NährstoffmangelEiner von 30 Artikeln zum Thema

Vitamin-A-Mangel: Symptome, Ursachen und Behandlung

Schlechter sehen in der Dämmerung, trockene Augen? Das Auge merkt einen Vitamin-A-Mangel als Erstes, bei Gesunden ist er selten. Welche Symptome dazugehören, wie viel du brauchst, ab wann es zu viel wird und wo es drinsteckt.

Vitamin-A-Quellen auf hellem Stein: Karotten, Süßkartoffel, Kürbis, Paprika, Spinat, Grünkohl, Aprikosen, Mango, Eigelb, Butter und Gouda
AVitamin A
Vitamin-A-Quellen im Überblick: Karotten, Süßkartoffel, Kürbis, Paprika, Grünkohl, Spinat, Aprikosen und Mango liefern Beta-Carotin, Eigelb, Butter und Käse liefern Retinol.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Tagesbedarf
700–850µg

Frauen 700, Männer 850 Mikrogramm Retinol-Äquivalent am Tag laut DGE. Eine gekochte Karotte oder 100 g Süßkartoffel decken das schon, 100 g Kalbsleber das Dreißigfache.

Beta-Carotin zu Vitamin A
12 : 1

Aus zwölf Mikrogramm Beta-Carotin macht der Körper ein Mikrogramm Vitamin A. Karotte, Kürbis und Spinat liefern trotzdem reichlich, aber nur, wenn etwas Fett auf dem Teller liegt.

Vorrat in der Leber
4 Monate

So lange reichen gut gefüllte Leberspeicher, selbst wenn kaum Vitamin A ankommt. Deshalb fällt der Blutwert erst spät, und deshalb ist der Mangel bei Gesunden so selten.

Das erste Zeichen
Nachtblindheit

Schlechtes Sehen in der Dämmerung ist das früheste und bestbelegte Symptom, dann folgen trockene Augen und Infekte. Haarausfall und Muskelschmerzen gehören nicht dazu: Sie sind Zeichen von zu viel.

01 Erkennen

Vitamin-A-Mangel Symptome: Woran du ihn erkennst

Vitamin A ist Baustein des Sehpurpurs in der Netzhaut, hält Haut und Schleimhäute in Form und steuert die Reifung von Abwehrzellen. Fehlt es, meldet sich zuerst das Auge: erst schlechtes Sehen in der Dämmerung, dann trockene Augen, dann Haut und Infekte. In Deutschland ist ein echter Mangel selten; wer ihn bekommt, hat fast immer einen Grund, bei dem Fett im Darm nicht ankommt (Kapitel 2).

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Welche Anzeichen kennst du von dir?

Tippe an, was auf dich zutrifft. Du siehst dann, wie viele typische Anzeichen zusammenkommen.

Erstes Anzeichen: Nachtblindheit

Nachtblindheit ist das früheste Zeichen des Mangels: Die Stäbchen der Netzhaut brauchen für ihren Sehpurpur mit jedem Lichtreiz frisches Vitamin A. Fehlt Nachschub, dauert die Anpassung an Dunkelheit Minuten statt Sekunden: Man tritt aus dem hellen Supermarkt auf den dunklen Parkplatz und sieht fast nichts. Laut WHO ist das Zeichen empfindlich und spezifisch für niedriges Retinol, meist unter 0,7 µmol/l, und es verschwindet unter Vitamin A innerhalb von ein bis zwei Tagen. In Deutschland stecken meist andere Ursachen dahinter: Retinitis pigmentosa, Grauer Star, Kurzsichtigkeit. Deshalb zuerst zur Augenärztin.

Vitamin-A-Mangel Symptome Augen: von trockenen Augen bis Xerophthalmie

Bleibt der Mangel, verhornt die Bindehaut, der Tränenfilm reißt, das Augenweiß wird stumpf und faltig. Die Medizin nennt das Xerophthalmie, und die WHO teilt sie in Stufen (Kapitel 4): Auf die trockene Bindehaut folgen Bitot-Flecken, weißliche schaumige Beläge neben der Hornhaut, dann wird die Hornhaut trüb und kann in Tagen einschmelzen. Bis zur trockenen Hornhaut ist alles umkehrbar. Die wichtigste Abgrenzung: Das sandige Gefühl nach acht Stunden Bildschirm ist ein Trockenes-Auge-Syndrom mit instabilem Tränenfilm und hat mit Vitamin A nichts zu tun.

Schaubild

Was Vitamin A im Auge macht

Links ein versorgtes Auge im Querschnitt, rechts dasselbe Auge nach Monaten ohne Vitamin A. Das Licht kommt von links, die Netzhaut liegt hinten.

1 2 3 4 5
Genug Vitamin AZu wenig Vitamin A
  1. 1
    Netzhaut mit Stäbchen

    Die Stäbchen sehen bei wenig Licht. Ihr Sehpurpur braucht mit jedem Lichtreiz frisches Vitamin A.

  2. 2
    Tränenfilm und Bindehaut

    Vitamin A hält die Bindehautzellen schleimbildend, die Oberfläche bleibt feucht und glatt.

  3. 3
    Hornhaut

    Ohne Vitamin A wird sie trüb und kann in Tagen einschmelzen. Bis zur Trübung ist alles umkehrbar.

  4. 4
    Bitot-Fleck

    Verhornte Bindehautzellen bilden schaumige weißliche Flecken, das sichtbare Zeichen der Xerophthalmie.

  5. 5
    Stäbchen ohne Nachschub

    Der Sehpurpur wird nicht aufgefüllt, die Anpassung an Dunkelheit dauert Minuten: Nachtblindheit.

Schematisch nach WHO-Klassifikation der Xerophthalmie und Linus Pauling Institute.

Vitamin-A-Mangel Symptome Haut, Schleimhäute und Infekte

Die Haut wird trocken, rau und schuppig, an Oberarmen und Oberschenkeln können verhornte Knötchen um die Haarfollikel entstehen (Reibeisenhaut). Ehrlich eingeordnet: Reibeisenhaut ist kein spezifisches Vitamin-A-Zeichen; eine dermatologische Übersichtsarbeit fand mehrere Ursachen und die stärkste Verbindung zu allgemeiner Mangelernährung, und die harmlose Keratosis pilaris ist um ein Vielfaches häufiger. Unsichtbar passiert dieselbe Verhornung in Atemwegen und Darm: weniger Schleim, weniger Abwehrzellen, häufigere Infekte und Durchfälle. Bei Kindern mit schwerem Mangel kommen verzögertes Wachstum und eine Blutarmut dazu, die keine Eisenmangelanämie ist, sondern eine Verteilungsstörung des Eisens.

Autofahrt in der Dämmerung mit blendendem Gegenverkehr: Schlechtes Sehen bei wenig Licht ist das erste Zeichen eines Vitamin-A-Mangels
Vom Gegenverkehr geblendet, danach minutenlang fast blind: So fühlt sich Nachtblindheit an. Meist steckt trotzdem etwas anderes dahinter, vor allem Kurzsichtigkeit und Grauer Star.

Vitamin-A-Mangel Symptome bei Frauen

Es gibt keine Symptome, die nur Frauen bekommen; frauenspezifisch ist der Bedarf. In der Schwangerschaft steigt der Referenzwert ab dem vierten Monat auf 800 µg, in der Stillzeit auf 1.300 µg, weil das Kind sein Vitamin A über die Muttermilch bekommt. In Deutschland ist eher zu viel Retinol in der Frühschwangerschaft das Thema, und nach den Wechseljahren gilt wegen der Knochen eine niedrigere Obergrenze (Kapitel 7). Zyklusstörungen, Wechseljahresbeschwerden und Haarausfall sind keine belegten Mangelzeichen.

Symptom-Check

Was wirklich zu Vitamin-A-Mangel passt

Die meistgesuchten Beschwerden und die Studienlage: belegt (WHO, DGE, Referenzwerk), möglich (Beobachtungsstudien ohne bewiesene Ursache), unbelegt (keine Primärquelle) und, nur bei Vitamin A, Zeichen von zu viel.

Was die Studien sagenEinstufung
NachtblindheitFrühestes Zeichen, empfindlich und spezifisch für niedriges Retinol (WHO)Belegt
Trockene Augen, Bitot-FleckenXerophthalmie in WHO-Stufen, bei schwerem Mangel HornhautschadenBelegt
Häufige InfekteVerhornte Schleimhäute, weniger Abwehrzellen; Masern verlaufen schwererBelegt
Wachstum bei KindernWachstumsverzögerung in DGE-FAQ und Referenzwerken genanntBelegt
BlutarmutVerteilungsstörung des Eisens, keine Eisenmangelanämie; vor allem bei schwerem MangelBelegt
Trockene, raue HautVerhornung plausibel, Reibeisenhaut aber unspezifisch (Maronn 2005)Möglich
Psyche, DepressionEine Querschnittsstudie zur Zufuhr, keine zum Mangel, keine Ursache-WirkungMöglich
GewichtszunahmeNur Korrelation: mehr Bauchfett geht mit niedrigerem Retinol einher, Richtung unklarMöglich
MüdigkeitIn keiner Primärquelle als Mangelzeichen geführtUnbelegt
AkneRetinoide behandeln Akne, ein Mangel löst sie nicht ausUnbelegt
SchilddrüseKeine Primärquelle gefunden, Portale nennen es ohne BelegUnbelegt
HaarausfallDGE-FAQ nennt es als Symptom der Vitamin-A-ÜberdosierungZeichen von zu viel
MuskelschmerzenDGE-FAQ nennt sie als Symptom der Überdosierung, beim Mangel nur unspezifische SchwächeZeichen von zu viel

Einstufung nach den Quellen in Kapitel 8 (WHO-VMNIS, DGE-FAQ 2020, Merck Manual, Maronn 2005, Frontiers in Nutrition 2025). Stand 24. September 2026.

Vitamin-A-Mangel und Psyche, Gewichtszunahme, Haare: Was stimmt?

Psyche: Eine Querschnittsstudie von 2025 fand mehr depressive Symptome bei niedriger Vitamin-A-Zufuhr, eine Momentaufnahme ohne Mangelnachweis und ohne Ursache-Wirkung. Wer niedergeschlagen ist, denkt eher an Vitamin D, B12 und Folsäure. Gewichtszunahme: Bei 200 Frauen ging mehr Bauchfett mit niedrigerem Retinol einher; wahrscheinlicher verteilt sich Vitamin A bei mehr Körperfett anders, als dass der Mangel dick macht. Haare: Haarausfall steht in der DGE-FAQ bei den Zeichen einer Vitamin-A-Vergiftung. Wer Haare verliert und Präparate oder Lebertran nimmt, setzt sie ab und lässt Eisen, Zink und Schilddrüse prüfen.

Wann zum Augenarzt

Schlechteres Sehen in der Dämmerung, das über Wochen zunimmt, gehört zur Augenärztin, unabhängig vom Vitamin. Sofort in die Augenklinik bei plötzlicher Sehverschlechterung, Schmerzen oder einem trüben Fleck auf der Hornhaut. Bei Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankung zusätzlich der Vitamin-A-Wert.

02 Ursachen

Vitamin-A-Mangel Ursachen: Wer wirklich gefährdet ist

Vitamin A ist fettlöslich: Es braucht Fett in der Mahlzeit, Gallensäuren und Enzyme der Bauchspeicheldrüse, wandert dann in die Leber und wird von dort an ein Transporteiweiß gebunden ins Blut abgegeben. Ein Mangel entsteht auf vier Wegen, und der erste ist bei uns der seltenste: zu wenig Zufuhr. Laut Verzehrsstudie nehmen Männer im Mittel 1,8 mg und Frauen 1,5 mg Retinol-Äquivalente auf, deutlich mehr als empfohlen. Häufiger sind gestörte Aufnahme, ein leerer Speicher und ein blockierter Transport.

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Wie viel Vitamin A brauchst du pro Tag?

700µg pro Tag

Frau, 19 bis 65+: 700 µg Retinol-Äquivalent am Tag laut DGE. Eine gekochte Karotte (100 g) liefert 852 µg, 150 g Süßkartoffel 1.442 µg, ein Ei 75 µg. Nach den Wechseljahren gilt derselbe Bedarf, aber eine Obergrenze von 1.500 µg.

Darm, Galle, Bauchspeicheldrüse: wenn Fett nicht ankommt

Die häufigste Ursache in Deutschland ist eine Fettmalabsorption: Die DGE nennt chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Lebererkrankungen und Störungen der Bauchspeicheldrüse; dazu kommen Zöliakie, Mukoviszidose, Gallenstau und ein verkürzter Dünndarm. Zwei Medikamente wirken an derselben Stelle: Orlistat blockiert die Fettverdauung, laut Fachinformation kann die Aufnahme der Vitamine A, D, E, K und von Beta-Carotin leiden; Gallensäurebinder wie Colestyramin fangen die Gallensäuren ab. Wo Fett nicht ankommt, fehlen alle vier fettlöslichen Vitamine gemeinsam: Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K werden deshalb mit kontrolliert.

Vitamin-A-Mangel nach Magen-OP

Nach Magenbypass und Schlauchmagen wird Vitamin A kritisch: kleine Portionen, Fett wird schlechter vertragen, beim Bypass ist der Darmabschnitt ausgeschaltet, in dem Galle und Fett zusammentreffen. In einer US-Auswertung hatten 35 % der Operierten sechs Wochen nach dem Bypass einen Mangel, nach einem Jahr noch 18 %; eine Zwei-Jahres-Studie fand den Höhepunkt nach sechs Monaten bei 33 %. Anders als Eisen, B12 und Vitamin D wird Vitamin A in der Nachsorge nicht überall gemessen; wer nach der OP im Dunkeln schlechter sieht, fordert es beim nächsten Labortermin ein.

Leber, Alkohol, Zink: wenn der Speicher nicht liefert

Die Leber hält je nach Quelle 40 bis 90 % des Vitamin-A-Bestands. Alkohol schaltet dort Enzyme an (vor allem CYP2E1), die Vitamin A beschleunigt abbauen; bei chronischem Konsum sinken die Speicher lange vor einer Zirrhose. Für das retinolbindende Protein braucht die Leber Zink: Fehlt es, bleibt Vitamin A im Speicher stecken und der Blutwert fällt trotz voller Leber (siehe Zinkmangel). Nicht auf die Liste gehört die Niere: Bei chronischer Niereninsuffizienz sind die Retinolwerte eher erhöht, weil die Niere den Transportkomplex nicht mehr abbaut.

Zu wenig im Essen: fettarm, einseitig, vegan

Drei Muster führen aus dem Essen heraus in den Mangel. Fettarme Kost über Monate: Ohne Fett rutscht das Beta-Carotin ungenutzt durch den Darm (Kapitel 6). Einseitige Ernährung ohne Gemüse, Eier und Milchprodukte. Und vegane Ernährung, die nur Beta-Carotin liefert (Umwandlung 12:1); das reicht bei buntem Gemüse, aber Studien deuten darauf hin, dass ein großer Teil der Bevölkerung Enzymvarianten trägt, die die Ausbeute um bis zu zwei Drittel senken. In der BfR-Studie hatten Veganer:innen niedrigere Vitamin-A-Blutwerte als Mischköstler:innen, ohne Mangel.

03 Verstehen

So arbeitet Vitamin A im Körper

Drei Stationen vom Teller bis zur Netzhaut. Wer sie kennt, versteht, warum Karotten Fett brauchen, warum der Blutwert erst spät fällt und warum Leber die beste und gefährlichste Quelle zugleich ist.

1

Aufnahme: Retinol und Beta-Carotin

Tierische Lebensmittel liefern fertiges Retinol (Leber, Eigelb, Butter, Käse, fetter Fisch), Pflanzen liefern Beta-Carotin, das die Darmwand in Retinol spaltet. Beide sind fettlöslich: Im Dünndarm werden sie mit Gallensäuren und Fett zu Tröpfchen verpackt und über die Lymphe ins Blut gebracht. Retinol wird zu einem großen Teil aufgenommen, Beta-Carotin nur zu einem Bruchteil und abhängig vom Fett. Deshalb rechnet die DGE mit 12 : 1, und deshalb bringt ein Salat ohne Dressing fast nichts.

2

Speicher: die Leber als Vorratskammer

Die Leber lagert Vitamin A in ihren Sternzellen, je nach Quelle 40 bis 90 % des Körperbestands. Bei guter Versorgung reicht der Vorrat mehrere Monate; die Referenzwerte sind so angelegt, dass die Speicher auch nach vier Monaten fast ohne Zufuhr noch ausreichen. Bei Bedarf gibt die Leber Retinol an das retinolbindende Protein gebunden ins Blut ab, das dafür Zink braucht. Solange der Speicher liefert, bleibt der Blutwert normal. Alkohol leert ihn beschleunigt, eine Portion Leber füllt ihn für Wochen.

3

Wirkung: Sehen, Schleimhaut, Abwehr

In der Netzhaut verbindet sich Vitamin A mit einem Eiweiß zum Sehpurpur der Stäbchen; jeder Lichtreiz verbraucht ein Molekül. Überall sonst wirkt es als Retinsäure im Zellkern und steuert die Ablesung von mehr als 500 Genen: wie sich Haut- und Schleimhautzellen erneuern, wie Abwehrzellen reifen, wie Eisen aus den Speichern freigegeben wird. Genau diese Steuerung macht hohe Dosen gefährlich: Zu viel Retinsäure verändert die Entwicklung des Embryos.

04 Diagnose

Vitamin-A-Mangel feststellen: Blutwerte und Test

Der Standardwert ist das Retinol im Blutserum. Die WHO setzt die Grenze bei 0,70 µmol/l (20 µg/dl): darunter unzureichend versorgt, unter 0,35 µmol/l schwerer Mangel. Vorsicht beim Laborzettel: Viele Labore drucken einen Normbereich von etwa 0,35 bis 3,5 µmol/l, eine Spanne gesunder Erwachsener und keine Mangelgrenze. Wer bei 0,5 liegt, ist „im Normbereich“ und nach WHO trotzdem unterversorgt.

Warum der Blutwert erst spät fällt

Der Körper regelt Vitamin A im Blut wie einen Thermostat: Die Leber gibt so viel Retinol ab, dass der Spiegel konstant bleibt. Erst wenn der Speicher fast leer ist, fällt der Wert; ein normales Serum-Retinol schließt einen beginnenden Mangel also nicht aus. Die zweite Falle ist die Entzündung: Bei Infekt, Operation oder Schub drosselt die Leber das Transportprotein, Retinol sinkt ohne Mangel. Das BRINDA-Projekt fand bei Kindern 12 bis 18 Prozentpunkte weniger „Mangel“, sobald man die Entzündung herausrechnet; grenzwertige Werte bei erhöhtem CRP werden nach vier Wochen wiederholt.

Vitamin-A-Mangel Test: Praxis oder Heimtest?

In der Praxis wird Serum-Retinol bestimmt, am besten mit CRP, Vitamin D, E, K, Zink und Leberwerten, weil ein Vitamin-A-Mangel fast nie allein kommt. Versandtests messen aus wenigen Tropfen Trockenblut dasselbe trans-Retinol, aber ohne Entzündungswert und ohne die Frage nach der Ursache. Wer einen Grund hat (Darm, Leber, Magen-OP, Alkohol, Nachtblindheit), testet in der Praxis; wer keinen hat, braucht den Test nicht. Ob die Kasse zahlt, hängt vom Verdacht ab; eine allgemeine Regel haben wir nicht gefunden.

Vor dem Test

Nicht in der Erkältungswoche testen. Präparate, Lebertran und Multivitamine der letzten Tage nennen, sie verfälschen nach oben. Und die Frage „Sehe ich in der Dämmerung schlechter als vor einem Jahr?“ ist für die Ärztin so wichtig wie der Wert.

Beim Augenarzt: Die Stufen der Xerophthalmie

Die Augenärztin sieht einen fortgeschrittenen Mangel an der Spaltlampe, ohne Bluttest. Die WHO hat die Zeichen 1982 in eine Reihenfolge gebracht, die zeigt, was noch umkehrbar ist; die Kürzel stehen in Befunden: XN Nachtblindheit, X1A und X1B trockene Bindehaut und Bitot-Flecken, X2 trockene Hornhaut, X3 Hornhautgeschwür, XS Narbe. In Deutschland sieht eine Augenärztin diese Bilder fast nur bei schwerer Darmerkrankung, nach Magen-OP oder bei Alkoholkrankheit.

Von Nachtblindheit bis Hornhautschaden: die WHO-Stufen

  1. 1 Stufe XNNachtblindheit

    Die Stäbchen bekommen keinen Nachschub für den Sehpurpur. Bessert sich unter Vitamin A in ein bis zwei Tagen. Vollständig umkehrbar.

  2. 2 Stufe X1Trockene Bindehaut, Bitot-Flecken

    Die Bindehaut verhornt, wird stumpf und faltig, schaumige Flecken erscheinen neben der Hornhaut. Bildet sich unter Behandlung über Wochen zurück.

  3. 3 Stufe X2Trockene Hornhaut

    Die Hornhaut verliert Glanz, wird rau und trüb. Laut WHO ist das Sehen bis hierhin bei rechtzeitiger Behandlung vollständig zu retten.

  4. 4 Stufe X3 und XSGeschwür, Narbe

    Die Hornhaut schmilzt ein, in Tagen droht die Erblindung. Was heilt, hinterlässt eine Narbe. Nicht mehr umkehrbar.

WHO-Klassifikation der Xerophthalmie (WHO/UNICEF/IVACG 1982, WHO/NMH/NHD/EPG/14.4); X3A und X3B unterscheiden sich nur in der Größe des Geschwürs.

Bei Sehstörungen zählt deshalb der Augenarzttermin in derselben Woche, nicht der Blutwert in vier Wochen: Was die Hornhaut an Geschwüren hatte, heilt mit Narbe.

Augenärztin untersucht eine Patientin an der Spaltlampe: Bindehaut und Hornhaut zeigen die Stufe eines Vitamin-A-Mangels direkt
An der Spaltlampe sieht die Augenärztin, was der Bluttest nicht sagt: ob Bindehaut und Hornhaut noch intakt sind. Bei Nachtblindheit ist das der erste Termin, nicht der zweite.
05 Behandlung

Vitamin-A-Mangel beheben: Behandlung und Dauer

Ein nachgewiesener Mangel ist gut behandelbar, und das Auge zeigt den Erfolg schneller als jedes Labor. Die Behandlung hat zwei Ebenen: Vitamin A nachfüllen mit einer ärztlich festgelegten Dosis, weit über dem, was ein Nahrungsergänzungsmittel enthalten darf, und die Ursache abstellen, sonst ist der Mangel nach dem Auffüllen wieder da. Wer keinen Mangel hat, sondern trockene Augen oder raue Haut, braucht nichts davon: Die Obergrenze liegt nur beim Vierfachen des Bedarfs.

Ärztliche Therapie: Dosis, Dauer, wie schnell es besser wird

Die WHO gibt bei Xerophthalmie ein festes Schema: 200.000 Internationale Einheiten (rund 60.000 µg) an Tag 1, 2 und 14 für alle ab einem Jahr, Säuglinge die Hälfte oder ein Viertel. Das Merck Manual nennt für Erwachsene ohne Augenschäden 60.000 IE täglich über zwei Tage, danach 4.500 IE als Erhaltung; bei gestörter Aufnahme wird gespritzt. Die Nachtblindheit verschwindet in ein bis zwei Tagen, Bitot-Flecken heilen über Wochen, die Speicher füllen sich über Monate, Hornhautnarben bleiben. Die Dosis wird gesenkt, sobald die Speicher voll sind; in der Schwangerschaft sind Hochdosen tabu.

Bei Vitamin A gilt die Reihenfolge strenger als bei jedem anderen Vitamin: erst der Blutwert und die Frage, warum er niedrig ist, dann die Dosis, dann die Kontrolle. Wer ohne Befund hoch dosiert, weil die Augen trocken sind, füllt einen vollen Speicher weiter auf. Und für die meisten, die hier landen, ist die richtige Antwort eine Karotte mit einem Löffel Öl, nicht eine Kapsel.

Joerg Hauke, Ernährungsexperte, fachliche Prüfung dieses Artikels

Die Ursache behandeln: Darm, Leber, Magen-OP

Bei Zöliakie heilt die Darmschleimhaut unter glutenfreier Kost, bei Morbus Crohn wird nach dem Schub neu gemessen, weil die Entzündung den Wert drückt. Bei Mukoviszidose und Bauchspeicheldrüsenentzündung werden Pankreasenzyme gegeben und die fettlöslichen Vitamine dauerhaft ersetzt, nach Magenbypass gehört Vitamin A in die lebenslange Nachsorge mit jährlicher Kontrolle. Bei Alkoholkrankheit wird nur vorsichtig ersetzt, weil Alkohol und hoch dosiertes Vitamin A die Leber gemeinsam stärker schädigen. Wer Zink- oder Eiweißmangel hat, bekommt beides mit, sonst bringt die Leber das Vitamin nicht ins Blut.

Von Bedarf bis zu viel: Vitamin A in Zahlen

  1. 1 Referenzwert700–850 µg

    Tagesbedarf laut DGE, Frauen 700, Männer 850 Mikrogramm Retinol-Äquivalent. Eine gekochte Karotte deckt das, eine Flasche Trinkmahlzeit liefert rund 240 µg.

  2. 2 Höchstmenge im Präparat200 µg

    Empfehlung des BfR für die Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels, weil die Zufuhr aus dem Essen schon hoch ist. Für Beta-Carotin gelten 3,5 mg.

  3. 3 Obergrenze3.000 µg

    Tolerable Upper Intake Level der EFSA, 2024 bestätigt, abgeleitet aus dem Fehlbildungsrisiko. Für Frauen nach den Wechseljahren nennt das BfR 1.500 µg.

  4. 4 Eine Portion Leber21.000 µg

    100 g gebratene Kalbsleber laut USDA: das Dreißigfache des Tagesbedarfs einer Frau und das Siebenfache der Obergrenze. Deshalb selten, in der Schwangerschaft gar nicht.

DGE 2020; BfR-Höchstmengenvorschläge Vitamin A und Beta-Carotin (2024); EFSA 2024 (UL 3.000 µg RE/Tag); USDA SR Legacy.

Zu viel Vitamin A: Symptome einer Überdosierung

Über Lebensmittel passiert eine Überdosierung praktisch nur mit Leber und Lebertran, über Präparate, wenn mehrere kombiniert werden. Die Zeichen sind laut DGE unspezifisch: Kopfschmerzen, Übelkeit, schuppende Haut, Haarausfall, brüchige Nägel, Muskel- und Knochenschmerzen, erhöhte Leberwerte. Über Jahre steigt das Risiko für Hüftbrüche, in der Frühschwangerschaft das für Fehlbildungen (Kapitel 7). Abbauen lässt sich ein Überschuss nicht beschleunigen: Präparat absetzen, Leber weglassen, der Speicher leert sich über Monate. Auch Retinol-Cremes zählen zur Gesamtzufuhr; das BfR empfiehlt seit 2014, die Aufnahme über Kosmetik zu begrenzen.

06 Ernährung

Vitamin A Lebensmittel: Wo am meisten drinsteckt

Vitamin A steckt in zwei Farben. Orange und Dunkelgrün steht für Beta-Carotin: Süßkartoffel, Karotte, Kürbis, Spinat, Aprikose. Tierisch steht für fertiges Retinol: Eigelb, Butter, Käse, fetter Fisch und mit riesigem Abstand Leber. Die Balken zeigen die Top 10 beider Gruppen pro 100 g, so wie gegessen, in Mikrogramm Retinol-Äquivalent (12 µg Beta-Carotin zählen als 1 µg), Werte aus der USDA-Datenbank. Leber und Lebertran fehlen im Balken: Mit 21.000 µg wäre Kalbsleber zwanzigmal länger als der längste Balken.

Vitamin A pro 100 g: Top 10 pflanzlich und tierisch (ohne Leber)

  1. Süßkartoffel (gekocht): 961 µg
  2. Karotte (gekocht): 852 µg
  3. Karotte (roh): 835 µg
  4. Butternut-Kürbis (gekocht): 558 µg
  5. Spinat (gekocht): 524 µg
  6. Römersalat (roh): 436 µg
  7. Mangold (gekocht): 306 µg
  8. Grünkohl (roh): 241 µg
  9. Aprikose (getrocknet): 180 µg
  10. Honigmelone (roh): 169 µg

µg Retinol-Äquivalent pro 100 g, USDA SR Legacy 2018. In Portionen: 150 g Süßkartoffel 1.442 µg, eine rohe Karotte 668 µg, 150 g Spinat 786 µg, 6 getrocknete Aprikosen 54 µg. Feldsalat laut Bundeslebensmittelschlüssel 267 µg. Alle Werte gelten nur mit etwas Fett in der Mahlzeit.

Leber und Leberwurst: wie oft ist gut?

Leber ist die einzige Quelle, mit der man sich über Lebensmittel überdosiert. Das BfR zitiert aus dem Lebensmittel-Monitoring 17 bis 29 mg pro 100 g Schlachttierleber, das Zwanzig- bis Vierzigfache des Tagesbedarfs, und warnt bei den rund 40 % der Bevölkerung, die Leber essen, vor „erheblichen Überschreitungen“ der Obergrenze. Die EFSA rechnet vor, dass die Zufuhr darunter bleibt, wenn Leber einmal im Monat oder seltener auf den Tisch kommt; Schwangere verzichten im ersten Drittel ganz. Deutsche Leberwurst liegt laut Bundeslebensmittelschlüssel bei rund 4.050 µg pro 100 g, zwei Scheiben bei etwa 1.200 µg.

Karotten roh oder gekocht? Mit Fett zählt

Roh oder gekocht ist fast egal (835 gegen 852 µg), Kochen und Pürieren verbessern die Verwertung um 18 % bis zum Sechsfachen. Entscheidend ist das Fett: In einer Studie der Ohio State University aßen Probanden Salat mit fettfreiem Dressing, mit 6 g oder 28 g Rapsöl; mit null Fett war im Blut praktisch kein Beta-Carotin nachweisbar. Eine zweite Studie legte 150 g Avocado oder 24 g Avocadoöl auf den Salat und maß bis zu 15-fach höhere Beta-Carotin-Werte; Pflanzensterin-Margarinen halbieren die Aufnahme. Ein Löffel Öl, ein halbes Ei, ein Stück Käse reichen.

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Wie viel Vitamin A steckt in …?

Werte in µg Retinol-Äquivalent pro 100 g, so wie gegessen. Ampel: ab 150 µg viel, 30 bis 149 mittel, darunter wenig. Tipp ein, was du auf dem Teller hast, oder wähle eine Gruppe.

  • Karotte Möhre roh 83580 g = 668 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Karotte Möhre gekocht 852100 g = 852 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Süßkartoffel Batate gekocht 961150 g = 1.442 µg, gekocht in der Schale, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kürbis, Butternut, gekocht 558150 g = 837 µg, gekocht (Ofen), als Beta-Carotin (USDA)
  • Kürbis, Butternut, roh 532100 g = 532 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Tomate roh 42100 g = 42 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Paprika, rot Gemüsepaprika roh 157100 g = 157 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Paprika, grün, roh 18100 g = 18 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Peperoni/Chili, rot, roh 4830 g = 14 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Brokkoli Broccoli gekocht 77150 g = 116 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Blumenkohl Karfiol gekocht 1150 g = 1,5 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Zucchini gekocht 9150 g = 14 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Weißkohl Weißkraut roh 5100 g = 5 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Zwiebel roh 050 g = 0 µg, roh (USDA)
  • Kartoffel roh 0150 g = 0 µg, roh (USDA)
  • Gurke Salatgurke roh 5100 g = 5 µg, roh, mit Schale, als Beta-Carotin (USDA)
  • Zuckermais roh 9100 g = 9 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Erbsen, grün, roh 38100 g = 38 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Grüne Bohnen Brechbohnen gekocht 32100 g = 32 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Spargel roh 38150 g = 57 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Karottensaft 956200 g = 1.912 µg, aus der Dose, als Beta-Carotin (USDA)
  • Spinat roh 46950 g = 234 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Spinat gekocht 524150 g = 786 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Grünkohl Braunkohl, Federkohl roh 24150 g = 120 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Grünkohl gekocht 146150 g = 219 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Mangold Schweizer Mangold roh 30650 g = 153 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Mangold gekocht 306150 g = 459 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Feldsalat Rapunzel, Vogerlsalat roh 26750 g = 134 µg, roh, als Beta-Carotin (BLS 4.0)
  • Kopfsalat Eisbergsalat roh 2550 g = 12 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Römersalat Romana, Kochsalat roh 43650 g = 218 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Rucola Rauke roh 11920 g = 24 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Endivie roh 10880 g = 86 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Radicchio roh 150 g = 0,5 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Löwenzahnblätter roh 50830 g = 152 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Löwenzahnblätter gekocht 342100 g = 342 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Brunnenkresse roh 16020 g = 32 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Rote-Bete-Blätter Rübenblätter gekocht 383100 g = 383 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Chicorée/Eskariol gekocht 94100 g = 94 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Mango roh 54150 g = 81 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Honigmelone Cantaloupe roh 169150 g = 254 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Wassermelone roh 28150 g = 42 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Papaya roh 47150 g = 70 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Aprikose roh 96100 g = 96 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Pflaume roh 17100 g = 17 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kaki Persimone, japanisch, roh 81100 g = 81 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Nektarine roh 17150 g = 26 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Maracuja Passionsfrucht roh 6450 g = 32 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Guave roh 31100 g = 31 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Weintrauben roh 3100 g = 3 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Grapefruit, pink, roh 58150 g = 87 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kiwi roh 475 g = 3 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Banane roh 3120 g = 3,6 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Apfel mit Schale roh 3150 g = 4,5 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Orange Apfelsine roh 11180 g = 20 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Pfirsich roh 16150 g = 24 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Sanddornbeere roh 12520 g = 25 µg, roh, als Beta-Carotin (BLS 4.0)
  • Hagebutte roh 42110 g = 42 µg, roh, als Beta-Carotin (BLS 4.0)
  • Aprikose getrocknet 18030 g = 54 µg, getrocknet, geschwefelt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Pfirsich getrocknet 10830 g = 32 µg, getrocknet, geschwefelt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Backpflaume Pflaume getrocknet 3930 g = 12 µg, getrocknet, als Beta-Carotin (USDA)
  • Mango getrocknet, gesüßt 6730 g = 20 µg, getrocknet, gesüßt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Feige getrocknet 030 g = 0 µg, getrocknet, roh (USDA)
  • Dattel Medjool 730 g = 2,1 µg, getrocknet, als Beta-Carotin (USDA)
  • Petersilie, frisch 4214 g = 17 µg, frisch, roh, gehackt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Basilikum, frisch 2642 g = 5,3 µg, frisch, roh, gehackt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Koriander Cilantro, frisch 3372 g = 6,7 µg, frisch, roh, gehackt, als Beta-Carotin (USDA)
  • Thymian, frisch 2381 g = 2,4 µg, frisch, als Beta-Carotin (USDA)
  • Schnittlauch, frisch 2183 g = 6,5 µg, frisch, geschnitten, als Beta-Carotin (USDA)
  • Paprikapulver 2.4632 g = 49 µg, Gewürzpulver, als Beta-Carotin (USDA)
  • Chilipulver 1.4832 g = 30 µg, Gewürzpulver, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kreuzkümmel Cumin, gemahlen 642 g = 1,3 µg, Gewürzpulver, als Beta-Carotin (USDA)
  • Currypulver 12 g = 0 µg, Gewürzpulver, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kichererbsen gekocht 1150 g = 1,5 µg, gekocht, abgetropft, als Beta-Carotin (USDA)
  • Linsen gekocht 0150 g = 0 µg, gekocht, abgetropft (USDA)
  • Sojabohnen, reif, gekocht 0150 g = 0 µg, gekocht, abgetropft (USDA)
  • Kidneybohnen gekocht 0150 g = 0 µg, gekocht, abgetropft (USDA)
  • Schwarze Bohnen gekocht 0150 g = 0 µg, gekocht, abgetropft (USDA)
  • Haferflocken 040 g = 0 µg, trocken, Rohware (BLS 4.0)
  • Vollkornweizenmehl 050 g = 0 µg, roh (USDA)
  • Maismehl, Vollkorn 1150 g = 5,5 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Vollkornbrot Weizen 050 g = 0 µg, fertig gebacken (USDA)
  • Erdnüsse, roh 030 g = 0 µg, roh (BLS 4.0)
  • Mandeln 030 g = 0 µg, roh (USDA)
  • Walnüsse 130 g = 0,3 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Pistazien, roh 2630 g = 7,8 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Haselnüsse 130 g = 0,3 µg, roh, als Beta-Carotin (USDA)
  • Sonnenblumenkerne 320 g = 0,6 µg, getrocknet, als Beta-Carotin (USDA)
  • Kürbiskerne Samen 120 g = 0,2 µg, getrocknet, als Beta-Carotin (USDA)
  • Sesamsamen 010 g = 0 µg, getrocknet, ganz (USDA)
  • Milch, Vollmilch 3,25% Fett 46200 g = 92 µg, pasteurisiert (USDA)
  • Milch, 2% Fett 28200 g = 56 µg, pasteurisiert, ohne Zusatz (USDA)
  • Magermilch, ohne Zusatz 2200 g = 4 µg, pasteurisiert, ohne Zusatz (USDA)
  • Mozzarella, Vollmilch 17930 g = 54 µg (USDA)
  • Gouda 16530 g = 50 µg (USDA)
  • Camembert 24130 g = 72 µg (USDA)
  • Brie 17430 g = 52 µg (USDA)
  • Feta 12530 g = 38 µg (USDA)
  • Hüttenkäse Cottage Cheese 37100 g = 37 µg, cremig (USDA)
  • Frischkäse Doppelrahmstufe 30830 g = 92 µg (USDA)
  • Ricotta, Vollmilch 12050 g = 60 µg (USDA)
  • Joghurt, natur Vollmilch, 3,5% 27150 g = 40 µg (USDA)
  • Schlagsahne 41115 g = 62 µg (USDA)
  • Cheddar 26330 g = 79 µg, sharp, Scheiben (USDA)
  • Ei, ganz, roh 16058 g = 93 µg, roh, als Retinol (USDA)
  • Ei, ganz, hart gekocht 14950 g = 74 µg, hart gekocht (USDA)
  • Eigelb, roh 38117 g = 65 µg, roh (USDA)
  • Eiklar, roh 033 g = 0 µg, roh (BLS 4.0)
  • Hähnchenbrust, gebraten 6120 g = 7,2 µg, gebraten, als Retinol (USDA)
  • Rinderhack, gebraten 85/15 3120 g = 3,6 µg, gebraten, als Retinol (USDA)
  • Schweinelende, gebraten 5120 g = 6 µg, gebraten, als Retinol (USDA)
  • Rinderleber, gebraten 9.442100 g = 9.442 µg, gebraten, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Kalbsleber, gebraten 21.145100 g = 21.145 µg, gebraten, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Putenleber, gegart 10.751100 g = 10.751 µg, gegart (simmered), als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Schweineleber, gebraten 5.405100 g = 5.405 µg, gebraten, als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Hühnerleber, gebraten 4.296100 g = 4.296 µg, gebraten, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Gänseleber, roh 9.30930 g = 2.793 µg, roh, als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Entenleber, roh 11.98430 g = 3.595 µg, roh, als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Leberwurst Schwein 8.30830 g = 2.492 µg, Aufstrich, als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Aal, gegart 1.137100 g = 1.137 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Lachs, Atlantik Zucht, gegart 69120 g = 83 µg, gegart (Ofen), als Retinol (USDA)
  • Thunfisch, Dose in Wasser 17100 g = 17 µg, Dose, abgetropft, als Retinol (USDA)
  • Kabeljau Dorsch, gegart 14120 g = 17 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Forelle, gegart 100120 g = 120 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Hering, gegart 36100 g = 36 µg, gedünstet, als Retinol (USDA)
  • Makrele, Atlantik, gegart 54100 g = 54 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Sardine, Dose in Öl 3260 g = 19 µg, Dose, abgetropft, als Retinol (USDA)
  • Garnelen, gegart 90100 g = 90 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Heilbutt, gegart 24120 g = 29 µg, gegart, als Retinol (USDA)
  • Butter 68410 g = 68 µg, ungesalzen (USDA)
  • Margarine Standard, gehärtet 81910 g = 82 µg, angereichert (USDA)
  • Lebertran 30.0005 g = 1.500 µg, als Retinol, selten essen, in der Schwangerschaft meiden (USDA)
  • Olivenöl 010 g = 0 µg, roh (BLS 4.0)
  • Rapsöl 010 g = 0 µg, roh (BLS 4.0)
  • Sonnenblumenöl 010 g = 0 µg, roh (BLS 4.0)
  • Frühstückscerealien, angereichert Beispiel Vollkornringe 99030 g = 297 µg, trocken, als Retinol, angereichert (USDA)
  • Säuglingsanfangsnahrung, angereichert Pulver 473100 g = 473 µg, Pulver, ungemischt, als Retinol, angereichert (USDA)
  • Saturo Trinkmahlzeit 400 ml 60–61eine Flasche = 239 bis 245 µg, das sind 30 bis 31 % der Referenzmenge (800 µg); Nährwerttabelle je Sorte

Vitamin-A-Mangel: was essen? Mischkost, vegan, Trinkmahlzeit

Mischkost: eine rohe Karotte (668 µg), ein Ei (75 µg), 30 g Cheddar (79 µg) und eine Portion Honigmelone (254 µg) ergeben rund 1.080 µg, das 1,5-Fache des Bedarfs einer Frau. Vegan: 100 g gekochter Kürbis (558 µg), 80 g Grünkohl (193 µg) und eine Karotte (668 µg) ergeben rund 1.420 µg, mit einem Löffel Öl kommt es auch an. An Tagen ohne Gemüse, Ei und Käse ist eine Trinkmahlzeit ein planbarer Beitrag: Eine Flasche Saturo liefert 239 bis 245 µg Vitamin A, 30 bis 31 % der Referenzmenge; das ersetzt keine Behandlung bei nachgewiesenem Mangel.

Vitamin-A-reiche Lebensmittel auf hellem Stein: Karotten, Süßkartoffel, Kürbis, Paprika, Spinat, Grünkohl, Aprikosen, Mango, Eigelb, Butter, Gouda und Rapsöl
Orange und Dunkelgrün für Beta-Carotin, Eigelb, Butter und Käse für Retinol, dazu etwas Öl: Wer täglich aus dieser Auswahl isst, deckt den Bedarf, ohne je an Leber denken zu müssen.

Zugelassene Aussagen laut EU: Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft, zur Erhaltung normaler Haut und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Die Menge pro Flasche liegt weit unter der Obergrenze; wer in der Schwangerschaft zusätzlich Präparate nimmt, klärt die Summe ärztlich.

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Aus dem Saturo-Sortiment

Trinkmahlzeit: eine vollwertige Mahlzeit aus der Flasche

26 Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin A, Vitamin D und Zink. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft und normaler Haut sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Referenzmenge für Vitamin A: 800 µg pro Tag. In der Schwangerschaft die Summe aus allen Vitamin-A-Quellen ärztlich abstimmen.

26Vitamine & Mineralstoffe
36 gProtein
400kcal
245 µgVitamin A pro Flasche31 % der Referenzmenge
Sorte wählen
111,50 Kčpro Mahlzeit
Trinkmahlzeit · Cappuccino111,50 Kč pro Mahlzeit ·
07 Sonderfälle

Schwangerschaft, Rauchen, Kinder: Wer bei Vitamin A genauer hinsehen muss

Bei gesunden Erwachsenen ist Vitamin A unauffällig. Vier Gruppen sind die Ausnahme, und bei dreien geht es um zu viel: Schwangere, Raucher:innen und Frauen nach den Wechseljahren; nur bei Kindern in armen Ländern rettet Vitamin A Leben.

Vitamin A in Schwangerschaft und Stillzeit: wie viel ist gut, was ist zu viel?

Der Bedarf steigt ab dem vierten Monat auf 800 µg, in der Stillzeit auf 1.300 µg, weil das Kind seinen Speicher über die Muttermilch füllt. Aus Gemüse, Eiern und Milchprodukten ist das ohne Risiko gedeckt. Die Gefahr ist fertiges Retinol in hoher Dosis im ersten Drittel: Retinsäure steuert die Entwicklung des Embryos, zu viel erhöht das Risiko für Fehlbildungen an Kopf, Herz und Nervensystem. Drei Regeln: Leber im ersten Trimester weglassen, Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache, Retinoid-Cremes pausieren.

In der Schwangerschaft

Im ersten Drittel keine Leber und keine Leberwurst, danach höchstens selten. Keine Präparate mit Retinol, Retinylacetat oder Retinylpalmitat und kein Lebertran ohne ärztliche Rücksprache; Beta-Carotin aus Gemüse ist in Ordnung. Isotretinoin gegen Akne muss vorher abgesetzt sein.

Vitamin A und Rauchen: Warum Beta-Carotin-Präparate tabu sind

Vitamin A und Beta-Carotin aus Lebensmitteln sind für Raucher:innen so unbedenklich wie für alle anderen. Beta-Carotin aus der Kapsel nicht: Die finnische ATBC-Studie mit 29.000 Rauchern und die amerikanische CARET-Studie mit 18.000 Raucher:innen und Asbestarbeitern fanden unter täglich 20 bis 30 mg über Jahre mehr Lungenkrebs und mehr Todesfälle als unter Placebo, CARET wurde vorzeitig abgebrochen. Das BfR stuft 20 mg als niedrigste schädliche Dosis ein und empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 3,5 mg. Wer raucht, nimmt keine Beta-Carotin-Präparate und keine Bräunungskapseln; Karotte und Kürbis bleiben auf dem Teller.

Kinder weltweit: Masern, Blindheit und die 12 Prozent

Weltweit ist Vitamin-A-Mangel ein großes Gesundheitsproblem: Eine Übersichtsarbeit von 2023 schätzt 14,7 % der Kinder in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen als betroffen, rund 334 Millionen. Zwei Cochrane-Reviews zeigen die Wirkung: Die regelmäßige Gabe an Kinder von sechs Monaten bis fünf Jahren senkt die Gesamtsterblichkeit um 12 %, und bei Masern senken zwei Hochdosen die Sterblichkeit hospitalisierter Kinder unter zwei Jahren. In Deutschland sieht die DGE rechnerisch nur Mädchen zwischen 7 und 12 Jahren unter dem Referenzwert; Kinder hier brauchen Gemüse und Eier, keine Tropfen.

Schwangere schneidet Süßkartoffel und Karotten: Beta-Carotin aus Gemüse deckt den erhöhten Vitamin-A-Bedarf in der Schwangerschaft ohne Risiko
Orange statt Leber: Beta-Carotin aus Süßkartoffel, Karotte und Kürbis wandelt der Körper nur nach Bedarf um. Retinol in hoher Dosis ist das, was in der Frühschwangerschaft schadet.

Ältere, Knochen und die Wechseljahre

Im Alter bleibt der Referenzwert bei 700 und 850 µg; das Risiko liegt oben. Eine schwedische Studie fand 1998, dass das Hüftfrakturrisiko bei Frauen mit jedem zusätzlichen Milligramm Retinol am Tag um 68 % stieg. Das BfR nennt die Lage widersprüchlich, hält aber für Frauen nach den Wechseljahren an einer Obergrenze von 1.500 µg fest. Laut Verzehrsstudie liegen die 5 % mit der höchsten Zufuhr schon aus dem Essen bei 1,7 bis 2,0 mg, meist durch Leber. Für sie gilt: Leber selten, keine Präparate ohne Grund, die Knochen lieber mit Calcium und Vitamin D versorgen.

08 Nachschlagen

Häufige Fragen zu Vitamin-A-Mangel

Wie zeigt sich ein Vitamin-A-Mangel?

Zuerst am Auge: schlechteres Sehen in der Dämmerung, dann trockene Augen, bei längerem Mangel Bitot-Flecken und eine trübe Hornhaut, dazu raue Haut und Infekte. In Deutschland ist er selten und trifft fast nur Menschen mit Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankung, nach Magen-OP oder bei viel Alkohol.

Welches Vitamin fehlt bei Nachtblindheit?

Wenn ein Vitamin die Ursache ist, dann Vitamin A, der Baustein des Sehpurpurs in den Stäbchen. Nachtblindheit ist das früheste Mangelzeichen und bessert sich unter Vitamin A in ein bis zwei Tagen. Meist stecken aber Netzhauterkrankung, Grauer Star oder Kurzsichtigkeit dahinter, deshalb zuerst zur Augenärztin.

Welche Auswirkungen hat Vitamin A auf die Psyche?

Keine belegten. Eine Querschnittsstudie von 2025 fand mehr depressive Symptome bei niedriger Vitamin-A-Zufuhr, eine Momentaufnahme ohne Ursache-Wirkung. Eine Studie, in der Vitamin A die Stimmung bessert, gibt es nicht. Wer niedergeschlagen ist, denkt eher an Schlaf, Vitamin D, B12 und Folsäure.

Ist Vitamin A für Raucher geeignet?

Aus Lebensmitteln ja, aus Präparaten nicht ohne Einschränkung. Beta-Carotin in hoher Dosis aus der Kapsel (20 bis 30 mg am Tag über Jahre) hat in den ATBC- und CARET-Studien das Lungenkrebsrisiko bei Raucher:innen erhöht. Wer raucht, verzichtet auf Beta-Carotin-Präparate und Bräunungskapseln; das BfR empfiehlt höchstens 3,5 mg.

Wie viel Vitamin A ist maximal am Tag erlaubt?

Die europäische Obergrenze für Retinol liegt bei 3.000 µg am Tag, auch für Schwangere; für Frauen nach den Wechseljahren nennt das BfR 1.500 µg. Nahrungsergänzungsmittel sollten höchstens 200 µg enthalten; 100 g Kalbsleber liefern rund 21.000 µg. Für Beta-Carotin aus Gemüse gibt es keine Obergrenze.

Wie merkt man zu viel Vitamin A?

An unspezifischen Zeichen, die oft mit einem Mangel verwechselt werden: Kopfschmerzen, Übelkeit, schuppende Haut, Haarausfall, brüchige Nägel, Muskel- und Knochenschmerzen, erhöhte Leberwerte. Ursache sind fast immer Präparate, Lebertran oder häufig Leber. Gelbe Handflächen nach vielen Karotten sind harmloses Beta-Carotin in der Haut.

Warum kein Vitamin A in der Schwangerschaft?

Gemeint ist Retinol in hoher Dosis; der Bedarf steigt ab dem vierten Monat sogar auf 800 µg. Zu viel Retinsäure im ersten Drittel erhöht das Risiko für Fehlbildungen an Kopf, Herz und Nervensystem. Deshalb keine Leber im ersten Trimester, Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache; Beta-Carotin aus Gemüse ist unbedenklich.

Sind Karotten roh oder gekocht gesünder, und warum mit Öl?

Beim Vitamin A fast egal: roh 835, gekocht 852 µg pro 100 g; Kochen und Pürieren verbessern die Verwertung um 18 % bis zum Sechsfachen. Entscheidend ist das Fett: Ohne Fett ist Beta-Carotin im Blut praktisch nicht nachweisbar, mit Avocado oder Öl stieg die Aufnahme bis zum 15-Fachen. Ein Löffel Öl im Dressing reicht.

Quellen · 50 Quellen anzeigen
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Gregor Aßlaber
Gregor AßlaberAutor · Redakteur Saturo

Schreibt seit 2019 für Saturo über Ernährung, Nährstoffe und die Frage, wie gute Versorgung im Alltag praktisch funktioniert.

Joerg Hauke
Joerg HaukeFachliche Prüfung · Ernährungsexperte

Hat diesen Artikel am 24. September 2026 auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.