzentrale hält Manganpräparate bei normaler Ernährung für unnötig, das BfR empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 0,5 mg je Tagesdosis und rät von angereicherten Lebensmitteln ganz ab. Der Markt ignoriert das: Multivitamine enthalten 0,5 bis 4 mg Mangan, Einzelpräparate 5 bis 10 mg, also das Zehn- bis Zwanzigfache des BfR-Werts, und zusammen mit dem Essen landet man bei den 8 mg, die die EFSA als sicheren Gesamtwert nennt, oder darüber. Ein Fallbericht beschreibt eine 37-Jährige mit Parkinson-Syndrom nach Jahren mit einem fehldosierten Knochenpräparat. Wer Mangan schluckt, sollte die Milligramm aller Packungen zusammenzählen.

Mangan Überdosierung: Wie viel ist zu viel?

Für Lebensmittel gibt es keine belegte Vergiftung: Teetrinker:innen mit 5,5 bis 10 mg am Tag hatten dasselbe Blutmangan wie andere, vegane Tage mit 8 bis 14 mg sind ohne Berichte über Schäden. Die EFSA leitete 2023 deshalb keine Obergrenze ab, sondern einen Sicherheitswert von 8 mg am Tag; die USA nennen 11 mg. Kritisch wird es, wenn die Darmbremse umgangen wird: beim Einatmen von Manganstaub beim Schweißen, im Bergbau oder in der Stahlproduktion, über stark belastetes Brunnenwasser, bei Leberzirrhose, bei jahrelanger Ernährung über die Vene oder bei der Droge Ephedron, die mit Kaliumpermanganat hergestellt wird. Die Tabelle zeigt, wer betroffen ist.

Zu viel Mangan

Wer wirklich betroffen ist

Sechs Wege, auf denen Mangan die Bremse im Darm umgeht oder die Ausscheidung versagt, und zum Vergleich das Essen.

Wie vielWerWas tun
Schweißen, Bergbau, StahlStaub in der Atemluft, über JahreBerufsgruppen mit ManganexpositionBiomonitoring, Arbeitsplatzgrenzwert, Berufskrankheit
Brunnenwasserab 0,2 bis 1 mg/l dauerhaftHausbrunnen ohne EntmanganungAnalyse, Gesundheitsamt, Kinder schützen
Leberzirrhosenormale Zufuhr reichtLebererkrankte mit gestörter GalleBlutwert und MRT, keine Präparate
Ernährung über die Veneüber 500 µg am TagLangzeit-Patient:innen, KinderDosis nach ESPEN 55 µg, Vollblut prüfen
Präparate5 bis 10 mg je Kapsel, oft jahrelangKnochen-, Gelenk-, Multi-Nutzer:innenPackungen zusammenzählen, absetzen
Ephedron (Droge)Manganreste aus KaliumpermanganatKonsument:innen, vor allem OsteuropaEntzug, neurologische Behandlung
Tee, vegane Kost5 bis 14 mg am Tag aus LebensmittelnTeetrinker:innen, Vegetarier:innenNichts: kein Fall belegt, Blutwerte normal

Quellen: Gospe 2025, ESPEN 2022, EFSA 2023, NIH ODS, Hope 2006, UBA 2026, Schuh 2016. Kein Diagnose-Tool.

Zu viel Mangan: Symptome und Manganismus

Manganismus beginnt unauffällig mit Kopfschmerz, Schwäche, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Reizbarkeit, dann folgen Schlafstörungen, Gedächtnisprobleme und Stimmungsschwankungen. Später kommen Bewegungsstörungen, die an Parkinson erinnern: steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen, leise Sprache, Gleichgewichtsprobleme und ein typischer „Hahnengang“ auf den Zehenballen. Zittern kann vorkommen, ist aber nicht typisch, und anders als bei Parkinson hilft Levodopa kaum. Das Mangan sitzt im Globus pallidus, sichtbar als helles Signal im MRT. Die Behandlung heißt Quelle stoppen, bei Bedarf Chelatbildner und Eisen; die Schäden können bleiben und schritten bei Ferromangan-Arbeitern noch zehn Jahre nach Expositionsende fort.

Bei Mangan ist zu viel das größere Risiko als zu wenig. Einen Mangel durch das Essen gibt es praktisch nicht, aber ich sehe Menschen, die neben dem Multivitamin noch Gelenkkapseln und ein Knochenpräparat nehmen und so bei acht oder zehn Milligramm am Tag liegen, ohne es zu wissen. Mein Rat: erst das Eisen klären, dann die Packungen zusammenzählen, und Mangan nur aus dem Vollkornregal holen.

Joerg Hauke, Ernährungsexperte, fachliche Prüfung dieses Artikels

Mangan Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Aus dem Essen hat Mangan keine Nebenwirkungen. Bei Präparaten gilt: Mangan bremst die Eisenaufnahme, Calcium und Eisen bremsen das Mangan; wer Eisen nimmt, nimmt Mangan getrennt davon und nicht ohne Grund. Vorsicht bei Lebererkrankungen, weil die Ausscheidung über die Galle läuft, und bei Kindern, deren US-Obergrenze bei 2 bis 6 mg liegt. Magnesium und Mangan stören sich nicht, haben aber auch keinen belegten gemeinsamen Nutzen. Zink erhöht die Aufnahme leicht. Und die Dosis entscheidet: Eine Tasse Tee mit 0,4 mg ist ein Lebensmittel, eine 10-mg-Kapsel ist eine Entscheidung, die in die Praxis gehört.

Zittern oder Gangunsicherheit

Steife Bewegungen, unsicherer Gang, leise Sprache oder neue Reizbarkeit bei Menschen mit Lebererkrankung, Schweißarbeit, Brunnenwasser oder Manganpräparaten: ärztlich abklären, Vollblut-Mangan und bei Bedarf MRT. Die Zeit zählt, weil Schäden bleiben können.

06 Ernährung

Mangan Lebensmittel: Wo am meisten drinsteckt

Mangan steckt in Pflanzen: Vollkorn, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Tofu und Tee tragen den Tag, tierische Lebensmittel liefern fast nichts. Die Balken zeigen beide Welten, damit klar ist, warum eine Kost aus Weißmehl, Fleisch und Milch am unteren Rand landet. Alle Werte gelten pro 100 g wie gegessen.

Mangan pro 100 g: Top 10 pflanzlich und Top 10 tierisch

  1. Pinienkerne: 8.8 mg
  2. Hanfsamen, geschält: 7.6 mg
  3. Haselnüsse: 6.2 mg
  4. Kürbiskerne: 4.5 mg
  5. Pekannüsse: 4.5 mg
  6. Haferflocken: 3.6 mg
  7. Walnüsse: 3.4 mg
  8. Vollkornbrötchen: 2.3 mg
  9. Vollkornbrot: 2.2 mg
  10. Mandeln: 2.2 mg

USDA FoodData Central SR Legacy 2018. Je Portion: 15 g Pinienkerne 1,3 mg, 30 g Haselnüsse 1,9 mg, 50 g Haferflocken 1,8 mg, zwei Scheiben Vollkornbrot 2,2 mg. Nach Alltagsportion führen Vollkornnudeln (200 g gekocht 2,6 mg), Kichererbsen (150 g 1,5 mg), Naturreis (150 g 1,5 mg), Spinat (150 g 1,4 mg) und Ananas (150 g 1,4 mg). Der Bundeslebensmittelschlüssel nennt für Pekannüsse 8,1 und für Haferflocken 4,9 mg.

Vollkorn statt Weißmehl: Der größte Hebel

Mangan sitzt in Kleie und Keimling, und genau die fallen beim Ausmahlen weg. Weizenmehl Type 405 enthält nur noch rund 15 % des Mangans von Vollkornmehl, polierter Reis 30 bis 40 % des Naturreises, Weißbrot und helle Nudeln ein Viertel bis ein Drittel der Vollkornversion. Für den Teller: zwei Scheiben Vollkornbrot liefern 2,2 mg, zwei Scheiben Weißbrot 0,5 mg; ein Teller Vollkornnudeln 2,6 mg, helle Nudeln 0,6 mg. Kochen kostet dagegen wenig: Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte behalten ihr Mangan, nur Gemüse verliert im Kochwasser grob ein Zehntel bis ein Drittel.

Welches Obst enthält viel Mangan?

Ananas ist die Ausnahme unter den Früchten: 150 g frisch liefern 1,4 mg, aus der Dose sogar 1,7 mg, ein Glas Ananassaft 1 mg. Dahinter folgen Beeren: Himbeeren und Brombeeren mit 0,8 mg je Schale, Erdbeeren 0,6 mg, Heidelbeeren 0,4 mg (Waldheidelbeeren laut deutscher Tabelle deutlich mehr). Banane bringt 0,3 mg, und die Alltagsfrüchte Apfel, Birne, Orange und Trauben unter 0,1 mg je Stück. Beim Gemüse führen gekochter Spinat (150 g 1,4 mg), Grünkohl (0,8 mg), Süßkartoffel und Rote Bete; Kartoffeln, Tomaten, Gurken und Paprika liegen bei 0,1 bis 0,3 mg je Portion.

Ananas, Haferflocken mit Haselnüssen, Vollkornbrot, Kichererbsen und Tee auf einer Küchenarbeitsplatte: die wichtigsten Manganquellen im Alltag
Ananas ist das einzige Obst, das beim Mangan vorn mitspielt. Zusammen mit Vollkorn, Nüssen, Hülsenfrüchten und Tee ist der Schätzwert an einem normalen Tag mehrfach erreicht.

Tee und Kaffee: Getränke als Manganquelle

Eine Tasse Schwarztee (200 ml) enthält bei üblicher Ziehzeit 0,3 bis 0,6 mg Mangan, bei langem Ziehen oder mit Zitrone bis zu 1,3 mg; grüner Tee liefert 0,4 bis 1 mg. Vier Tassen am Tag sind damit 1,3 bis 2,5 mg, so viel wie ein Teller Vollkornnudeln. Die oft zitierten „73 mg Mangan in schwarzem Tee“ gelten für 100 g trockene Blätter, nicht für die Tasse. Kaffee (0,05 bis 0,14 mg), Kräutertee und Rooibos bringen fast nichts, Kakao dagegen schon: ein Esslöffel Backkakao 0,4 mg, 30 g Zartbitterschokolade 0,6 mg.

Interaktiv

Wie viel Mangan steckt in …?

Werte in mg pro 100 g, Nüsse trocken, Getreide und Hülsenfrüchte gekocht, Tee und Kaffee je Tasse. Die Ampel bezieht sich auf eine typische Portion und den Referenzwert von 2 mg: grün ab 15 %, gelb 5 bis 14 %, rot darunter. Tipp ein, was du isst, oder wähle eine Gruppe.

  • Haferflocken Haferflocken zart/kernig, Porridge-Basis 3,6350 g (1 Portion) = 1,81 mg (91 % des Referenzwerts), roh, trocken, USDA
  • Haferbrei Porridge, Haferflocken mit Wasser gekocht 0,58250 g (1 Schale) = 1,45 mg (72 % des Referenzwerts), gekocht mit Wasser, USDA
  • Vollkornbrot Weizenvollkornbrot 2,175 g (1 Scheibe) = 1,09 mg (54 % des Referenzwerts), Scheibe, fertig gebacken, USDA
  • Roggenbrot Roggenmischbrot, Graubrot 0,825 g (1 Scheibe) = 0,41 mg (21 % des Referenzwerts), Scheibe, fertig gebacken, USDA
  • Mischbrot Weizenmischbrot 1,035 g (1 Scheibe) = 0,51 mg (26 % des Referenzwerts), Scheibe, fertig gebacken, USDA
  • Weißbrot Toastbrot, Weizenbrot 0,543 g (1 Scheibe) = 0,16 mg (8 % des Referenzwerts), Scheibe, fertig gebacken, USDA
  • Pumpernickel 1,35 g (1 Scheibe) = 0,65 mg (33 % des Referenzwerts), Scheibe, fertig gebacken, USDA
  • Brötchen, hell Semmel, Schrippe, Weizenbrötchen 0,4655 g (1 Stück) = 0,25 mg (13 % des Referenzwerts), Stück, USDA
  • Vollkornbrötchen Weizenvollkornbrötchen 2,36 g (1 Stück) = 1,38 mg (69 % des Referenzwerts), Stück, USDA
  • Knäckebrot Roggenknäcke 2,4810 g (1 Scheibe) = 0,25 mg (12 % des Referenzwerts), Scheibe, USDA
  • Naturreis Vollkornreis 0,9715 g (1 Portion) = 1,46 mg (73 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Reis, weiß Langkornreis, Basmati 0,4715 g (1 Portion) = 0,71 mg (35 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Vollkornnudeln Vollkornspaghetti, Vollkornpasta 1,322 g (1 Portion) = 2,64 mg (132 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Nudeln, hell Spaghetti, Penne, Pasta 0,322 g (1 Portion) = 0,64 mg (32 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Bulgur 0,6115 g (1 Portion) = 0,91 mg (46 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Quinoa 0,6315 g (1 Portion) = 0,95 mg (47 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Hirse 0,2715 g (1 Portion) = 0,41 mg (20 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Weizenvollkornmehl 4,0730 g (2 EL) = 1,22 mg (61 % des Referenzwerts), Mehl, roh, USDA
  • Weizenmehl, hell Type 405 0,6830 g (2 EL) = 0,2 mg (10 % des Referenzwerts), Mehl, roh, USDA
  • Cornflakes 0,09530 g (1 Schüssel) = 0,03 mg (1 % des Referenzwerts), trocken, USDA
  • Popcorn ungesüßt 1,1120 g (1 Schüssel klein) = 0,22 mg (11 % des Referenzwerts), gepoppt, ohne Zucker, USDA
  • Reiswaffeln Reiscracker, ungesalzen 3,7316 g (2 Stück) = 0,6 mg (30 % des Referenzwerts), Stück 8 g, USDA
  • Linsen Tellerlinsen, braune Linsen 0,492 g (1 Portion) = 0,99 mg (49 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Kichererbsen 1,0315 g (1 Portion) = 1,54 mg (77 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Kidneybohnen rote Bohnen 0,4815 g (1 Portion) = 0,72 mg (36 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Weiße Bohnen Cannellini 0,6415 g (1 Portion) = 0,95 mg (48 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Sojabohnen 0,8215 g (1 Portion) = 1,24 mg (62 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Erbsen, grün Gartenerbsen 0,531 g (1 Portion) = 0,53 mg (26 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Edamame 1,021 g (1 Portion) = 1,02 mg (51 % des Referenzwerts), TK, gegart, USDA
  • Tofu natur Bohnenquark 1,181 g (1 Portion) = 1,18 mg (59 % des Referenzwerts), frisch, fest, USDA
  • Tempeh 1,31 g (1 Portion) = 1,3 mg (65 % des Referenzwerts), natur, USDA
  • Hummus 1,1650 g (3 EL) = 0,58 mg (29 % des Referenzwerts), Fertigprodukt, USDA
  • Sojadrink Sojamilch, ungesüßt 0,22200 g (1 Glas) = 0,45 mg (22 % des Referenzwerts), Getränk, USDA
  • Erdnussmus Erdnussbutter 1,6720 g (1 EL) = 0,33 mg (17 % des Referenzwerts), ohne Salz, USDA
  • Haselnüsse 6,173 g (1 Handvoll) = 1,85 mg (93 % des Referenzwerts), roh (trocken), USDA
  • Walnüsse 3,413 g (1 Handvoll) = 1,02 mg (51 % des Referenzwerts), roh (trocken), USDA
  • Pekannüsse Pecannüsse 4,53 g (1 Handvoll) = 1,35 mg (68 % des Referenzwerts), roh (trocken), USDA
  • Mandeln 2,183 g (1 Handvoll) = 0,65 mg (33 % des Referenzwerts), roh (trocken), USDA
  • Kürbiskerne 4,5420 g (2 EL) = 0,91 mg (45 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Sonnenblumenkerne 1,9520 g (2 EL) = 0,39 mg (20 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Cashewkerne Cashews 1,663 g (1 Handvoll) = 0,5 mg (25 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Pistazien 1,23 g (1 Handvoll) = 0,36 mg (18 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Erdnüsse geröstet, ungesalzen 1,793 g (1 Handvoll) = 0,54 mg (27 % des Referenzwerts), trocken geröstet, USDA
  • Paranuss Paranüsse 1,2210 g (2 Nüsse) = 0,12 mg (6 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Macadamia 4,133 g (1 Handvoll) = 1,24 mg (62 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Pinienkerne 8,815 g (1 EL) = 1,32 mg (66 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Sesam Sesamsaat 2,4610 g (1 EL) = 0,25 mg (12 % des Referenzwerts), ganz, trocken, USDA
  • Leinsamen Flachs 2,4810 g (1 EL) = 0,25 mg (12 % des Referenzwerts), ganz, trocken, USDA
  • Chiasamen 2,7215 g (1 EL) = 0,41 mg (20 % des Referenzwerts), trocken, USDA
  • Mandelmus Mandelbutter 2,1320 g (1 EL) = 0,43 mg (21 % des Referenzwerts), ohne Salz, USDA
  • Spinat roh, Salat 0,98 g (1 Portion) = 0,72 mg (36 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Spinat gekocht 0,9415 g (1 Portion) = 1,4 mg (70 % des Referenzwerts), gekocht, abgetropft, USDA
  • Grünkohl 0,5415 g (1 Portion) = 0,81 mg (41 % des Referenzwerts), gekocht, abgetropft, USDA
  • Brokkoli 0,1915 g (1 Portion) = 0,29 mg (15 % des Referenzwerts), gekocht, abgetropft, USDA
  • Blumenkohl 0,1315 g (1 Portion) = 0,2 mg (10 % des Referenzwerts), gekocht, abgetropft, USDA
  • Karotte Möhre, Mohrrübe 0,148 g (1 Portion) = 0,11 mg (6 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Tomate 0,111 g (1 Portion) = 0,11 mg (6 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Gurke 0,0791 g (1 Portion) = 0,08 mg (4 % des Referenzwerts), roh, mit Schale, USDA
  • Paprika, rot 0,111 g (1 Portion) = 0,11 mg (6 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Zwiebel 0,1350 g (1 kleine) = 0,07 mg (3 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Knoblauch 1,675 g (1 Zehe) = 0,08 mg (4 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Rote Bete Rote Rübe 0,331 g (1 Portion) = 0,33 mg (16 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Zucchini 0,1815 g (1 Portion) = 0,27 mg (13 % des Referenzwerts), roh, mit Schale, USDA
  • Champignons 0,0471 g (1 Portion) = 0,05 mg (2 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Mais Zuckermais 0,171 g (1 Portion) = 0,17 mg (8 % des Referenzwerts), gekocht, USDA
  • Avocado 0,141 g (1 Portion) = 0,14 mg (7 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Kartoffeln, geschält gekocht Salzkartoffeln 0,142 g (1 Portion) = 0,28 mg (14 % des Referenzwerts), gekocht, ohne Schale, USDA
  • Kartoffeln, in der Schale gekocht Pellkartoffeln, Fruchtfleisch 0,142 g (1 Portion) = 0,28 mg (14 % des Referenzwerts), gekocht, Fruchtfleisch, USDA
  • Kartoffel, gebacken Ofenkartoffel, mit Schale 0,222 g (1 Portion) = 0,44 mg (22 % des Referenzwerts), gebacken, mit Schale, USDA
  • Süßkartoffel 0,515 g (1 Portion) = 0,74 mg (37 % des Referenzwerts), gebacken, Fruchtfleisch, USDA
  • Kürbis Hokkaido, Butternut 0,1915 g (1 Portion) = 0,28 mg (14 % des Referenzwerts), gebacken, USDA
  • Ananas 0,9315 g (1 Portion) = 1,39 mg (70 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Ananas aus der Dose 1,1215 g (1 Portion) = 1,68 mg (84 % des Referenzwerts), Konserve, Wasser, mit Saft, USDA
  • Ananassaft 0,52 g (1 Portion) = 1,01 mg (50 % des Referenzwerts), Saft, USDA
  • Banane 0,2712 g (1 Portion) = 0,32 mg (16 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Heidelbeeren Blaubeeren 0,34125 g (1 Portion) = 0,42 mg (21 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Himbeeren 0,67125 g (1 Portion) = 0,84 mg (42 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Brombeeren 0,65125 g (1 Portion) = 0,81 mg (40 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Erdbeeren 0,3915 g (1 Portion) = 0,58 mg (29 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Apfel 0,03515 g (1 Portion) = 0,05 mg (3 % des Referenzwerts), roh, mit Schale, USDA
  • Birne 0,04815 g (1 Portion) = 0,07 mg (4 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Orange 0,02515 g (1 Portion) = 0,04 mg (2 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Weintrauben 0,071125 g (1 Portion) = 0,09 mg (4 % des Referenzwerts), roh, USDA
  • Datteln Medjool 0,348 g (2 Stück) = 0,14 mg (7 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Rosinen 0,2330 g (1 Handvoll) = 0,07 mg (3 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Backpflaumen Trockenpflaumen 0,340 g (4 Stück) = 0,12 mg (6 % des Referenzwerts), getrocknet, USDA
  • Miesmuscheln 0,3215 g (1 Portion) = 0,47 mg (24 % des Referenzwerts), gegart, BLS 4.0
  • Austern 0,1560 g (6 Stück) = 0,09 mg (4 % des Referenzwerts), gegart, BLS 4.0
  • Venusmuscheln Clams 11 g (1 Portion) = 1 mg (50 % des Referenzwerts), gegart, USDA
  • Garnelen Shrimps 0,0491 g (1 Portion) = 0,05 mg (2 % des Referenzwerts), gegart, USDA
  • Tintenfisch Calamari 0,071 g (1 Portion) = 0,07 mg (4 % des Referenzwerts), frittiert, USDA
  • Lachs 0,01615 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), gegart, USDA
  • Thunfisch aus der Dose 0,0191 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), in Wasser, abgetropft, USDA
  • Matjes/Hering, mariniert 0,041 g (1 Portion) = 0,04 mg (2 % des Referenzwerts), mariniert, USDA
  • Kabeljau Dorsch 0,0215 g (1 Portion) = 0,03 mg (2 % des Referenzwerts), gegart, USDA
  • Sardinen aus der Dose 0,111 g (1 Portion) = 0,11 mg (5 % des Referenzwerts), in Öl, abgetropft, mit Gräten, USDA
  • Fischstäbchen 0,181 g (1 Portion) = 0,18 mg (9 % des Referenzwerts), TK, zubereitet, USDA
  • Rinderhack Hackfleisch gemischt, Frikadelle 0,01215 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, 15 % Fett, USDA
  • Rindfleisch, mager Rinderbraten, Roastbeef 0,01815 g (1 Portion) = 0,03 mg (1 % des Referenzwerts), geschmort, mager, USDA
  • Hähnchenbrust Hühnerbrust 0,01715 g (1 Portion) = 0,03 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, ohne Haut, USDA
  • Hähnchenkeule Hühnerschenkel 0,01415 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, ohne Haut, USDA
  • Putenbrust 0,01115 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, USDA
  • Schweinelende Schweinefilet, Kotelett 0,01615 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, mager, USDA
  • Kochschinken 0,04130 g (1 Scheibe) = 0,01 mg (1 % des Referenzwerts), Aufschnitt, BLS 4.0
  • Salami Salami, Italienisch 0,0720 g (2 Scheiben) = 0,01 mg (1 % des Referenzwerts), Aufschnitt, USDA
  • Leberwurst 0,1530 g (1 Portion) = 0,05 mg (2 % des Referenzwerts), Aufstrich, USDA
  • Bratwurst Schwein 0,0141 g (1 Portion) = 0,01 mg (1 % des Referenzwerts), gebraten, USDA
  • Rinderleber 0,361 g (1 Portion) = 0,36 mg (18 % des Referenzwerts), geschmort, USDA
  • Vollmilch Kuhmilch 3,5 % 0,0042 g (1 Portion) = 0,01 mg (0 % des Referenzwerts), Trinkmilch, USDA
  • Joghurt natur Vollmilch 0,00415 g (1 Portion) = 0,01 mg (0 % des Referenzwerts), 3,5 % Fett, USDA
  • Quark Magerquark; USDA-Gegenstück Hüttenkäse 0,01515 g (1 Portion) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), Hüttenkäse 2 %, USDA
  • Gouda 0,01130 g (1 Scheibe) = 0 mg (0 % des Referenzwerts), Schnittkäse, USDA
  • Emmentaler 0,02630 g (1 Scheibe) = 0,01 mg (0 % des Referenzwerts), Hartkäse, USDA
  • Mozzarella 0,03125 g (1 Portion) = 0,04 mg (2 % des Referenzwerts), Vollmilch, USDA
  • Parmesan 0,0210 g (1 EL) = 0 mg (0 % des Referenzwerts), gerieben, USDA
  • Hühnerei, hart gekocht 0,02655 g (1 Ei) = 0,01 mg (1 % des Referenzwerts), Ei, Größe M (ca. 55 g essbar), USDA
  • Sahne Schlagsahne, 30 % 0,00630 g (1 EL) = 0 mg (0 % des Referenzwerts), flüssig, USDA
  • Milchkakao Kakaomilch 0,0772 g (1 Portion) = 0,15 mg (8 % des Referenzwerts), Fertiggetränk, USDA
  • Schwarztee Ceylon, Assam, Earl Grey 0,222 ml (1 Tasse) = 0,44 mg (22 % des Referenzwerts), Aufguss, Tasse 200 ml, USDA
  • Grüntee 0,182 ml (1 Tasse) = 0,37 mg (18 % des Referenzwerts), Aufguss, Tasse 200 ml, USDA
  • Kräutertee Kamille, Pfefferminze, Fenchel 0,0442 ml (1 Tasse) = 0,09 mg (4 % des Referenzwerts), Aufguss, Tasse 200 ml, USDA
  • Hibiskustee 0,482 ml (1 Tasse) = 0,95 mg (48 % des Referenzwerts), Aufguss, Tasse 200 ml, USDA
  • Oolong-Tee 0,212 ml (1 Tasse) = 0,42 mg (21 % des Referenzwerts), Aufguss, Tasse 200 ml, USDA
  • Kaffee, aufgebrüht Filterkaffee 0,0232 ml (1 Tasse) = 0,05 mg (2 % des Referenzwerts), Tasse 200 ml, USDA
  • Espresso 0,0540 g (1 Tasse) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), Tasse 40 ml, USDA
  • Kakao, aus Pulver mit Wasser 0,0372 ml (1 Tasse) = 0,07 mg (4 % des Referenzwerts), Fertiggetränk (Kakaomix, Tasse), USDA
  • Bier Pils, Helles 0,008330 g (1 Flasche) = 0,03 mg (1 % des Referenzwerts), Glas 330 ml, USDA
  • Rotwein 0,13150 g (1 Glas) = 0,2 mg (10 % des Referenzwerts), Glas 150 ml, USDA
  • Weißwein 0,12150 g (1 Glas) = 0,18 mg (9 % des Referenzwerts), Glas 150 ml, USDA
  • Orangensaft 0,0142 ml (1 Glas) = 0,03 mg (1 % des Referenzwerts), Glas 200 ml, USDA
  • Apfelsaft 0,0742 ml (1 Glas) = 0,15 mg (7 % des Referenzwerts), Glas 200 ml, USDA
  • Mandeldrink Mandelmilch, ungesüßt 0,042 ml (1 Glas) = 0,08 mg (4 % des Referenzwerts), Glas 200 ml, USDA
  • Kokoswasser 0,222 ml (1 Glas) = 0,44 mg (22 % des Referenzwerts), Glas 200 ml, USDA
  • Nelken, gemahlen 60,132,1 g (1 TL) = 1,26 mg (63 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Zimt, gemahlen 17,472,6 g (1 TL) = 0,45 mg (23 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Kurkuma Gelbwurz, gemahlen 19,83 g (1 TL) = 0,59 mg (30 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Ingwerpulver Ingwer gemahlen 33,31,8 g (1 TL) = 0,6 mg (30 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Pfeffer, schwarz 12,752,3 g (1 TL) = 0,29 mg (15 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Paprikapulver 1,592,3 g (1 TL) = 0,04 mg (2 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Kreuzkümmel Cumin 3,332,1 g (1 TL) = 0,07 mg (4 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Oregano, getrocknet 4,991 g (1 TL) = 0,05 mg (2 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Currypulver 8,32 g (1 TL) = 0,17 mg (8 % des Referenzwerts), Teelöffel, USDA
  • Weizenkeime 13,310 g (1 EL) = 1,33 mg (66 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Weizenkleie 11,510 g (1 EL) = 1,15 mg (57 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Haferkleie 5,6310 g (1 EL) = 0,56 mg (28 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Kakaopulver Backkakao, stark entölt 3,8410 g (1 EL) = 0,38 mg (19 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Zartbitterschokolade 70 bis 85 % Kakao 1,9530 g (4 Stück) = 0,58 mg (29 % des Referenzwerts), Riegel, USDA
  • Vollmilchschokolade 0,4730 g (4 Stück) = 0,14 mg (7 % des Referenzwerts), Riegel, USDA
  • Nuss-Nougat-Creme Nutella-Typ 0,8720 g (1 EL) = 0,17 mg (9 % des Referenzwerts), Aufstrich, USDA
  • Ahornsirup 2,9120 g (1 EL) = 0,58 mg (29 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Honig 0,0820 g (1 EL) = 0,02 mg (1 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Sojasauce 1,0215 g (1 EL) = 0,15 mg (8 % des Referenzwerts), Esslöffel, USDA
  • Müsliriegel Granola Bar 1,7825 g (1 Riegel) = 0,44 mg (22 % des Referenzwerts), Riegel, USDA
  • Kartoffelchips 0,4330 g (1 kleine Portion) = 0,13 mg (6 % des Referenzwerts), Portion, USDA

Trinkmahlzeit und Mangan: Was eine Flasche liefert

An Tagen ohne Vollkorn, Nüsse oder Tee fehlt oft der eine Baustein. Eine Trinkmahlzeit mit definierten Nährstoffmengen ist dann planbar: Eine Flasche Saturo (400 ml) enthält 0,30 mg Mangan, 15 % des Referenzwerts von 2 mg, dazu die anderen 25 Vitamine und Mineralstoffe, 36 g Protein und 400 kcal. Das ist eine Nährwertangabe, kein Versprechen: Die Flasche ersetzt weder das Vollkornbrot noch behandelt sie irgendetwas, und auf der Überdosis-Seite liegt sie weit unter jeder Grenze. Sie ist eine vollwertige Mahlzeit, bei der du weißt, was drin ist.

Trinkmahlzeit 6 x 400 ml
Aus dem Saturo-Sortiment

Trinkmahlzeit: eine vollwertige Mahlzeit aus der Flasche

26 Vitamine und Mineralstoffe, darunter Mangan, Eisen, Zink und Kupfer, plus 36 g Protein und 400 kcal pro Flasche. Referenzmenge Mangan: 2 mg pro Tag (NRV).

26Vitamine & Mineralstoffe
36 gProtein
400kcal
0,30 mgMangan pro Flasche15 % der Referenzmenge
Sorte wählen
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Trinkmahlzeit · Cocoa€4,39 pro Mahlzeit ·
07 Sonderfälle

Trinkwasser, Schwangerschaft, Kinder: Was du sonst über Mangan wissen solltest

Drei Fragen tauchen in fast jeder Suche auf, und keine handelt vom Mangel am Teller: Mangan im Wasser, Mangan in der Schwangerschaft und bei Kindern, Mangan für die Gelenke. Hier die Studienlage, ohne Versprechen.

Mangan im Trinkwasser: Ab welchem Wert es schädlich ist

Der deutsche Grenzwert liegt bei 0,050 mg/l (50 µg/l). Er ist laut Umweltbundesamt technisch begründet: Darüber bilden sich Ablagerungen und Verfärbungen im Leitungsnetz, „lange bevor eine gesundheitliche Besorgnis besteht“. Die Gesundheitsschwellen liegen höher: Die WHO nennt 0,08 mg/l als vorläufigen Leitwert für Flaschenkinder, das Umweltbundesamt 0,20 mg/l als Maßnahmenwert für Säuglinge und Kleinkinder und 1,0 mg/l für alle anderen. Das Risiko sind Hausbrunnen: Dort liegt Mangan gelöst und farblos vor, man sieht und schmeckt es nicht, nur eine Analyse hilft. Die Skala ordnet deinen Wert ein.

Interaktiv

Welchen Manganwert hat dein Wasser?

Tippe einen Wert an oder trage die Zahl aus der Analyse deines Versorgers oder Brunnens ein, in µg/l oder mg/l. Die Skala ist logarithmisch, damit Leitungswasser und Brunnenwerte auf eine Linie passen.

Einheit:

Wähle oben einen Wert. Zonen nach Trinkwasserverordnung 2023, WHO 2021 und Umweltbundesamt 2026.

Schwangerschaft, Säuglinge und Kinder

Schwangere und Stillende brauchen laut DGE und EFSA nicht mehr Mangan als sonst, die USA setzen 2,0 und 2,6 mg. Ein Präparat ist nicht nötig: Eine Kohortenstudie fand das Geburtsgewicht bei sehr niedrigem und sehr hohem mütterlichem Blutmangan etwas niedriger, nicht signifikant, und ein Nutzen der Einnahme ist nicht belegt. Muttermilch enthält nur 3 bis 10 µg/l, wird aber zu rund 8 % aufgenommen; ein Mangel gestillter Babys ist nicht beschrieben. Kinder brauchen 0,5 bis 3 mg je nach Alter, ihre US-Obergrenze liegt bei nur 2 bis 6 mg: Kinder bekommen keine Manganpräparate.

Glas wird am Wasserhahn gefüllt: Leitungswasser in Deutschland liegt beim Mangan fast immer weit unter dem Grenzwert
Beim Versorger ist Mangan Routine, das Wasser kommt meist mit unter 20 µg/l an. Beim Hausbrunnen ist Mangan unsichtbar und geschmacklos, da hilft nur die Analyse.

Ist Mangan gut bei Arthrose und für die Knochen?

Für die Knochen gibt es eine zugelassene Aussage („trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“), aber keinen Beleg, dass Präparate helfen: Die einzige Studie mit Mangan lief über zwei Jahre mit einem Kombipräparat aus Calcium, Zink, Kupfer und 5 mg Mangan bei 59 Frauen nach den Wechseljahren, der Manganbeitrag ist nicht trennbar. Bei Arthrose ist ein Manganmangel als Ursache nicht belegt; die Gelenkstudie testete Glucosamin plus Chondroitin plus Manganascorbat an 34 Männern. Für die Knochen bringen Calcium, Vitamin D und Bewegung belegt mehr, Mangan kommt mit dem Vollkorn von selbst.

08 Nachschlagen

Häufige Fragen zu Manganmangel

Sind Magnesium und Mangan das Gleiche?

Nein. Magnesium ist ein Mengenelement, der Körper enthält rund 25 g davon und braucht 300 bis 400 mg am Tag. Mangan ist ein Spurenelement mit 10 bis 20 mg Körperbestand und 2 bis 5 mg Schätzwert. Beide zusammen einzunehmen stört nicht, bringt aber keinen belegten Vorteil. Mehr im Magnesiummangel-Artikel.

Was ist der Gegenspieler von Mangan?

Eisen. Beide nutzen denselben Transporter im Darm: Volle Eisenspeicher und Eisenpräparate senken die Manganaufnahme, leere Speicher erhöhen sie, und Mangan bremst umgekehrt die Eisenaufnahme. Auch Calcium hemmt in Testmahlzeiten. Im Alltag gleicht der Körper das über die Aufnahmequote aus.

Was sollte man nicht zusammen mit Mangan einnehmen?

Bei Präparaten: Eisen- und Calciumtabletten nicht gleichzeitig, sie blockieren die Aufnahme; Zink dagegen erhöht sie. Wichtiger als die Kombination ist die Summe: Multivitamin, Gelenkkapsel und Knochenpräparat zusammen überschreiten schnell die 8 mg der EFSA. Bei Lebererkrankung Manganpräparate ganz meiden.

Enthalten Haferflocken Mangan?

Ja, sie gehören zu den besten Alltagsquellen: 50 g Haferflocken liefern 1,8 mg (USDA) bis 2,5 mg (Bundeslebensmittelschlüssel), also fast den ganzen Referenzwert von 2 mg. Mit 20 g Haselnüssen sind es über 3 mg, das 70- bis 100-Fache eines Cornflakes-Frühstücks.

Wie viel Mangan maximal am Tag?

Die EFSA nennt 8 mg aus allen Quellen als sicheren Wert, eine echte Obergrenze konnte sie nicht ableiten; die USA setzen 11 mg. Für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt das BfR höchstens 0,5 mg je Tagesdosis. Aus Lebensmitteln ist keine Überdosierung belegt, auch nicht bei Teetrinker:innen.

Welche Wirkung hat Mangan auf die Schilddrüse?

Keine belegte. Weder ein Mangel noch eine Einnahme zeigen beim Menschen einen Effekt auf die Schilddrüse, und die EU hat dazu keine Aussage zugelassen. Dasselbe gilt für Darm, Hormone und Haut. Für die Schilddrüse zählen Jod und Selen.

Wann sollte man Mangan einnehmen?

Für Gesunde gar nicht, das Essen deckt den Bedarf, und zur Tageszeit gibt es keine Studie. Wer ärztlich ein Präparat bekommt, nimmt es getrennt von Eisen- und Calciumtabletten. Sinnvoll ist gezieltes Mangan nur bei Ernährung über die Vene und beim seltenen Gendefekt SLC39A8.

Wie bekomme ich Mangan aus dem Trinkwasser?

Beim öffentlichen Versorger gar nicht nötig, er entmangant das Wasser auf unter 0,05 mg/l. Beim Hausbrunnen erst messen lassen (akkreditiertes Labor), dann einen Fachbetrieb mit einer Entmanganungsanlage beauftragen; einfache Tischfilter sind dafür nicht gemacht. Bis dahin Babynahrung mit abgepacktem Wasser anrühren.

Quellen · 59 Quellen anzeigen
  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Kupfer, Mangan, Chrom, Molybdän. Schätzwert Mangan 2 bis 5 mg/Tag für Jugendliche und Erwachsene (Stand Ableitung 2000).
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenvorschläge für Mangan in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln, 2021 (0,5 mg je Tagesdosis, Zufuhrdaten Deutschland).
  3. BfR: Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Stellungnahme 006/2024 vom 22.02.2024.
  4. EFSA NDA Panel: Scientific opinion on the tolerable upper intake level for manganese. EFSA Journal 2023; 21(12): e8413 (kein UL, safe level 8 mg/Tag).
  5. EFSA NDA Panel: Scientific Opinion on Dietary Reference Values for manganese. EFSA Journal 2013; 11(11): 3419 (AI 3 mg/Tag).
  6. EFSA: Summary of Dietary Reference Values, Version 4, Januar 2017 (AI Mangan nach Altersgruppen).
  7. National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements: Manganese, Fact Sheet for Health Professionals (AI, UL 11 mg, Absorption, Toxizität).
  8. Institute of Medicine: Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. National Academies Press 2001, Kapitel 10 Manganese.
  9. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung), Anhang XIII: Nährstoffbezugswert Mangan 2 mg, signifikante Menge 15 % bzw. 7,5 % bei Getränken.
  10. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission: zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zu Mangan (Energiestoffwechsel, Knochen, Bindegewebe, Zellschutz).
  11. Europäische Kommission: EU Register on nutrition and health claims made on foods (abgelehnte Mangan-Angaben zu Gehirnfunktion, ID 340, und Müdigkeit, ID 312).
  12. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, Anhang: Bedingung „Quelle von“.
  13. Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel Mangan: Das müssen Sie darüber wissen. Stand 17.08.2026.
  14. Verbraucherzentrale: Welche Vitaminmangel-Tests sind sinnvoll? Stand 06.01.2026 (Haaranalysen).
  15. Sachse B. et al.: Dietary Manganese Exposure in the Adult Population in Germany: What Does it Mean in Relation to Health Risks? Molecular Nutrition and Food Research 2019; 63: e1900065 (2,8 mg/Tag).
  16. Kippler M., Oskarsson A.: Manganese, a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023. Food and Nutrition Research 2024; 68: 10367.
  17. Chen P., Bornhorst J., Aschner M.: Manganese metabolism in humans. Frontiers in Bioscience 2018; 23: 1655–1679.
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Gregor Aßlaber
Gregor AßlaberAutor · Redakteur Saturo

Schreibt seit 2019 für Saturo über Ernährung, Nährstoffe und die Frage, wie gute Versorgung im Alltag praktisch funktioniert.

Joerg Hauke
Joerg HaukeFachliche Prüfung · Ernährungsexperte

Hat diesen Artikel am 1. Oktober 2026 auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.